Masterarbeit, 2010
50 Seiten, Note: 2,3
1. Einführung in das Thema
2. Anmerkung
3. Das Unternehmen Wilhelm Altendorf GmbH & Co.KG Maschinenbau
3.1 Vorstellung
3.2 Geschichte der Altendorf-Umsatzbeteiligung
3.3 Das Modell der Altendorf-Umsatzbeteiligung
3.4 Erläuterungen zu der Altendorf-Umsatzbeteiligung
3.5 Rechtliche Rahmenbedingungen
4. Beschreibung exemplarischer Mitarbeiterbeteiligungssysteme
4.1 Erfolgsbeteiligungen
4.1.1 Leistungsbezogene Erfolgsbeteiligung
4.1.2 Ertragsbezogene Erfolgsbeteiligung
4.1.3 Gewinnbezogene Erfolgsbeteiligung
4.1.4 Sonstige Erfolgsbeteiligungen
4.2 Kapitalbeteiligungen
4.2.1 Fremdkapitalbeteiligung
4.2.2 Eigenkapitalbeteiligung
4.2.3 Mezzanine Beteiligung
4.2.4 Sonstige Kapitalbeteiligungen
5. Auswirkungen der Altendorf-Umsatzbeteiligung auf die Finanzlage des Unternehmens
5.1 Auswirkung auf die Finanzlage des Unternehmens
5.2 Vergleich mit anderen Beteiligungssystemen
5.3 Fazit
6. Auswirkungen der Altendorf-Umsatzbeteiligung auf die Einkommen der Mitarbeiter
6.1 Auswirkung auf die Einkommen der Mitarbeiter
6.2 Vergleich mit anderen Beteiligungssystemen
6.3 Fazit
7. Auswirkungen der Altendorf-Umsatzbeteiligung auf die Motivation der Mitarbeiter
7.1 Auswirkung auf die Motivation der Mitarbeiter
7.2 Vergleich mit anderen Beteiligungssystemen
7.3 Fazit
8. Weitere Auswirkungen der Altendorf-Umsatzbeteiligung
8.1 Identifikation, Mitarbeiterbindung, Betriebsklima
8.2 Solidarität, Arbeitsplatzsicherheit, Personalkontinuität
8.3 Verantwortungsbewusstsein
8.4 Planungssorgfalt
8.5 Nachteile
9. Bewertung der Altendorf-Umsatzbeteiligung
10. Übertragbarkeit auf andere Unternehmen
11. Ausblick
Die Masterarbeit untersucht das seit 74 Jahren bestehende Umsatzbeteiligungssystem der Wilhelm Altendorf GmbH & Co.KG im Hinblick auf dessen Auswirkungen auf die Finanzlage des Unternehmens, das Einkommen sowie die Motivation der Mitarbeiter, um das Modell wissenschaftlich zu bewerten und Möglichkeiten einer Übertragbarkeit auf andere Unternehmen zu prüfen.
1. Einführung in das Thema
Die Wilhelm Altendorf GmbH & Co.KG beteiligt ihre Mitarbeiter seit 74 Jahren am Umsatz des Unternehmens. Das Umsatzbeteiligungsmodell ist damit eines der ältesten Mitarbeiterbeteiligungsmodelle in Deutschland.
Der Verfasser erfuhr 2004 im Rahmen eines Vorstellungsgespräches bei der Wilhelm Altendorf GmbH & Co.KG von dem Beteiligungssystem. Damals erklärten ihm die Unternehmensvertreter, dass bei der Altendorf GmbH & Co.KG kein „normales“ Gehalt gezahlt wird. Stattdessen erhält jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ein monatliches Gehalt, das sich aus einem garantierten Grundgehalt und einer zusätzlichen Umsatzbeteiligung zusammensetzt.
Die große Besonderheit und Einmaligkeit des Altendorf-Beteiligungssystems liegt darin, dass die zusätzliche Umsatzbeteiligung dabei 60 – 70 % des Gesamtgehalts ausmacht. Die Umsatzbeteiligung ist also kein zusätzlicher Bonus auf ein normales Festgehalt, sondern ganz im Gegenteil, der wesentliche Bestandteil des monatlichen Gesamtgehalts.
Der Verfasser ließ sich auf dieses außergewöhnliche Modell der Mitarbeiterbeteiligung ein und wurde in das Umsatzbeteiligungssystem der Wilhelm Altendorf GmbH & Co.KG eingegliedert, ohne genau zu wissen, was er in Zukunft tatsächlich verdienen würde.
1. Einführung in das Thema: Vorstellung der historischen Dimension der Altendorf-Umsatzbeteiligung und der persönlichen Motivation des Autors, dieses System zu untersuchen.
2. Anmerkung: Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes auf direkte materielle Beteiligungsformen unter Ausschluss rein immaterieller Aspekte und steuerlicher Detailanalysen.
