Masterarbeit, 2010
148 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Das Konzept Corporate Social Responisibility (CSR)
2.1 CSR - Neuerfindung der Unternehmensethik?
2.1.1 CSR - eine Modeerscheinung?
2.1.2 Ebenen der Unternehmens- und Wirtschaftsethik
2.1.2.1 Ordnungsethik - Ort der Moral?
2.1.2.2 Unternehmensethik - die Ebene der CSR?
2.1.2.3 Individualethik - Verantwortung des Einzelnen
2.2 Babylon der Begrifflichkeiten um CSR
2.2.1 Begriffsursprung und Idee der CSR
2.2.2 Unschärfen bei der Begriffsabgrenzung
2.2.3 Corporate Social Responsibility (CSR)
2.2.4 Stakeholder Management
2.2.5 Corporate Citizenship (CC)
2.2.6 Nachhaltigkeit
2.3 Strategische Integration von Geschäft und Gesellschaft
2.3.1 Vergeudung von Potenzial
2.3.2 CSR entlang der Wertschöpfungskette
2.3.3 CSR im Wettbewerbsumfeld
2.3.4 Auswahl der Handlungsfelder
2.4 Kritische Einwände am CSR Konzept
2.5 Zusammenfassung
3 Die Europäische CSR-Strategie
3.1 Möglichkeiten und Grenzen der Politik im Wandel der Gesellschaft
3.2 Internationale Initiativen mit CSR-Bezug
3.3 Panorama der Europäischen Union
3.3.1 Idee und Grundsätze
3.3.2 Funktionsweise der politischen Organe
3.4 Meilensteine der europäischen CSR-Strategie
3.5 Lissabon-Strategie - Weichenstellung für CSR?
3.5.1 Zielsetzungen im Jahr 2000
3.5.2 Halbzeitprüfung 2005 - Auf dem richtigen Weg?
3.5.3 EU-Strategie 2020 - Weckruf durch die Krise?
3.6 Die Nachhaltigkeitsstrategie mit Blick auf CSR
3.6.1 Mitteilung 2001 zur Nachhaltigkeitsstrategie
3.6.2 Mitteilung 2002 zur globalen Partnerschaft
3.6.3 Revision der Strategie mit Abschlussmitteilung 2005
3.6.4 Die neue EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung 2006
3.6.5 1. Fortschrittsbericht 2007 und 2. Fortschrittsbericht 2009
3.7 Die CSR-Strategie - oder die CSR-Debatte?
3.7.1 Das CSR Grünbuch 2001 - Fundament der Strategie
3.7.2 CSR-Mitteilung 2002 - Unternehmensbeitrag zur Nachhaltigkeit
3.7.3 European Multistakeholder-Forum 2002 -2004
3.7.4 CSR-Mitteilung 2006 - Europäisches Bündnis für CSR
3.7.5 European Multistakeholder-Forum 2009 mit Zwischenbericht 2010
3.7.5.1 Wirtschaft und Menschenrechte
3.7.5.2 Berichterstattung und Transparenz aus Sicht der Politik
3.8 Integrierte Produktpolitik (IPP) - Ein neues Wachstumsparadigma?
3.8.1 Grünbuch zur IPP 2001
3.8.2 Mitteilung zum Lebenszyklus-Ansatz 2003
3.8.3 IPP-Sitzungen und Arbeitsgruppen
3.9 Zusammenfassung
4 Umsetzung der europäischen CSR-Strategie in Mitgliedsstaaten
4.1 Vorgehensweise
4.1.1 Gegenstand des Vergleichs
4.1.2 Auswahl der Vergleichskriterien
4.2 Großbritannien (UK)
4.2.1 Nationale Sichtweise auf CSR
4.2.1.1Gesellschaftlicher Kontext
4.2.1.2 Strategie und Ziele der CSR-Politik
4.2.2 CSR-Akteure
4.2.2.1 Staatliche Akteure
4.2.2.2 Nichtstaatliche Akteure
4.2.3 CSR-Instrumente
4.2.3.1 Gesetze und Verpflichtungen
4.2.3.2 Soft Laws
4.2.3.3 Initiativen und Zusammenarbeit
4.2.3.4 Bewusstseinsbildung
4.3 Dänemark (DK)
4.3.1 Nationale Sichtweise auf CSR
4.3.1.1 Gesellschaftlicher Kontext
