Examensarbeit, 2010
126 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Work & Travel- die etwas andere Art zu reisen
2.1 Was bedeutet überhaupt Work & Travel?
2.1.1 Das Working Holiday Maker (WHM) Programm
2.1.2 Von den Anfängen des WHM Programms bis ins Jahr 2008
2.1.3 Ein Blick auf das Jahr 2009
2.2 Die Jobsuche
2.2.1 „Traumjob“ zu vergeben
2.2.2 Die Auswirkungen auf den australischen Arbeitsmarkt
2.2.3 Was verdient man als WHM?
2.2.4 Work & Travel- ein teurer Spaß?
2.3 WWOOFing– arbeiten für Kost und Logis
2.4 Unterwegs in Down Under
2.4.1 Lonely Planet- die Bibel der Backpacker und WHM
2.4.2 Greyhound oder lift?
2.4.3 Youth Hostel oder Camper- Van? Das ist hier die Frage.
2.5 Studieren in Australien
3 Australien- das Land der Backpacker
3.1 Das Backpacking und der Backpacker
3.2 Die australischen Hotspots für Backpacker und WHM
3.3 Backpacker Trend am Beispiel South Australia
3.4 Backpacking– ein Gegenunternehmen zum Vulgärtourismus?
4 Reisemotivation
4.1 Die Motivation zu reisen
4.2 Die Reisemotivation der Backpacker
4.2.1 Statistik 2008 zur Reisemotivation der internationalen WHM
4.3 Der Auslandsaufenthalt- ein Muss in jedem Lebenslauf?
4.4 Der reisende Forscher
5 Einleitung
6 Aufbau und Ziele der Untersuchung
6.1 Forschungsdesign
6.2 Methodik und Aufbau der Fragebögen
6.3 Grenzen der Untersuchung
6.4 Ziele der Untersuchung
7 Ergebnisse und Schlussfolgerungen
7.1 Datenlage
7.2 Die Altershypothese (Hypothese 1)
7.2.1 Ergebnisse
7.2.2 Fazit
7.3 Die Geschlechterhypothese (Hypothese 2)
7.3.1 Ergebnisse
7.3.2 Fazit
7.4 Die Reise- und Feierhypothese (Hypothese 3)
7.4.1 Ergebnisse
7.4.2 Fazit
7.5 Die Sozialhypothese (Hypothese 4)
7.5.1 Ergebnisse
7.5.2 Fazit
7.5 Die Einmaligkeitshypothese (Hypothese 5)
7.5.1 Ergebnisse
7.5.2 Fazit
8 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Reisemotivation junger Deutscher, die einen Work & Travel Aufenthalt in Australien absolvieren, wobei insbesondere die altersspezifischen und geschlechtsspezifischen Unterschiede analysiert werden.
2.4.1 Lonely Planet- die Bibel der Backpacker und WHM
Ein Grund, warum die Population der Backpacker und WHM in Australien in den letzten Jahren so rapide angewachsen ist, ist das vermehrte Aufkommen von „alternativen Reiseführern“ (BROER 2005:11), die sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Backpacker und WHM orientiert. Sie enthüllen „Geheimtipps“ und verraten dem Leser „unberührte und billige Ziele abseits des Massentourismus“ (ebd.).
Die „Backpacker-Bibel“ (KRÖGER 2009:84, RICHARDS & WILSON 2004:35f.) unter den Reiseführern ist der Lonely Planet. Der erste Teil dieser Reihe wurde 1975 veröffentlicht und handelte von der Region Südostasien (SPREITZHOFER 1995:149). SPREITZHOFER (1998:979) sieht diese Veröffentlichung des ersten Lonely Planet als Geburt des Massenbackpackings und das Reiseziel Südostasien als dessen Geburtsort.
Für Australien gibt es mittlerweile fünf verschiedene Ausgaben des Lonely Planet (siehe Abb. 4). Jedes Buch behandelt eine bestimmte Region in Australien: Central Australia, East Coast, Perth & Western, Queensland & The Great Barrier Reef und Tasmania (BERKMOES 2008:536).
Neben den Regionalausgaben gibt es auch einen zusammenfassenden Reiseführer über Australien. Dieser befindet sich bereits in der 15. Auflage und ist weltweit der meist verkaufte Reiseführer über Australien (VAISUTIS 2010:1211).
