Magisterarbeit, 2008
152 Seiten, Note: 1,8
EINLEITUNG
1. WERBEANZEIGE
1.1 DEFINITION UND EIGENSCHAFTEN
1.2 KLASSISCHE UND REDAKTIONELLE ANZEIGEN
1.3 DIE KOMMUNIKATIVEN ELEMENTE DER ANZEIGE
1.3.1 Die Schlagzeile
1.3.2 Der Fließtext
1.3.3 Der Slogan
1.3.4 Besondere Formen von Textelementen
1.3.5 Bildelemente
2. DAS VERHÄLTNIS VON SPRACHE UND BILD
2.1 ZUM BEGRIFF DER SPRACHE-BILD-BEZIEHUNG
2.2 SPRACHE UND BILD ALS KOMMUNIKATIVER LEISTUNGSKOMPLEX
2.2.1 Ansatzpunkte zur Beschreibung von Sprache-Bild-Beziehungen
2.2.2 Gegenüberstellung von Sprache und Bild
2.2.3 Bilder als Texte
2.3 TYPOLOGIE VON SPRACHE-BILD-BEZIEHUNGEN
2.3.1 Syntaktisch-räumliche Aspekte
2.3.2 Informationsbezogene und global-semantische Aspekte
2.3.3 Aspekte einer visuell/verbalen Rhetorik (Visualisierungsmethoden)
2.4 DER „PICTURE RELATION TYPE“ – STÖCKLS ANALYSEMODELL FÜR SPRACHE BILD-BEZIEHUNGEN IN WERBEANZEIGEN
3. ANALYSE DER SPRACHE-BILD-BEZIEHUNGEN IN AUTOWERBE ANZEIGEN
3.1 MATERIAL UND METHODE
3.2 DIE POSITION DES BILDES IN BEZUG AUF DEN VERBALEN TEXT UND DIE SEMIOTISCHE KATEGORIE DES „VISUAL EMPHASIS“
3.3 DIE ART DER EINBETTUNG DES BILDES IN DAS GESAMTKOMMUNIKAT („ANCHORAGE“ UND „RELAY“)
3.4 SEMIOTISCHE UND TECHNISCHE BESCHAFFENHEIT DES BILDES
3.5 SEMIOTISCHE BESCHAFFENHEIT DES VERBALEN TEXTES
3.6 DIE GLOBALE SEMANTIK DES BILDES
3.7 DIE FUNKTION DES BILDES IN BEZUG AUF DEN VERBALEN TEXT (VISUALISIERUNGSMETHODEN)
3.8 DIE WIRKUNGSDIMENSION DER SPRACHE-BILD-BEZIEHUNG
3.9 DER VERBALISIERBARKEITSWERT DES BILDES
3.10 SCHLAGZEILE-BILD-BEZIEHUNGEN
3.11 ZUSAMMENFASSUNG DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
SCHLUSSWORT
Ziel der vorliegenden Magisterarbeit ist die Untersuchung der Sprache-Bild-Beziehungen in der modernen Printwerbung, speziell am Beispiel von 50 Autowerbeanzeigen. Dabei soll analysiert werden, wie verbale und visuelle Zeichensysteme kombiniert werden, um persuasive Strukturen im Gesamtkommunikat zu bilden.
1.1 Definition und Eigenschaften
Die Werbeanzeige gehört neben der Fernsehwerbung zu den bedeutendsten Werbemitteln. Die knappe und prägnante Definition von Hundhausen (1971: 256) lautet: „Anzeigen sind gestaltete Bekanntmachungen, die sichtbar dem Interesse des Bekanntmachenden dienen und deshalb meist bezahlt werden.“ Die für die Veröffentlichung von Werbeanzeigen wichtigsten Werbeträger sind Tages- und Wochenzeitungen, Publikums-, Fach- und Kundenzeitschriften, Anzeigenblätter und Supplements (vgl. Schierl 2001: 20).
Ein großer Vorteil der Anzeige im Unterschied zu den anderen Werbearten wie z. B. Fernseh-, Hörfunk- oder Kinowerbung besteht darin, dass sie keinen Kapazitätsgrenzen unterliegt (Schierl 2001: 25). Der Umfang eines Printmediums kann jeden Tag oder jede Woche aufs Neue bestimmt werden, während Errichtungen von Großflächen oder Litfaßsäulen nach Baugenehmigungen verlangen und bei der Fernsehwerbung eine frühzeitige Buchung notwendig ist.
