Diplomarbeit, 1987
42 Seiten, Note: 2
Einleitung
1. Was ist alternativ an der Alternativpresse?
1.1. Zum Begriff
1.2. Thematik/Erscheinungsweise
1.3. Selbstverständnis
1.4. Äußerliche Form
1.5. Innerer Aufbau
1.6. Finanzen
1.7. Anzeigen
2. Entwicklung der amerikanischen Untergrundpresse
2.1. Die Beatgeneration
2.2. Die periodischen Publikationen der Beatniks
2.3. Die sechziger Jahre
2.4. Amerikanische Untergrundnachrichtenagenturen
2.5. Die amerikanische Untergrundpresse etabliert sich
3. Entstehung und Verbreitung der Alternativpresse in der Bundesrepublik
3.1. Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition gegen die Pressekonzentration
3.2. Gegenöffentlichkeit
3.3. Kleinverlage
3.4. Gegenbuchmesse
3.5. Minipressen Messe
3.6. Das Literarische Informationszentrum
4. Die siebziger Jahre: Entwicklung zum Sprachrohr der Alternativbewegung
4.1. Über Landkommunen und spirituelle Zeitschriften
4.2. Der Begriff Underground wird veramarktet
4.3. Die Alternativbewegung
4.4. Interssengemeinschaften
4.5. Frauenzeitschriften
4.6. Politische Zeitschriften und Zeitungen
5. Die tageszeitung (taz)
6. Großstadtpublikationen
6.1. Stadtzeitschriften
6.2. Wochenzeitungen
6.3. Stadtillustrierte
7. Hindernisse und Rückschläge
7.1. Repressionen
7.1.1. Beispiele der Strafverfolgung gegen die Alternativpresse
7.2. Pleiten
8. ID - Informaionsdienst e.V. : Zentrum für alternative Medien
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die gesellschaftliche Bedeutung der Alternativpresse in der Bundesrepublik Deutschland, unter besonderer Berücksichtigung ihrer Entstehung als Gegenreaktion zur etablierten Pressekonzentration und ihres Selbstverständnisses als Sprachrohr verschiedener Protestbewegungen.
1.1. Zum Begriff
Der Begriff Alternativpresse ist unklar. Eine eindeutige Definition, die als Grundlage einer wissenschaftlichen Arbeit dienen kann, liegt nicht vor.
Zunächst muss der Begriff losgelöst von der Alternativbewegung betrachtet werden. Erst seit Mitte der siebziger Jahre versteht sich die Bewegung als Alternative und erst seit diesem Zeitpunkt werden periodische Publikationen explizit mit dem Begriff Alternativpresse in Zusammenhang gebracht. Ausnahmen sind die Literaturzeitschriften der Literarischen Alternativpresse, die seit dem Ende der sechziger Jahre der Alternativpresse zugerechnet werden. Es erscheint daher notwendig auf drei Begriffe näher einzugehen:
a.) Alternative
b.) Alternativpresse
c.) Alternativbewegung
1. Was ist alternativ an der Alternativpresse?: Dieses Kapitel analysiert die begriffliche Unschärfe der "Alternativpresse" und differenziert zwischen dem Verständnis der etablierten Presse und dem Korrektiv-Anspruch der Alternativszene.
2. Entwicklung der amerikanischen Untergrundpresse: Hier werden die Ursprünge der Bewegung in den USA, insbesondere die Einflüsse der Beatgeneration und späterer Untergrund-Nachrichtenagenturen, beleuchtet.
3. Entstehung und Verbreitung der Alternativpresse in der Bundesrepublik: Dieses Kapitel widmet sich dem Widerstand der außerparlamentarischen Opposition (APO) gegen die Pressekonzentration und der Gründung erster Kleinverlage und Messen.
4. Die siebziger Jahre: Entwicklung zum Sprachrohr der Alternativbewegung: Der Schwerpunkt liegt auf der inhaltlichen Diversifizierung, etwa durch Frauenzeitschriften, spirituelle Medien und den zunehmenden politischen Aktivismus.
5. Die tageszeitung (taz): Das Kapitel porträtiert das größte selbstverwaltete Zeitungsprojekt der Bundesrepublik als Antwort auf die tägliche Nachrichtenflut der etablierten Medien.
6. Großstadtpublikationen: Hier werden die ökonomischen Abhängigkeiten und die marktorientierte Entwicklung von Stadtzeitschriften und Illustrierten untersucht.
7. Hindernisse und Rückschläge: Das Kapitel behandelt staatliche Repressionen, juristische Auseinandersetzungen sowie ökonomische Probleme, die zur Einstellung zahlreicher Publikationen führten.
8. ID - Informaionsdienst e.V. : Zentrum für alternative Medien: Es wird die Rolle dieses Zentrums als Archiv und Informationsbasis für die gesamte alternative Medienlandschaft dargestellt.
Alternativpresse, Gegenöffentlichkeit, Pressekonzentration, Untergrundbewegung, taz, APO, Kleinverlage, Medienkritik, Gegenkultur, Sozialer Wandel, Selbstverwaltung, Bürgerinitiativen, Informationsdienste, Medienarchiv, Politische Zeitschriften.
Die Arbeit analysiert die Entstehung, Entwicklung und gesellschaftliche Funktion der Alternativpresse in der Bundesrepublik von Ende der sechziger Jahre bis Mitte der achtziger Jahre.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Rolle der Presse als Korrektiv zur etablierten Medienlandschaft, den Einfluss von Protestbewegungen, die Organisationsformen der Redaktionen und die wirtschaftlichen Herausforderungen.
Ziel ist es, die Entwicklung der Alternativpresse im Kontext der jeweiligen Protestbewegungen darzustellen und zu bewerten, ob diese Presseform tatsächlich zur Meinungsvielfalt in einer Demokratie beigetragen hat.
Der Autor stützt sich auf eine historische und medienspezifische Analyse, unter Einbeziehung von Fachliteratur, Statistiken sowie Dokumenten aus den betroffenen Redaktionen und dem Archiv des Informationsdienstes e.V.
Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen der US-amerikanischen Wurzeln, die Entstehung der Bewegung in der Bundesrepublik, spezifische Sparten wie Frauen- und Stadtzeitschriften sowie die Rolle zentraler Projekte wie der taz.
Zentrale Begriffe sind Gegenöffentlichkeit, Pressekonzentration, Selbstverwaltung, Alternativbewegung und politische Partizipation.
Der Autor argumentiert, dass der Begriff historisch gewachsen, uneindeutig und mittlerweile durch eine inflationäre Verwendung sowie die Kommerzialisierung einzelner Teilbereiche missverständlich geworden ist.
Das Archiv dokumentiert als zentrales Zentrum für alternative Medien rund 20 Jahre Gegenpresse und stellt eine unverzichtbare Informationsbasis dar, die sich jedoch ständig im Kampf um finanzielle Existenzsicherung befindet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

