Bachelorarbeit, 2004
31 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. DIE TYPISCHEN ERZÄHLERFIGUREN IM DETEKTIVROMAN
2.1. ALLGEMEINES
2.2. DER AUKTORIALE ERZÄHLER
2.3. DER NEUTRALE ERZÄHLER
2.4. DIE WATSON-FIGUR
2.5. DIE TÄTER-PERSPEKTIVE
2.6. DIE DETEKTIV-PERSPEKTIVE
2.7. DIE OPFER-PERSPEKTIVE
2.8. DIE MULTIPERSPEKTIVE
3. DIE ERZÄHLERFIGUR IN THE MURDER OF ROGER ACKROYD
3.1. DIE WATSON-FIGUR
3.2. DIE WATSON-FIGUR ALS SONDERFALL
3.3. DIE WIRKUNG DIESER PERSPEKTIVE
4. DIE ERZÄHLERFIGUR IN WACHTMEISTER STUDER
4.1. DER AUKTORIALE ER-ERZÄHLER
4.2. DIE WIRKUNG DIESER PERSPEKTIVE
5. DER VERGLEICH DER ERZÄHLERFIGUREN
5.1. ICH- UND ER-ERZÄHLER
5.2. DIE WIRKUNG DER UNTERSCHIEDLICHEN ERZÄHLPERSPEKTIVEN
6. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Erzählperspektiven in Agatha Christies "The Murder of Roger Ackroyd" und Friedrich Glausers "Wachtmeister Studer", um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Erzählweise sowie deren Wirkung auf den Leser herauszuarbeiten.
Die Watson-Figur als Sonderfall
Die Besonderheit an dieser Watson-Figur ist jedoch, dass sie gleichzeitig der Täter ist. Deshalb erfüllt sie nur scheinbar die Erwartungen des Lesers. Erst im nachhinein wird diesem die Doppelbödigkeit des Erzählers bewusst gemacht und er auf alle Textstellen hingewiesen, an denen der Erzähler absichtlich Leerstellen gelassen hat, die seine Täterschaft betreffen. „Diese Leerstellen umfassen den Mord selbst sowie diejenigen Handlungen des Arztes, mit welchen er seine eigene Spur zu verwischen sucht.“ Er weist sogar selbst darauf hin, dass er Dinge verschweigt, und begründet dies mit seinem Beruf:
“As a professional man, I naturally aim at discretion. Therefore I have got into the habit of continually withholding all information possible from my sister.”
Dabei kann der Leser ihm noch nicht einmal den Vorwurf der Lüge machen, da der Erzähler zwar einige relevante Dinge auslässt, aber ansonsten alles wiedergibt. Er stellt sich dabei nur so geschickt an, dass der Leser die eigentlich wichtigen Sätze, die Sheppard als Täter entlarven könnten, nicht als solche wahrnimmt.
1. EINLEITUNG: Es wird die Zielsetzung der Arbeit erläutert, die Erzählperspektiven von Christie und Glauser gegenüberzustellen und den Begriff des Detektivromans einzugrenzen.
2. DIE TYPISCHEN ERZÄHLERFIGUREN IM DETEKTIVROMAN: Vorstellung gängiger Erzählformen wie auktorialer Erzähler, Watson-Figur und Täter-Perspektive sowie deren Bedeutung für die Leserlenkung.
3. DIE ERZÄHLERFIGUR IN THE MURDER OF ROGER ACKROYD: Analyse des Ich-Erzählers Dr. Sheppard, der sowohl Watson-Figur als auch Täter ist.
4. DIE ERZÄHLERFIGUR IN WACHTMEISTER STUDER: Untersuchung des auktorialen Er-Erzählers bei Glauser und dessen filmische Erzählweise.
5. DER VERGLEICH DER ERZÄHLERFIGUREN: Zusammenfassender Vergleich der unterschiedlichen Erzählstile und deren Auswirkungen auf die Spannungserzeugung und Leserwahrnehmung.
6. FAZIT: Resümee über die Bedeutung der Erzählerfigur für die Qualität und den Erfolg eines Detektivromans.
Detektivroman, Erzählerfigur, Watson-Figur, Auktorialer Erzähler, Leserlenkung, Whodunit, Kriminalliteratur, Perspektive, Spannungsaufbau, Irreführung, Agatha Christie, Friedrich Glauser, The Murder of Roger Ackroyd, Wachtmeister Studer, Gattungskonventionen
Die Arbeit untersucht, wie unterschiedliche Erzählerfiguren in Detektivromanen gestaltet sind und wie sie die Wahrnehmung des Lesers steuern.
Im Zentrum stehen die Erzähltheorie im Detektivroman, die Rolle von "Watson-Figuren", auktoriales Erzählen und die bewusste Irreführung durch den Erzähler.
Das Ziel ist ein Vergleich der Erzählweisen von Agatha Christie ("The Murder of Roger Ackroyd") und Friedrich Glauser ("Wachtmeister Studer"), um Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse unter Einbeziehung von Fachliteratur zur Narrativik und Kriminalliteratur.
Es werden zunächst theoretische Typen von Erzählerfiguren definiert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der spezifischen Romane von Christie und Glauser sowie einem direkten Vergleich dieser.
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Detektivroman, Erzählperspektive, Watson-Figur, Leserlenkung und Gattungskonventionen definiert.
Weil die Autorin hier eine Watson-Figur als Ich-Erzähler einsetzt, die sich am Ende als der Täter selbst entpuppt, was eine klassische Regel des Genres bricht.
Glauser nutzt einen auktorialen Er-Erzähler mit filmischen Zügen, der Gedanken des Protagonisten mit der äußeren Handlung verknüpft, statt den Leser durch eine klassische "Watson-Figur" zu führen.
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