Zu einer der wichtigsten Eigenschaften der Anzeige gehört, dass sie als einziges Werbemittel nicht an Raum und Zeit gebunden ist: Zeitungen und Zeitschriften können überall und zu jeder Zeit gelesen werden. Die anderen Werbemedien sind entweder von bestimmten Zeiten (z. B. Fernseh-, Hörfunk- und Kinowerbung) oder von einem bestimmten Platz (z. B. Plakat, Messen, Verkehrsmittelwerbung) abhängig. Außerdem ist die Anzeige neben der Fernseh- und Hörfunkwerbung das einzige Werbemittel, das nach Hause kommt und dort sogar erwartet wird, sie kann auch mehrfach gelesen und aufbewahrt werden.
EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung multimodaler Kommunikation und fordert eine verstärkte Einbeziehung bildlicher Elemente in die linguistische Textanalyse.
1. WERBEANZEIGE: Dieses Kapitel definiert das Werbemittel Anzeige und erläutert deren kommunikative Bausteine wie Schlagzeile, Fließtext, Slogan und Bild.
2. DAS VERHÄLTNIS VON SPRACHE UND BILD: Hier werden theoretische Grundlagen sowie verschiedene Typologien zur Beschreibung von Sprache-Bild-Beziehungen erörtert und Stöckls Analysemodell eingeführt.
3. ANALYSE DER SPRACHE-BILD-BEZIEHUNGEN IN AUTOWERBE ANZEIGEN: Das Kapitel dokumentiert die empirische Untersuchung von 50 Autowerbeanzeigen anhand des „picture relation type“ und bewertet die Ergebnisse hinsichtlich semantischer und funktionaler Aspekte.
SCHLUSSWORT: Das Schlusswort resümiert die gewonnenen Erkenntnisse über typische Sprache-Bild-Konstellationen in der Automobilwerbung und reflektiert die Anwendbarkeit des gewählten Analysemodells.
Sprache-Bild-Beziehung, Multimodalität, Werbeanzeige, Textlinguistik, Semiotik, Stöckl, Autowerbung, Visualisierungsmethoden, Anchorage, Relay, visuelle Rhetorik, Printwerbung, Bildsemiotik, Kommunikation, persuasive Struktur.
Die Arbeit untersucht, wie in moderner Printwerbung, speziell in der Automobilbranche, sprachliche und visuelle Elemente kombiniert werden, um eine Werbebotschaft zu vermitteln.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung multimodaler Kommunikation, die Klassifikation von Sprache-Bild-Beziehungen und die praktische Analyse von Werbeanzeigen auf ihre semantische und syntaktische Gestaltung.
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Zusammenwirken von Text und Bild zu entwickeln und aufzuzeigen, welche Konstellationen in der Autowerbung typisch sind.
Die Arbeit nutzt als methodische Basis das semiotische Analysemodell „picture relation type“ von Hartmut Stöckl, ergänzt durch textlinguistische Kriterien und visuelle Rhetorik.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition der Werbeanzeige und der Bild-Sprache-Typologie sowie einen praktischen Teil, in dem 50 Anzeigen aus der „Auto, Motor und Sport“ detailliert untersucht werden.
Wichtige Begriffe sind Multimodalität, Sprache-Bild-Beziehung, Semiotik, Textlinguistik, Anchorage, Relay, Visualisierungsmethoden und Autowerbeanzeigen.
Die Analyse untersucht, ob sich die Art der Sprache-Bild-Verknüpfung zwischen verschiedenen Preisklassen (von Kleinwagen bis Oberklasse) unterscheidet, um mögliche werbestrategische Unterschiede aufzudecken.
Anchorage verankert die Bildbedeutung durch den Text, während Relay ein reziprokes Verhältnis beschreibt, bei dem Bild und Text gemeinsam einen neuen Sinn auf einer höheren Ebene konstituieren.
Diese Methode ist laut Analyse die am häufigsten verwendete Gestaltungstechnik, bei der das Produkt bewusst in einen werblichen Kontext gesetzt wird, um positive Konnotationen zu erzeugen.
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