3. Das Unternehmen Wilhelm Altendorf GmbH & Co.KG Maschinenbau: Kurzporträt des Familienunternehmens, seiner Innovationsgeschichte und der spezifischen Entstehungsgründe des Beteiligungsmodells während der NS-Zeit.
4. Beschreibung exemplarischer Mitarbeiterbeteiligungssysteme: Systematische Einordnung von Erfolgs- und Kapitalbeteiligungsformen in die deutsche Unternehmenslandschaft.
5. Auswirkungen der Altendorf-Umsatzbeteiligung auf die Finanzlage des Unternehmens: Analyse der Liquiditätseffekte durch variable Lohnkosten bei schwankenden Umsätzen im Vergleich zu Fixgehaltsmodellen.
6. Auswirkungen der Altendorf-Umsatzbeteiligung auf die Einkommen der Mitarbeiter: Darstellung der Einkommensvolatilität und der Rolle von Rückstellungen zur Abfederung von Gehaltsschwankungen für die Belegschaft.
7. Auswirkungen der Altendorf-Umsatzbeteiligung auf die Motivation der Mitarbeiter: Untersuchung der motivationsfördernden Wirkung durch die zeitnahe Verknüpfung von Arbeitsleistung und variablem Einkommen.
8. Weitere Auswirkungen der Altendorf-Umsatzbeteiligung: Betrachtung von Sekundäreffekten wie Mitarbeiterbindung, Betriebsklima, Verantwortungsbewusstsein und der Identifikation mit dem Unternehmen.
9. Bewertung der Altendorf-Umsatzbeteiligung: Synthese der Vor- und Nachteile sowie Bestätigung der Einzigartigkeit des über Jahrzehnte bewährten Modells.
10. Übertragbarkeit auf andere Unternehmen: Kritische Einschätzung der Umsetzbarkeit des Modells in anderen Organisationen unter Berücksichtigung rechtlicher und struktureller Hürden.
11. Ausblick: Zukunftseinschätzung und potenzielle notwendige Anpassungen des Systems bei veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Umsatzbeteiligung, Mitarbeiterbeteiligung, Entlohnung, Erfolgsbeteiligung, Kapitalbeteiligung, Wilhelm Altendorf, Unternehmenskultur, Liquiditätssicherung, Motivationswirkung, Vergütungsmodell, variable Entlohnung, Personalkosten, Mitarbeiterbindung, Betriebsklima, Unternehmensfinanzierung.
Die Arbeit analysiert das spezielle, seit Jahrzehnten praktizierte Umsatzbeteiligungsmodell der Wilhelm Altendorf GmbH & Co.KG und dessen ökonomische sowie psychosoziale Auswirkungen auf das Unternehmen und seine Beschäftigten.
Zentrale Themen sind die Unternehmensfinanzierung durch Mitarbeiter, Lohn- und Gehaltsstrukturen, Mitarbeitermotivation sowie der Vergleich mit anderen gängigen Beteiligungsformen wie Kapital- oder Erfolgsbeteiligungen.
Ziel ist es, die spezifischen Auswirkungen der Umsatzbeteiligung bei Altendorf zu beleuchten, das System wissenschaftlich zu bewerten und dessen Übertragbarkeit auf andere Unternehmen kritisch zu prüfen.
Die Untersuchung basiert auf einer detaillierten Analyse des Altendorf-Modells im Vergleich zu bestehenden, alternativen Mitarbeiterbeteiligungssystemen unter Einbeziehung relevanter wirtschaftswissenschaftlicher Literatur und Praxisbeispiele.
Im Hauptteil werden sowohl das spezifische Altendorf-Modell mit seinen Berechnungsbeispielen als auch allgemeine Erfolgs- und Kapitalbeteiligungssysteme detailliert beschrieben und anschließend in Bezug auf Finanzlage, Einkommen und Motivation evaluiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Umsatzbeteiligung, Mitarbeiterbindung, Motivationswirkung, variable Entlohnung und Unternehmensfinanzierung definiert.
Die Besonderheit liegt darin, dass die Umsatzbeteiligung bei Altendorf keinen zusätzlichen Bonus darstellt, sondern 60 bis 70 % des monatlichen Gesamtgehalts ausmacht, was die Mitarbeiter unmittelbar am unternehmerischen Erfolg (oder Misserfolg) teilhaben lässt.
Der Vertrauensrat entscheidet monatlich über die Höhe der tatsächlich an die Belegschaft auszuzahlenden variablen Anteile, um durch die Bildung von Rücklagen Schwankungen bei niedrigen Umsätzen abzufedern.
Das Hauptargument ist der außergewöhnlich hohe Anteil der variablen Vergütung, der ein erhebliches finanzielles Risiko für die Mitarbeiter darstellt und rechtlich sowie sozial in heutigen Arbeitsmarktkontexten kaum flächendeckend umsetzbar wäre.
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