Diplomarbeit, 2004
121 Seiten, Note: 1,0
1 Überblick
2 Ziele
3 Markteinführung und Marktdurchdringung des digitalen Fernsehens
3.1 Abgrenzung der Begrifflichkeiten
3.2 Digitales Fernsehen in der Retrospektive
3.3 Derzeitige Marktsituation in Deutschland
3.3.1 Die deutsche Rundfunklandschaft
3.3.2 Die Marktdurchdringung des digitalen Fernsehens
3.3.3 Aktuelles Angebotsspektrum an digitalen Bouquets
3.4 Internationaler Vergleich
3.5 Promotoren des digitalen Fernsehens
4 Technische Grundlagen des digitalen Fernsehens
4.1 Analog-Digitalwandlung
4.2 Datenreduktion
4.3 Multiplexing
4.4 Kanalcodierung
4.5 Distributionswege
4.5.1 DVB-S
4.5.2 DVB-C
4.5.3 DVB-T
4.5.4 Exkurs: Kosten-Nutzen-Profile der Distributionswege
4.5.5 Weitere Verbreitungswege
4.6 DVB-Standards
4.7 Verschlüsselung
4.8 Der Rückkanal
4.9 Navigation
4.10 Middleware und Decoder
4.10.1 Betanova (d-Box)
4.10.2 OpenTV / F.U.N.
4.10.3 MHP
5 Auswirkungen auf deutsche TV-Anbieter
5.1 Veränderungen des Fernsehmarktes
5.1.1 Konvergenz
5.1.2 Veränderungen in der Wertschöpfungskette
5.2 Auswirkungen auf die Programmverbreitung
5.2.1 Exkurs: Die Rolle der Netzbetreiber
5.3 Auswirkungen auf die Programmbeschaffung
5.3.1 Exkurs: Digitalisierung auf Ebene der Programmproduktion
5.4 Auswirkungen auf die Programmveranstaltung
5.4.1 Fragmentierung der Zuschauerschaft und entsprechende Angebote
5.4.2 Entscheidungsfindung bei Erweiterungsoptionen der klassischen Angebotspalette
5.4.3 Das Entstehen neuer Nutzungs- und Vermarktungsformen
5.4.4 Akzeptanz neuer Angebotsformen seitens der Rezipienten
5.5 Auswirkungen auf die Programmfinanzierung
5.5.1 Auswirkungen des digitalen Fernsehens auf die Werbeinnahmen
5.5.2 Erlöse aus alternativen Werbeformen
5.5.3 Erlöse aus innovativen Werbeformen
5.5.4 Die Rechtslage für Werbeformen in Deutschland
5.5.5 Der Nutzen des digitalen Fernsehens als Werbeträger
5.5.6 Finanzierung der multimedialen Inhalte
5.5.7 Finanzierung durch T-Commerce
5.6 Auswirkungen auf die Zuschauerforschung
6 Handlungsoptionen für deutsche TV-Anbieter
6.1 Integrationsmodelle
6.2 Das Revenue-Sharing-Modell
6.3 Das Reselling-Modell
6.4 Dachmarken Strategie
6.5 Pay follows Free
6.6 Allgemein zu berücksichtigende Faktoren bei der Einführung neuer Angebotsformen
7 Resümee und Ausblick
Anhang A: Rechtliche Grundlagen für das digitale Fernsehen
A.1 Beschluss des Bundeskabinetts vom 24.08.1998
A.2 Auszug aus dem Rundfunkstaatsvertrag (RStV)
Anhang B: Kurzinterviews
Die Diplomarbeit untersucht die komplexen ökonomischen und strukturellen Auswirkungen der Digitalisierung auf den deutschen TV-Markt. Das zentrale Ziel ist es, die Konsequenzen des geplanten analogen "Switch-Off" für deutsche TV-Anbieter zu analysieren und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um Chancen frühzeitig zu nutzen und Risiken der Marktveränderung zu minimieren.
3.1 Abgrenzung der Begrifflichkeiten
Rein technisch und vereinfacht betrachtet meint der Begriff „digitales Fernsehen“ die digitale Übertragung von Fernsehsignalen und programmbegleitender Mehrwertangebote in stark komprimierter Form.
Unter Digitalisierung ist allgemein der Trend zur Produktion, Speicherung, sowie zur Verbreitung von Medien auf einer gemeinsamen Computer-Plattform zu verstehen.
