Magisterarbeit, 2010
139 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1. Heranführung an das Thema
1.2. Relevanz des Themas
1.3. Vorüberlegungen
1.4. Gliederung der Arbeit
1.5. Leitende Fragen und Forschungsziel
2. Bildungsmigration und die Mobilitätsprogramme der EU
2.1. Personenaustausch
2.1.1. Auslandsreisen und Bildungsprogramme als interkultureller Austausch
2.1.2. Defizite des Austausches im Allgemeinen
2.2. Rahmendaten der europäischen Bildungspolitik
2.3. Überblick der wichtigsten europäischen Bildungsprogramme
2.3.1. Comenius
2.3.2. Erasmus
2.3.3. Leonardo da Vinci
2.3.4. Grundvig
2.4. Das Programm Erasmus
2.5. Rahmendaten der Österreichischen Hochschulen und deren Studierenden im Bezug auf die Teilnahme am Erasmus-Programm
2.6. Die Universität Salzburg und Erasmus
3. Begriffsklärungen und Einbettung von Kultur in das Feld der interkulturellen bzw. transkulturellen Kommunikation
3.1. Kultur
3.1.1. Kulturmodelle
3.1.2. Kulturdefinition für das Feld der Kommunikationswissenschaft
3.1.3. Warum Kulturen sich unterscheiden
3.1.4. Kulturdistanzen und Verstehen fremder Kulturen
3.2. Kommunikation
3.2.1. Kommunikationsbegriff
3.2.2. Kommunikation als Element von Kultur
3.3. Formen der Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturen
3.3.1. Interkulturelle Kommunikation
3.3.2. Transkulturelle Kommunikation
3.3.3. Internationale Kommunikation
4. Verbindungen und Schnittstellen interpersoneller und interkultureller/transkultureller Kommunikation
4.1. Dimensionen kultureller Variabilität von Hofstede
4.1.1. Individualismus versus Kollektivismus
4.1.2. Maskulinität versus Femininität
4.1.3. Machtdistanz
4.1.4. Unsicherheitsvermeidung
4.1.5. Langfristige Orientierung versus Kurzfristige Orientierung
4.1.6. Die Bedeutung von Hofstedes Dimensionen kultureller Variabilität für den Vergleich ausgewählter Länder Europas
4.2. Kontextgebundene versus kontextungebundene Kultur
4.3. Organisationsmodell für das Studium von Kommunikation mit Fremden
4.3.1. Kodieren/ Dekodieren von Nachrichten
4.3.2. Kulturelle, soziokulturelle, psychokulturelle und Umwelteinflüsse
4.3.3. Kulturelle Strukturmerkmale
4.3.4. Der Besucher in einer fremden Kultur
4.4. Die offene Dimension
4.4.1. Sprache, Kultur und Kommunikation
4.4.2. Dialekte bzw. österreichisches Deutsch
4.4.3. Sprache und Übersetzung in einem interkulturellen/transkulturellen Kontext
4.4.4. Kommunikationsbarrieren und Missverständnisse
4.5. Die versteckte Dimension von Kultur
4.5.1. Proxemik
4.5.2. Kinesik
4.5.3. Chronemik
4.5.4. Haptik
4.5.5. Stille
4.5.6. Parasprache
4.5.7. Kleider- und Körpererscheinung
4.5.8. Olfaktik
5. Methode
5.1. Definition und Erhebungsmethode
5.2. Das Leitfadeninterview
5.3. Stichprobe und Durchführung der Leitfadeninterviews
5.4. Themenbereiche des Leitfadens
5.4.1. Allgemeine Angaben und Motive bzw. Ziele für den Auslandsaufenthalt in Salzburg
5.4.2. Ankunft, Wohnsituation in Salzburg und Sprachkenntnisse
5.4.3. Soziale Kontakte und interpersonelle Beziehungen
5.4.4. Sprache, Kultur und Kommunikation in einem interkulturellen bzw. transkulturellen Kontext
5.4.5. Österreich-Bild, Stereotypen und nichtverbale Kommunikation der Österreicher
5.5. Datenaufbereitung der Leitfadeninterviews
6. Auswertung und Analyse der Ergebnisse
6.1. Motive und Ziele für den Auslandsaufenthalt in Salzburg
6.2. Wohnsituation in Salzburg und Sprachkenntnisse
6.2.1. Wohnsituation