4.3.1.2 Strategie und Ziele der CSR-Politik
4.3.2 CSR-Akteure
4.3.2.1 Staatliche Akteure
4.3.2.2 Nichtstaatliche Akteure
4.3.3 CSR-Instrumente
4.3.3.1 Gesetze und Verpflichtungen
4.3.3.2 Soft Laws
4.3.3.3 Initiativen und Zusammenarbeit
4.3.3.4 Bewusstseinsbildung
4.4 Deutschland (DE)
4.4.1 Nationale Sichtweise auf CSR
4.4.1.1 Gesellschaftlicher Kontext
4.4.1.2 Strategie und Ziele der CSR-Politik
4.4.2 CSR-Akteure
4.4.2.1 Staatliche Akteure
4.4.2.2 Nichtstaatliche Akteure
4.4.3 CSR-Instrumente
4.4.3.1 Gesetze und Verpflichtungen
4.4.3.2 Soft Laws
4.4.3.3 Initiativen und Zusammenarbeit
4.4.3.4 Bewusstseinsbildung
4.5 Zusammenfassung
4.5.1 Auswertung des Ländervergleichs - Neue Impulse für Deutschland?
4.5.2 Tragweite der europäischen CSR-Politik
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Masterthesis hat das Ziel, die Umsetzung der europäischen CSR-Strategie in den Ländern Großbritannien, Dänemark und Deutschland zu vergleichen und kritisch zu reflektieren, um daraus neue Impulse für die deutsche CSR-Politik abzuleiten und die Tragweite der europäischen Politik zu erörtern.
2.1.2.2 Unternehmensethik - die Ebene der CSR?
Damit tragen Unternehmen als Insitution ebenfalls moralische Verantwortung, die auf der Mesoebene durch die Unternehmensethik betrachtet wird. Dabei werden „moralische Fragestellungen des wirtschaftlichen Handelns“ (Noll 2002:105) eines Unternehmens thematisiert. Neben diversen anderen Definitionen bieten Steinmann und Zerfass folgenden Vorschlag zum Verständnis der Unternehmensethik an.
„Unternehmensethik ist eine Lehre von denjenigen idealen Normen5, die dazu anleiten sollen, durch einen sozialverträglichen Gebrauch der unternehmerischen Handlungsfreiheit in der Marktwirtschaft einen eigenständigen Beitrag zur gesellschaftlichen Friedensstiftung zu leisten. Sie ist genauerhin eine Verfahrenslehre mit den internen und externen Bezugsgruppen des Unternehmens zu vermeiden oder friedlich beizulegen. Aus solchen Verständigungsprozessen sollen begründete Normen hervorgehen, die vom Unternehmen im Sinne einer Selbstverpflichtung in Kraft zu setzen sind.“ (Steinmann/Zerfass 1993:1117)
Der beschriebene Dialogprozess zwischen internen und externen Bezugs- oder Anspruchsgruppen kommt in einigen Unternehmen als Ethikmanagement zum Tragen. Moralische Ansprüche der Bezugsgruppen sollen demnach beachtet werden. Essentiell ist dabei das Prinzip der Selbstverpflichtung eines Unternehmens, welches auf freiwilliger Basis z.B. in Form von Branchen- oder Unternehmenskodizes Normen mitgestaltet und einhalten soll. Bereits die Zusammensetzung des Produktsortiments als auch die Auswahl von Zielmärkten ist eine maßgebliche Aufgabe, in die das Ethikmanagement eingreift. (vgl. Noll 2002:106-108)
Mit Verweis auf das Kapitel 2.2.3, welches den Begriff CSR erläutert, tauchen die genannten Aspekte des Ethikmanagments in gleicher oder ähnlicher Weise wieder auf. Den Begriff CSR kann man daher der Unternehmensethik zuordnen (vgl. Bassen/Jastram/Meyer 2005:231).