Die Abkürzung „DVB“ steht für „Digital Video Broadcasting“, also die digitale Videovertragung. Dieser Begriff beschreibt einen – von der gleichnamigen Expertengruppe entwickelten – Standard und ist im Grunde irreführend, da nicht alleine Video-, sondern auch Audio- Zusatzdaten übertragen werden.
In den Köpfen vieler Verbraucher ging der Begriff des digitalen Fernsehens lange Zeit mit Pay-TV einher. Dabei sind diese Erscheinungsformen deutlich voneinander zu trennen, zumal die Digitalisierung weder eine notwendige noch eine hinreichende Bedingung für Bezahlfernsehen darstellt. Pay-TV ist ebenso bei analoger Ausstrahlung möglich, und wurde auf diese Weise auch längst (via Kabel, Satellit und Terrestrik) umgesetzt, beispielsweise in den USA, Großbritannien und Frankreich. Zudem ist digitales Fernsehen inzwischen auch als Free-TV empfangbar. Digitales Fernsehen und Pay-TV stehen in folgendem Kontext zueinander: Das digitale Fernsehen macht eine Reihe neuer Fernsehangebote möglich und übt zudem einen nicht zu unterschätzenden Druck auf die TV-Anbieter aus, neuartige Einnahmequellen aufzutun. Ferner eröffnet der technische Fortschritt eine Kosten sparende Möglichkeit, Pay-TV zu installieren.
1 Überblick: Diese Einleitung beschreibt die enorme Strukturveränderung des Fernsehmarktes durch die Digitalisierung und gibt einen Ausblick auf den Aufbau der Arbeit.
2 Ziele: Dieses Kapitel erläutert die Fragestellung der Arbeit, insbesondere hinsichtlich der Konsequenzen für TV-Anbieter durch den analogen Switch-Off.
3 Markteinführung und Marktdurchdringung des digitalen Fernsehens: Hier werden die begrifflichen Grundlagen sowie die aktuelle Marktsituation in Deutschland und der internationale Vergleich dargelegt.
4 Technische Grundlagen des digitalen Fernsehens: Es werden die Funktionsweise der Digitalisierung, Distributionswege und Empfangstechnologien sowie Standards wie DVB und MHP detailliert beschrieben.
5 Auswirkungen auf deutsche TV-Anbieter: Dieses Kapitel analysiert tiefgreifend die ökonomischen Folgen, wie Konvergenz, Veränderungen in der Wertschöpfungskette und neue Finanzierungsmodelle.
6 Handlungsoptionen für deutsche TV-Anbieter: Hier werden strategische Ansätze wie Integrationsmodelle, Revenue-Sharing und Dachmarkenstrategien zur Positionierung im digitalen Markt erörtert.
7 Resümee und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Konsolidierung und Polarisation des deutschen Fernsehmarktes.
Digitales Fernsehen, Digitalisierung, Konvergenz, Wertschöpfungskette, Programmbeschaffung, Programmfinanzierung, Interaktion, Rückkanal, Pay-TV, Free-TV, Werbeformen, Zuschauerforschung, DVB, Set-Top-Box, Medienwirtschaft
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Digitalisierung der Fernsehübertragung auf die deutsche TV-Branche und untersucht, wie Anbieter auf den technologischen Umbruch reagieren können.
Zu den Schwerpunkten zählen die technischen Grundlagen, der Wandel der Wertschöpfungsketten, neue Geschäftsmodelle für TV-Anbieter und die veränderte Programmfinanzierung.
Es wird untersucht, welche Veränderungen der analoge Switch-Off für TV-Anbieter mit sich bringt und welche Strategien zur Chancennutzung und Risikominimierung dabei erfolgreich sein können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, ergänzt durch Szenarien aus der Sekundärliteratur, Vergleiche mit fortgeschrittenen Märkten wie Großbritannien und den USA sowie Experteninterviews.
Der Hauptteil befasst sich mit den Auswirkungen auf Programmverbreitung, Beschaffung, Veranstaltung und Finanzierung sowie mit konkreten Handlungsoptionen für die Anbieter.
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, Medienkonvergenz, Wertschöpfungskette, Pay-TV, Werbefinanzierung und Interaktivität.
Netzbetreiber nehmen eine Schlüsselrolle als "Gatekeeper" ein, da sie durch die Kontrolle von Infrastruktur und Standards maßgeblich über den Marktzugang entscheiden.
Deutschland gilt im internationalen Vergleich als Nachzügler, was auf das umfangreiche Free-TV-Angebot und zögerliche Investitionen in neue Übertragungsstandards zurückzuführen ist.
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