6.2.2. Sprache in der interkulturellen bzw. transkulturellen Kommunikation
6.3. Soziale Kontakte und interpersonelle Beziehungen
6.4. Kultur und Kommunikation in einem interkulturellen bzw. transkulturellen Kontext
6.4.1. Kommunikationsbarrieren und Probleme
6.4.2. Missverständnisse und interkulturelle Erfahrungen
6.5. Österreich-Bild und nonverbale Kommunikation der Österreicher
6.5.1. Österreichische Stereotype
6.5.2. Nonverbale Kommunikation
7. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
7.1. Allgemeine Zusammenfassung
7.2. Zusammenfassung der Ergebnisse
7.3. Beantwortung der Forschungsfrage und Fazit
8. Anhang
8.1. Literaturverzeichnis
8.2. Soziales Profil der befragten Erasmusstudierenden in Salzburg
8.3. Leitfaden
8.3.1. Leitfaden (deutsch)
8.3.2. Leitfaden (englisch)
8.3.3. Leitfaden (spanisch)
Die Magisterarbeit befasst sich mit den Kommunikationsproblemen und Missverständnissen, die bei Erasmusstudierenden an der Universität Salzburg im interkulturellen und transkulturellen Kontext auftreten. Ziel ist es, diese Herausforderungen im Alltag zu identifizieren, zu analysieren und mögliche Lösungsansätze für zukünftige Interaktionen aufzuzeigen.
1.1. Heranführung an das Thema
Die Universität Salzburg ermöglichte es mir zwei interessante Studiensemester in Spanien zu verbringen und ich erfuhr, was es heißt eine Austauschstudentin zu sein. Das war der Punkt, an dem ich angefangen habe mich für verschiedene Kulturen zu interessieren. Für mich war nach diesem Auslandsaufenthalt klar, dass ich etwas mit diesen besonderen Erfahrungen anfangen musste, um die Zeit nicht nur als schöne Reise in Erinnerung zu behalten.
An verschiedenen Ländern, dem Reisen und Menschen unterschiedlicher Kulturen war ich seit jeher interessiert. Ich erkannte, dass sich Fremdsprachen am besten im jeweiligen Land erlernen ließen und realisierte, dass es nicht genug war, die Landessprache zu sprechen, um die Menschen und deren Kultur zu verstehen.
In meiner Abschlussarbeit konzentriere ich mich auf Probleme, Schwierigkeiten und Missverständnisse bei effektiver Kommunikation von Personen verschiedener Kulturen. Erasmusstudierende in Salzburg sollen zu diesem Thema mittels Befragung analysiert werden. Mehr Komponenten als nur die verschiedenen Landessprachen tragen dazu bei, eine Verständigung zwischen Personen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen zu erzeugen, welche von mir aufgezeigt und diskutiert werden sollen.
Viele Menschen gehen davon aus, dass der Grund für Missverständnisse bei Kommunikationspartnern, die unterschiedlichen Kulturen angehören, in der nicht ausreichenden Sprachkompetenz des Gegenübers liegt. Jedoch ist linguistisches Wissen nicht genug, um eine effektive Kommunikation zwischen Menschen herzustellen. Missverständnisse entstehen oftmals dadurch, dass Normen und Regeln, welche die Kommunikation einer bestimmten Menschengruppe ausmachen, vom Kommunikationspartner nicht verstanden werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der interkulturellen Kommunikation ein, erläutert die Relevanz des Themas im Kontext von Austauschstudierenden und definiert die zentrale Forschungsfrage.
2. Bildungsmigration und die Mobilitätsprogramme der EU: Hier werden die Grundlagen der europäischen Bildungspolitik und die Mobilitätsprogramme, insbesondere Erasmus, dargestellt, um den Kontext der untersuchten Zielgruppe zu klären.
