Masterarbeit, 2025
106 Seiten, Note: 1.0
Diese Masterarbeit untersucht die Akzeptanz von Bitcoin als potenzielles digitales Wertaufbewahrungsmittel bei Privatpersonen in Deutschland. Die zentrale Forschungsfrage lautet: "Bitcoin – eine Art digitales Gold?". Es wird analysiert, welche Determinanten eine akzeptierende oder ablehnende Einstellung gegenüber Bitcoin beeinflussen könnten, insbesondere im Hinblick auf seine Wertaufbewahrungsmitteleigenschaften.
1.1 Relevanz des Themas
Im Oktober des Jahres 2008 wurde das Konzept der ersten Kryptowährung namens Bitcoin veröffentlicht. Der Bitcoin sollte nach dem anonymen Erfinder oder der Erfindergruppe eine digitale Alternative zu bekannten, traditionellen monetären Strukturen bilden. Bis heute konnte der Bitcoin mit diesem Konzept stetig an Popularität gewinnen. Dies ist vor allem an dessen Preissteigerung zu erkennen. Ein einzelner Bitcoin hatte zum ersten aufgezeichneten Wechselkurs einen Preis von 0,07 US-Dollar. Im Januar 2025 erreichte Bitcoin mit 109.356 US-Dollar pro Einheit ein neues Allzeithoch (CoinMarketCap, 2025). Hierbei hat sich Bitcoin in den vergangenen Jahren nicht nur als stärkster Vorreiter unter den Kryptowährungen etabliert, sondern wird zunehmend auch als potenzielles "digitales Gold" betrachtet (PICTET Asset Management, 2018). Seit Jahrtausenden vertrauen Menschen dem physischem Gold als Wertaufbewahrungsmittel. In der heutigen digitalen Welt stellt sich die Frage, ob man Bitcoin ähnlich vertrauen kann und jenen sogar als Wertaufbewahrungsmittel akzeptiert. Ist es möglich, physisches Gold in einen Akzeptanzvergleich mit Bitcoin zu bringen? Gold dient zur Herstellung und in der Verwendung von vielen unterschiedlichen Gütern und reicht von Schmuck bis Elektronik. Es wird von privaten Anlegern als Schutz vor Geldentwertung und politischen Umwälzungen gehortet und wird von Notenbanken als Teil der Wahrungsreserven gehalten. Die Auffassung des Bitcoins als digitales Gold basiert bei Befürwortern in erster Linie auf den funktionalen Gemeinsamkeiten von Bitcoin und Gold als Wertaufbewahrungsmittel. Die möglichen Gemeinsamkeiten, die anhand von Bewertungskriterien für Wertaufbewahrung definiert werden können, wie beispielsweise Seltenheit, Teilbarkeit, Transportfähigkeit, Fungibilität, Fälschungssicherheit oder Wertbeständigkeit sind ein spezifischer Diskussionspunkt der Beantwortung der dieser Arbeit zugrunde liegenden Fragestellung. Diese vergleichende Betrachtung bringt jedoch auch erhebliche Herausforderungen mit sich, vornehmlich die Volatilität und die noch wenig regulierten Rahmenbedingungen, die für Anleger Risiken darstellen können (Henriques & Sadorsky, 2018). Angesichts der Tatsache, dass Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel nicht durch physische Werte oder staatliche Anerkennung gestützt wird, ist es dennoch mit Eigenschaften ausgestattet, die es als solches qualifizieren. Trotz dieser Schwierigkeiten eröffnet die Blockchain-Technologie des Bitcoins neue Perspektiven für Anleger, was die Attraktivität von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel stärkt. In Deutschland wird die Akzeptanz von Bitcoin als mögliches Wertaufbewahrungsmittel durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Vor diesen Hintergründen wird die Forschungsfrage dieser Arbeit formuliert, um jene Dynamiken und Einschätzungen umfassender zu verstehen: "Bitcoin – eine Art digitales Gold?". Diese Frage soll innerhalb einer Akzeptanzanalyse von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel bei investierenden Privatpersonen in Deutschland analysiert werden. Der rasante Preisanstieg über die letzten Jahre zeigt hierbei eine besondere Notwendigkeit für Privatpersonen auf, sich mit dem Thema Bitcoin und der dazugehörigen Wertekategorie detailliert auseinanderzusetzen. Es stellt sich hierbei die Frage, inwiefern Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel, im Sinne wie eine Art digitales Gold, genutzt werden könnte und genutzt wird. Die Arbeit wird hierbei insbesondere die sogenannte Nutzungsintention von investierenden Privatpersonen in Deutschland, Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel zu verwenden, analysieren. Nachfolgend werden nun die Forschungsfrage und der Forschungsstand genauer aufgezeigt.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema Bitcoin als potenzielles digitales Wertaufbewahrungsmittel ein, beleuchtet dessen Relevanz und stellt die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Masterarbeit dar.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die fundamentalen Konzepte der Wertaufbewahrungsmittelklassifizierung, der Blockchain-Technologie und des Bitcoin-Systems sowie die Grundlagen der Akzeptanzforschung erklärt.
3. Akzeptanzforschung: Das Kapitel definiert den Akzeptanzbegriff im Kontext neuer Technologien und führt in die Technologieakzeptanzmodelle (TAM und UTAUT) ein, die als theoretischer Rahmen der Arbeit dienen.