1 Einleitung: Diese Arbeit analysiert die spezifischen Beweggründe junger Deutscher für einen Work & Travel Aufenthalt in Australien und schließt damit eine Forschungslücke zu den bisherigen internationalen Daten.
2 Work & Travel- die etwas andere Art zu reisen: Das Kapitel erläutert die Programme (Working Holiday Maker), die rechtlichen Voraussetzungen, die Arbeitsmarktsituation in Australien sowie praktische Aspekte wie Jobsuche und Reiseplanung.
3 Australien- das Land der Backpacker: Es wird definiert, was Backpacking bedeutet, und Australien als Ziel von Rucksacktouristen beleuchtet, inklusive der touristischen Infrastruktur und einem Fokus auf South Australia.
4 Reisemotivation: Dieser Teil erörtert theoretische Ansätze zur Reisemotivation und hinterfragt die Bedeutung von Auslandsaufenthalten für den Lebenslauf sowie die Rolle des Forschers auf Reisen.
5 Einleitung: Der Abschnitt leitet zum empirischen Teil über und verdeutlicht das Ziel, die Motivation deutscher WHM durch eine quantitative Studie zu erforschen.
6 Aufbau und Ziele der Untersuchung: Hier werden das Forschungsdesign, die quantitative Methodik mittels Fragebögen sowie die Grenzen und Hypothesen der Untersuchung dargelegt.
7 Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Die erhobenen Daten werden präsentiert und die aufgestellten Hypothesen zu Alter, Geschlecht, Reise-Feier-Verhalten, Soziales und Einmaligkeit diskutiert.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt eine Einschätzung zur zukünftigen Bedeutung von Work & Travel in Australien.
Australien, Work & Travel, Working Holiday Maker, Backpacking, Reisemotivation, Tourismus, Arbeitsmarkt, WWOOF, Individuelle Reise, Auslandsaufenthalt, Lebenslauf, Altershypothese, Geschlechterhypothese, Sozialhypothese, Einmaligkeitshypothese.
Die Examensarbeit analysiert die Reisemotivation junger deutscher Working Holiday Maker (WHM), die für einen Work & Travel Aufenthalt nach Australien reisen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Backpacking, die Bedingungen des Working Holiday Maker Programms, die Bedeutung von Reiseführern, Arbeitsmarktbedingungen in Australien und die psychologischen Hintergründe der Reisemotivation.
Das Hauptziel ist es herauszufinden, welche konkreten Motive junge Deutsche bewegen, ein Work & Travel Jahr in Australien zu absolvieren, und ob es dabei Unterschiede basierend auf Alter oder Geschlecht gibt.
Es wurde ein quantitatives Untersuchungsdesign mit einer Fragebogenerhebung gewählt, an der 150 junge deutsche Working Holiday Maker teilgenommen haben.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bezugsrahmen (Kapitel 2-4) und einen empirischen Teil (Kapitel 5-8), in dem die Ergebnisse der Umfrage auf Basis von fünf spezifischen Hypothesen analysiert werden.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Working Holiday Maker, Backpacking, Reisemotivation, Australien, quantitatives Forschungsdesign und individuelle Reiseplanung beschreiben.
Die Studie zeigt Tendenzen, dass ältere WHM (25 bis 30 Jahre) stärker das Motiv des „Easy-Life-Styles“ betonen, während jüngere WHM (18 bis 24 Jahre) die Naturlandschaften als Hauptmotiv für ihre Reise nennen.
Nein, die Untersuchung widerlegt die Hypothese, dass Frauen bei der Reiseplanung mehr Wert auf Sicherheit legen als Männer; vielmehr erwiesen sich die weiblichen WHM im Bereich des Abenteuermotivs als ebenso mutig.
Das Ergebnis zeigt, dass Feiern und Party machen zwar ein Reisemotiv sind, jedoch für die Mehrheit nicht als wichtiger angesehen werden als das Lernen oder die persönliche Wissenserweiterung.
Obwohl soziale Kontakte zu Gleichgesinnten und Einheimischen ein sehr wichtiger Aspekt der Reise sind, konnte nicht bestätigt werden, dass dies das absolute Hauptreisemotiv ist; die Naturlandschaften stehen als Motiv bei vielen an oberster Stelle.
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