Examensarbeit, 2010
51 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Biologische Grundlagen und Begriffsbestimmungen
2.1 Begriffsbestimmungen
2.1.1 Klonen
2.1.2 Klonen zu Fortpflanzungszwecken und Forschungsklonen zu therapeutischen Zwecken
2.1.3 Embryo
2.1.4 Totipotenz
2.1.5 Pluripotente und adulte Stammzellen
2.1.6 Embryonale Stammzellen (ES-Zellen) und embryonale Keimzellen (EG-Zellen)
2.2 Klontechniken
2.2.1 Embryosplitting
2.2.2 Klonen durch Zellkerntransfer
3 Klonen zu Fortpflanzungszwecken
3.1 Ziele und Anwendungsmöglichkeiten des reproduktiven Klonens
3.2 Ethische Betrachtung
3.2.1 Aktuelle ethische Zulässigkeit
3.2.2 Prinzipielle ethische Zulässigkeit
3.2.2.1 Menschenwürde
3.2.2.1.1 Unnatürlichkeit und ethische Unzulässigkeit
3.2.2.1.2 Instrumentalisierung und Selbstzwecklichkeit
3.2.2.1.3 Genetische Identität und personale Individualität
3.2.2.1.4 Psychologische Faktoren der Identitätsfindung
3.2.2.2 Utilitaristische Argumentation
3.2.2.3 Folgen des reproduktiven Klonens für die Gesellschaft
3.3 Fazit
4 Forschungsklonen zu therapeutischen Zwecken
4.1 Ziele, Anwendungsmöglichkeiten und Risiken
4.2 Ethische Betrachtung
4.2.1 Schutzanspruch von Embryonen
4.2.1.1 Ethische Betrachtung aus Sicht der Religionen
4.2.1.2 internationale Standpunkte
4.2.1.3 Philosophische Argumentationen
4.2.1.3.1 Kontinuitätsargument
4.2.1.3.2 Identitätsargument
4.2.1.3.3 Potenzialitätsargument
4.2.1.3.4 Spezies-Argument
4.2.1.3.5 Menschenwürde
4.2.1.3.6 Mensch-Sein und Person-Sein
4.2.1.4 Zusammenfassung
4.2.2 Dammbruchargumente
4.3 Konsequenzen
4.3.1 Prinzipielles Verbot des Forschungsklonens zu therapeutischen Zwecken
4.3.2 Aktuelles Verbot des Forschungsklonens zu therapeutischen Zwecken
4.3.3 Aktuelle, aber begrenzte Zulassung des Forschungsklonens zu therapeutischen Zwecken
4.4 Fazit
5. Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit von Klonierungsverfahren am Menschen, unterteilt in die Bereiche des reproduktiven Klonens und des Forschungsklonens zu therapeutischen Zwecken, um eine begründete ethische Bewertung der verschiedenen Positionen zu ermöglichen.
3.2.2.1.2 Instrumentalisierung und Selbstzwecklichkeit
Ein weiteres Argument, dass das Klonen gegen die Menschenwürde verstößt liefert Braun:
„Beim Klonen [...] liegt eine Verletzung der Menschenwürde vor, weil die so „gemachten“ Menschen nach Maßgabe der Zwecke anderer geschaffen werden; sie sollen bestimmte Eigenschaften, Merkmale oder Fähigkeiten haben, um bestimmte Zwecke zu erfüllen. Oder sie sollen schlicht der Vernutzung dienen.“
Der Klonierungsvorgang bedeutet hier also eine Instrumentalisierung des Klons. Der Klon dient einem bestimmten Zweck, würde es diesen nicht geben, so würde der Klon nicht existieren. Wenn es einmal als legitim gilt, einen Menschen als Instrument zu behandeln, so würde sich diese Betrachtungsweise schnell verallgemeinern. Denn wenn es in einem Fall legitim ist, warum sollte es dann in einem andern nicht auch legitim sein?
1 Einleitung: Hinführung zum Thema der ethischen Debatte um das Klonen und Darlegung des Forschungsanliegens.
2 Biologische Grundlagen und Begriffsbestimmungen: Definition der zentralen Begriffe wie Klonen, Embryo, Stammzellen sowie Erläuterung der technischen Verfahren.
3 Klonen zu Fortpflanzungszwecken: Ethische Auseinandersetzung mit dem reproduktiven Klonen unter Berücksichtigung von Menschenwürde, Identitätsaspekten und gesellschaftlichen Folgen.
4 Forschungsklonen zu therapeutischen Zwecken: Analyse der Kontroverse um das Forschungsklonen, insbesondere bezüglich des Schutzanspruchs des Embryos.
5. Schlussbemerkung: Resümee der ethischen Bewertung, das sich kritisch gegen das reproduktive Klonen ausspricht und auch beim therapeutischen Klonen erhebliche Bedenken äußert.
Klonen, Menschenwürde, Embryo, Stammzellen, Reproduktives Klonen, Forschungsklonen, Bioethik, Instrumentalisierung, Identität, Totipotenz, Zellkerntransfer, Ethische Zulässigkeit, Therapeutisches Klonen, Embryosplitting, Schutzanspruch
Die Arbeit widmet sich der ethischen Beurteilung von Klonierungsverfahren am Menschen im Kontext der Philosophie und Ethik.
Die Arbeit ist in zwei Hauptteile gegliedert: das reproduktive Klonen (Erzeugung eines kompletten Menschen) und das Forschungsklonen zu therapeutischen Zwecken.
Das Ziel ist es, die verschiedenen ethischen Argumente und Positionen zum Klonen von Menschen zu beleuchten und kritisch zu bewerten, ohne dabei eine endgültige Lösung für die komplexe Debatte zu erzwingen.
Es handelt sich um eine philosophisch-ethische Untersuchung, die auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auseinandersetzung mit ethischen Prinzipien (wie der Menschenwürde und dem Utilitarismus) basiert.
Besonders zentral sind die Menschenwürde, das Instrumentalisierungsverbot, die Identitätsfindung sowie der moralische Schutzanspruch von Embryonen.
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie Klonen, Bioethik, Menschenwürde, Embryonenschutz und die Unterscheidung zwischen therapeutischem und reproduktivem Klonen.
Der Autor argumentiert, dass beim reproduktiven Klonen eine Verletzung der Menschenwürde vorliegt, da das Kind zum Mittel für fremde Zwecke (Instrumentalisierung) gemacht wird und die Identitätsentwicklung des Klons gefährdet ist.
Die Hauptkritik richtet sich hier auf den hohen Bedarf an Eizellen und den damit verbundenen Verschleiß von Embryonen, was ethische Fragen hinsichtlich des Lebensbeginns und der Instrumentalisierung von Frauen bei der Eizellgewinnung aufwirft.
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