4. Methodische Vorgehensweise: Es wird die fünfphasige methodische Vorgehensweise der Masterarbeit beschrieben, von der Hypothesenbildung bis zur Datenauswertung.
5. Hypothesen- und Forschungsmodell: In diesem Abschnitt werden die spezifischen Hypothesen der Arbeit vorgestellt, die sich aus den Akzeptanzdeterminanten des wahrgenommenen Nutzens, der Benutzerfreundlichkeit, sozialer Einflüsse, unterstützender Bedingungen und Moderatoren ergeben.
6. Systematische Literaturanalyse: Hier werden die im Forschungsmodell definierten Hypothesen durch empirisch belastbare Indikatoren operationalisiert, basierend auf einer Vielzahl von Studien und Publikationen.
7. Forschungsformat: Dieses Kapitel legt das Design der empirischen Untersuchung fest, einschließlich der Konstruktion des Fragebogens, der Definition der Stichprobe, der Expertenvalidierung und des Pretests.
8. Datenerhebung und Datenbereinigung und Invertierung: Der Prozess der Datenerhebung mittels Online-Umfrage, die Bereinigung des Datensatzes und die Invertierung negativ gepolter Indikatoren werden detailliert beschrieben.
9. Datenauswertung: Die erhobenen Daten werden mittels Sozialstatistik, deskriptiver Statistik und Korrelationsanalyse ausgewertet, um erste Einblicke in die Akzeptanzdeterminanten zu gewinnen.
10. Strukturgleichungsmodell: Dieses Kapitel befasst sich mit der detaillierten statistischen Analyse der Daten mithilfe eines Strukturgleichungsmodells (SEM), um die hypothesengeleiteten Beziehungen zwischen den latenten Variablen zu prüfen.
11. Diskussion und Interpretation: Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung werden diskutiert und interpretiert, wobei sowohl die Stärken als auch die Schwächen von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel beleuchtet werden.
12. Fazit: Eine abschließende Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit, die klärt, inwieweit Bitcoin als "digitales Gold" betrachtet werden kann und welche Faktoren seine Akzeptanz beeinflussen.
13. Limitationen und Handlungsempfehlung: Dieses Kapitel identifiziert die Grenzen der vorliegenden Masterarbeit, wie die geografische Begrenzung und das Studiendesign, und gibt Empfehlungen für zukünftige Forschung.
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Die Arbeit untersucht die Akzeptanz von Bitcoin als digitales Wertaufbewahrungsmittel bei Privatpersonen in Deutschland und vergleicht dessen Eigenschaften mit traditionellen Wertspeichern wie Gold.
Zentrale Themenfelder sind die Analyse von Akzeptanzdeterminanten für Bitcoin, die Untersuchung von Wertaufbewahrungsmittel-Eigenschaften, die Anwendung von Technologieakzeptanzmodellen (TAM, UTAUT) und die empirische Erforschung der Nutzungsintention von Privatpersonen.
Das primäre Ziel ist es, Akzeptanzdeterminanten für Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel zu identifizieren und zu analysieren. Die Forschungsfrage lautet: "Bitcoin – eine Art digitales Gold?".
Die Arbeit verwendet eine quantitative Erhebungsmethode in Form einer Online-Umfrage, deren Daten mittels Sozialstatistik, deskriptiver Statistik, Korrelationsanalyse und Strukturgleichungsmodellierung (SEM) ausgewertet werden.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Bitcoins und der Akzeptanzforschung, die Entwicklung des Forschungsmodells und der Hypothesen, die systematische Literaturanalyse zur Operationalisierung von Indikatoren, das Forschungsformat sowie die Datenerhebung und -auswertung, einschließlich deskriptiver Statistik und Korrelationsanalyse.
Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Bitcoin, Wertaufbewahrungsmittel, digitales Gold, Akzeptanzforschung, TAM, UTAUT, Kryptowährung, Blockchain, Nutzungsintention, Privatpersonen, Deutschland, wahrgenommener Nutzen, Benutzerfreundlichkeit, soziale Einflüsse, unterstützende Bedingungen, Moderatoren, Volatilität und Vertrauen charakterisiert.
Besonders kritisch werden die Volatilität, das fehlende Vertrauen in einen stabilen Emittenten (aufgrund der Anonymität des Gründers), die geringe Krisenfestigkeit und die unzureichende Wertstabilität über längere Zeiträume bewertet.
Trotz eines hohen Korrelationswerts erreichte die wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit keine statistische Signifikanz. Dies kann auf Inkonsistenzen in der Wahrnehmung der Probanden und unterschiedliches technisches Vorwissen oder individuelle Erfahrungen zurückgeführt werden.
Unterstützende Bedingungen, wie ein niedriger Registrierungsaufwand, ausreichende Informationsangebote und verringerte rechtliche Barrieren, haben den stärksten positiven Einfluss auf die Nutzungsintention und somit auf die Akzeptanz von Bitcoin.
Die Analyse ergab einen signifikanten Moderationseffekt des Geschlechts auf den Zusammenhang zwischen sozialem Einfluss und Nutzungsintention, was darauf hindeutet, dass soziale Meinungen bei einem Geschlecht stärker zur Wirkung kommen als beim anderen.
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