Diplomarbeit, 2010
77 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Gang der Arbeit
2. Intellectual Property als Grundlage für Patentverwertungsfonds
2.1 Begriffsdefinition und Arten des Intellectual Property
2.2 Der Markt für Patente in Europa – Chancen für Patentverwertungsfonds
2.3 Bedeutung von Patenten auf Unternehmensebene
2.3.1 Patente als Werttreiber für Unternehmen
2.3.2 Motive für das Patentierungsverhalten
2.3.3 Patentmanagement – Strategische Nutzung von Patenten
2.4 Intellectual Property als Finanzierungsinstrument
3. Patentverwertungsfonds als eine neue Art der Unternehmensfinanzierung
3.1 Definition und Funktion von Patentverwertungsfonds
3.2 Struktur von Patentverwertungsfonds
3.3 Akteure der Patentverwertungsfonds
3.3.1 Fondsgesellschaft als Finanzintermediär
3.3.2 Patentinhaber und ihre Verwertungsmotive
3.3.3 Institutionelle und private Investoren als Kapitalgeber
3.3.4 Patentabnehmer als Gewinnquelle
3.4 Die Vorgehensweise von Patentverwertungsfonds
3.4.1 Auswahlverfahren und Verwertungsprozess
3.4.2 Patentbewertung
3.4.2.1 Patentwert - Definition
3.4.2.2 Kostenansatz
3.4.2.3 Ertragswertansatz
3.4.2.4 Marktwertansatz
3.5 Verwertungsstrategien der Patentverwertungsfonds
4. Ökonomische Beurteilung der Patentverwertungsfonds aus Sicht der Akteure
4.1 Fondsgesellschaft
4.2 Patentinhaber
4.3 Investor
4.4 Patentabnehmer
5. Kritische Würdigung des Patentverwertungsfonds als eine Finanzierungsalternative gegenüber Venture Capital
5.1 Wesentliche Kritikpunkte
5.2 Venture Capital – eine Gegenüberstellung
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Patentverwertungsfonds als innovative Finanzierungsform für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Patentverwertungsfonds die Verwertung geistigen Eigentums (Intellectual Property) professionalisieren können, um KMU den Zugang zu Kapital zu erleichtern und gleichzeitig eine effiziente Wertschöpfung aus Patenten zu generieren.
3.4.2.3 Ertragswertansatz
Ein weiterer Ansatz, mit dem man den Patentwert bestimmen kann, ist der auch in Sachen Investitionsrechnung oft verwendete Ertragswertansatz. Eine spezifische Form des Ertragswertansatzes ist die DCF-Methode, die folgende Berechnung des Patentwertes annehmen kann:
Analog zur Aktienbewertung, bei der die zukünftigen Erträge wie Dividenden mit einem adäquaten Kapitalisierungszinssatz diskontiert werden, um den Barwert der Aktie zu ermitteln, werden auch hier die zukünftigen Erfolge, die aus der Vermarktung der patentierten Technologie durch die Patentabnehmer generiert werden können, mit einem risikoadjustierten Diskontierungssatz abgezinst. Ein Unterschied zur Aktienbewertung liegt hier allerdings im Zeitraum. Ein Patent kann maximal über zwanzig Jahre bewertet werden, bei einer Aktie wird ggf. in der Gleichung die ewige Rente berücksichtigt.
Zur Ermittlung eines angemessenen Kapitalisierungszinssatzes werden Risiken berücksichtigt, die mit den Cashflows unmittelbar in Zusammenhang stehen. So sollte bei der Nutzung der DCF-Methode zur Bestimmung der Cashflows oder des Diskontierungsfaktors der Bewertungszeitraum in Abschnitte eingeteilt werden und in den jeweiligen Abschnitten sollten das Marktrisiko, das technische Risiko und das juristische Risiko separat ermittelt und in die Parameter der Formel eingearbeitet werden.