3. Begriffsklärungen und Einbettung von Kultur in das Feld der interkulturellen bzw. transkulturellen Kommunikation: Das Kapitel bietet eine theoretische Fundierung durch die Definition von Schlüsselbegriffen wie Kultur und Kommunikation sowie die Einordnung der verschiedenen Kommunikationsformen.
4. Verbindungen und Schnittstellen interpersoneller und interkultureller/transkultureller Kommunikation: Dieser Hauptteil analysiert die theoretischen Schnittstellen, erläutert Dimensionen kultureller Variabilität und beleuchtet Einflussfaktoren auf Kommunikationsprozesse.
5. Methode: Hier wird der methodische Ansatz der empirischen Sozialforschung beschrieben, insbesondere die Durchführung der Leitfadeninterviews mit Erasmusstudierenden.
6. Auswertung und Analyse der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Befunde zu Motiven, Wohnsituation, Sprachkenntnissen und den in der Praxis aufgetretenen Kommunikationsproblemen der Studierenden.
7. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Zum Abschluss werden die Ergebnisse reflektiert, die Forschungsfrage beantwortet und ein Ausblick auf die Bedeutung der Resultate gegeben.
8. Anhang: Der Anhang enthält das Literaturverzeichnis, das soziale Profil der Interviewpartner sowie die verwendeten Interviewleitfäden in verschiedenen Sprachen.
Interkulturelle Kommunikation, Transkulturelle Kommunikation, Erasmusstudierende, Universität Salzburg, Kommunikation, Kultur, Missverständnisse, Interpersonelle Beziehungen, Mobilitätsprogramme, Hofstede, Sprachbarrieren, Nonverbale Kommunikation, Ethnographie, Empirische Sozialforschung, Bildungsmigration
Die Arbeit untersucht, welche Kommunikationsprobleme und Missverständnisse bei Erasmusstudierenden während ihres Aufenthalts in Salzburg auftreten, wenn sie mit Menschen anderer kultureller Hintergründe interagieren.
Die zentralen Themen sind interkulturelle und transkulturelle Kommunikation, kulturelle Unterschiede in sozialen Interaktionen, die Rolle der Sprache und Dialekte sowie der Einfluss von kulturellen Werten und Normen auf den Kommunikationserfolg.
Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Kommunikationsbarrieren von Erasmusstudierenden aufzuzeigen und zu analysieren. Die Forschungsfrage lautet: „Welche Kommunikationsprobleme und Missverständnisse treten bei der interpersonellen Kommunikation zwischen Kommunikationspartnern unterschiedlicher Kulturen auf?“
Es wird eine empirische Methode angewandt, konkret handelt es sich um qualitative Leitfadeninterviews mit 19 Erasmusstudierenden, die zum Zeitpunkt der Erhebung in Salzburg studierten.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Einbettung von Kultur und Kommunikation, analysiert Dimensionen kultureller Variabilität nach Hofstede und untersucht die Rolle von Kontextabhängigkeit und nonverbaler Kommunikation.
Die wichtigsten Schlagworte sind interkulturelle Kommunikation, Erasmusstudierende, Kommunikationsbarrieren, kulturelle Identität, Sprachkenntnisse, Stereotype und soziale Netzwerke.
Der Dialekt wird von den meisten befragten Studierenden als größte Kommunikationsbarriere wahrgenommen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass Studierende mit meist nur mäßigen Deutschkenntnissen im Alltag auf regionale Sprachvarianten treffen, die sie oft nicht verstehen.
Ja, die Ergebnisse zeigen, dass sich Freundschaftsformationen oft anders entwickelten als geplant. Viele Studierende fanden ihre Kontakte primär innerhalb der Erasmus-Gruppe, da diese eine starke soziale und emotionale Stütze bietet, was den Kontakt zu einheimischen Österreichern manchmal erschwerte.
Die Wohnsituation im Studentenheim wurde als ausschlaggebend für die Häufigkeit sozialer Kontakte genannt. Das Zusammenleben mit anderen Studierenden erleichtert soziale Interaktionen enorm, was die Integration in die Erasmus-Gruppe fördert, aber manchmal die Konfrontation mit der einheimischen Kultur minimiert.
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