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation und Zielsetzung der Arbeit, die Umsetzung der europäischen CSR-Strategie im Ländervergleich zu untersuchen und Empfehlungen für Deutschland abzuleiten.
2 Das Konzept Corporate Social Responisibility (CSR): Erläutert das theoretische Fundament, ordnet CSR wirtschaftsethisch ein, grenzt es von artverwandten Begriffen wie CC und Nachhaltigkeit ab und analysiert Ansätze der strategischen Integration.
3 Die Europäische CSR-Strategie: Diskutiert die Rolle der Politik bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen und analysiert die europäische CSR-Strategie sowie deren Meilensteine und Vernetzung mit anderen europäischen Strategien.
4 Umsetzung der europäischen CSR-Strategie in Mitgliedsstaaten: Vergleicht die CSR-Politik in Großbritannien, Dänemark und Deutschland anhand von Instrumenten, Akteuren und nationalen Schwerpunkten und leitet Impulse für die deutsche Politik ab.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die Tragweite der europäischen CSR-Politik sowie zukünftige Entwicklungstendenzen.
Corporate Social Responsibility, CSR, Unternehmensethik, Europäische Union, CSR-Strategie, Ländervergleich, Großbritannien, Dänemark, Deutschland, Stakeholder Management, Nachhaltigkeit, Wirtschaftsethik, Politik, CSR-Instrumente, Berichtspflicht.
Die Arbeit untersucht die Umsetzung der europäischen CSR-Strategie in den Mitgliedsstaaten Großbritannien, Dänemark und Deutschland, um deren jeweilige Ansätze zu vergleichen und daraus Erkenntnisse für eine strategische Weiterentwicklung der deutschen CSR-Politik zu gewinnen.
Die zentralen Themen sind das Verständnis von CSR als unternehmensethisches Konzept, die Entwicklung der europäischen CSR-Politik, die Rolle nationaler Rahmenbedingungen und Instrumente sowie die Frage der strategischen Einbettung von CSR in die Unternehmensführung.
Das Ziel ist es, durch einen Ländervergleich aufzuzeigen, wie unterschiedliche europäische Staaten die europäische CSR-Strategie implementieren, um daraus Empfehlungen für eine zielgerichtete und wettbewerbsfähige CSR-Politik in Deutschland abzuleiten.
Die Arbeit verfolgt eine deduktive Herangehensweise, bei der zunächst theoretische Grundlagen (Wirtschaftsethik, CSR-Konzept) erarbeitet und anschließend die europäische Strategie sowie deren Umsetzung in drei ausgewählten Ländern anhand qualitativer Daten aus öffentlichen Quellen analysiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit CSR, eine detaillierte Aufarbeitung der europäischen Strategieentwicklung (Lissabon-Strategie, Nachhaltigkeitsstrategie, IPP) sowie einen umfassenden Ländervergleich der CSR-Politiken in UK, DK und DE.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Corporate Social Responsibility (CSR), Europäische CSR-Strategie, Ländervergleich, Unternehmensethik, Nachhaltigkeit, Stakeholder Management und CSR-Instrumente charakterisieren.
Großbritannien gilt als Vorreiter, da CSR dort seit längerem als integraler Bestandteil der Wirtschaftspolitik begriffen wird, umfangreiche Reporting-Vorgaben für Unternehmen existieren und eine Vielzahl an Kooperationsformaten zwischen Staat und Wirtschaft zur Anwendung kommt.
Die Freiwilligkeit ist ein zentraler Streitpunkt: Während Unternehmen die EU-Strategie als reine Förderpolitik (Promoter) ohne verbindliche Auflagen sehen, fordern Nichtregierungsorganisationen verstärkt rechtliche Mindeststandards und eine verpflichtende Berichterstattung zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung.
Die Berichterstattung dient als wichtiges Instrument zur Transparenz und Steuerung; während sie in Großbritannien und Dänemark zunehmend gesetzlich reguliert wird, besteht in Deutschland diesbezüglich noch Nachholbedarf bei den verpflichtenden Anforderungen.
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