Die DCF-Methode hat allerdings den Nachteil, dass die Risiken nicht genau messbar sind, sodass der Kapitalisierungszinssatz volatil ist. Daher eignet sich die DCF-Methode bei bereits etablierten Patenten, bei denen die Erfolge verlässlicher prognostiziert werden können. Reitzig (2002) konstatiert, dass bei Patenten mit einem Alter von ca. über acht Jahren die DCF-Methode geringen Schwankungen bezüglich des Patentwertes unterliegt. Da Patentverwertungsfonds eher für „junge“ Patente konzipiert sind, eignet sich die DCF-Methode daher nur bedingt.
1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage von KMU bei der Patentverwertung und Einführung in die Thematik der Patentverwertungsfonds.
2. Intellectual Property als Grundlage für Patentverwertungsfonds: Theoretische Einordnung geistigen Eigentums und Erläuterung der Bedeutung von Patenten für Unternehmen sowie deren Entwicklung als Finanzierungsinstrument.
3. Patentverwertungsfonds als eine neue Art der Unternehmensfinanzierung: Analyse der Struktur, der beteiligten Akteure, der Auswahlprozesse, der Bewertungsmethoden und der strategischen Verwertungsansätze von Patentfonds.
4. Ökonomische Beurteilung der Patentverwertungsfonds aus Sicht der Akteure: Kritische Analyse der Vor- und Nachteile sowie der Risiken aus der Perspektive von Fondsgesellschaften, Patentinhabern, Investoren und Patentabnehmern.
5. Kritische Würdigung des Patentverwertungsfonds als eine Finanzierungsalternative gegenüber Venture Capital: Vergleich der beiden Finanzierungsformen und Erörterung der spezifischen Kritikpunkte am Fondsmodell.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit zur zukünftigen Bedeutung von Patentverwertungsfonds auf dem Technologietransfermarkt.
Patentverwertungsfonds, Intellectual Property, Unternehmensfinanzierung, KMU, Patentbewertung, Technologietransfer, Patentmanagement, Kapitalmarkt, Venture Capital, Lizenzierung, Innovationsstrategie, Patentrisiken, DCF-Methode, Schutzrechte, Werttreiber.
Die Arbeit untersucht Patentverwertungsfonds als alternative Finanzierungsmöglichkeit für forschungsintensive Unternehmen, um den Wert ihrer Schutzrechte marktfähig zu machen.
Die Arbeit umfasst Themen wie Patentbewertung, Marktmechanismen für Schutzrechte, die Rolle von Intermediären und den Vergleich zu klassischen Venture-Capital-Finanzierungen.
Das Ziel ist es, den wirtschaftlichen Beitrag von Patentverwertungsfonds zu bewerten und aufzuzeigen, wie sie Informationsasymmetrien und Finanzierungsbarrieren für KMU reduzieren können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung existierender Fondskonstruktionen (wie Alpha Patentfonds oder Patent Portfolio I) sowie der ökonomischen Bewertung von Patentverwertungsstrategien.
Der Hauptteil analysiert die Struktur der Fonds, die Vorgehensweise bei der Patentauswahl und -bewertung sowie die ökonomischen Vor- und Nachteile für alle beteiligten Akteure.
Die wichtigsten Schlagworte sind Patentverwertungsfonds, Intellectual Property, KMU-Finanzierung, Patentbewertung und Technologietransfer.
Ein zentrales Problem ist das Fehlen eines liquiden Marktes für Patente, was die objektive Preisfindung erschwert und zu subjektiven Einschätzungen der Akteure führt.
Während Venture Capital das gesamte Unternehmen inklusive Geschäftsmodell im Blick hat, fokussieren Patentverwertungsfonds spezifisch auf die einzelnen Patente als isolierte Werttreiber.
Bei einem Blind Pool ist zum Zeitpunkt der Investition noch unklar, welche konkreten Patente erworben werden, was Such- und Verwertungsrisiken für die Geldgeber mit sich bringt.
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