Bachelorarbeit, 2010
61 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit analysiert die Reform der europäischen Handels- und Entwicklungspolitik und untersucht die Auswirkungen des neuen Partnerschaftsabkommens von Cotonou, insbesondere auf die Beziehungen zwischen der EU und Afrika. Im Zentrum steht die Frage, ob die neuen "Economic Partnership Agreements" (EPAs) einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in den AKP-Staaten leisten oder ob sie eher zu einer Verfestigung asymmetrischer Machtverhältnisse führen.
Kapitel I führt in die Thematik der europäischen Handels- und Entwicklungspolitik ein und beleuchtet die theoretischen Grundlagen des Konzepts der Nord-Süd-Kooperation und der Dependenztheorie. Kapitel II widmet sich der Geschichte der europäischen Afrikastrategie und analysiert die neuartigen Elemente des Partnerschaftsabkommens von Cotonou, insbesondere die Einführung der "Economic Partnership Agreements". Kapitel III fokussiert auf die Auswirkungen von Freihandel in Kamerun und untersucht die Herausforderungen, die durch die EPAs für die Entwicklung des Landes entstehen.
Europäische Handels- und Entwicklungspolitik, Partnerschaftsabkommen von Cotonou, Economic Partnership Agreements (EPAs), Freihandel, Entwicklungszusammenarbeit, Nord-Süd-Kooperation, Dependenztheorie, asymmetrische Beziehungen, Afrikastrategie, Kamerun, CEMAC.
Es ist ein im Jahr 2000 unterzeichnetes Abkommen zwischen der EU und den AKP-Staaten (Afrika, Karibik, Pazifik), das die Handels- und Entwicklungspolitik auf eine neue rechtliche Basis stellt.
EPAs sind Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, die auf eine Liberalisierung des Handels zwischen der EU und regionalen Gruppen von AKP-Staaten abzielen und WTO-konform sein sollen.
Kritiker befürchten den Zusammenbruch lokaler Märkte, den Verlust von Ernährungssouveränität und eine verstärkte Abhängigkeit von europäischen Exporten.
Die Dependenztheorie geht davon aus, dass die Unterentwicklung des "Südens" durch die strukturelle Abhängigkeit von den Industrienationen des "Nordens" bedingt und aufrechterhalten wird.
In Kamerun führt die Marktöffnung oft zu zunehmender Armut in ländlichen Gebieten, da lokale Kleinbauern nicht mit subventionierten europäischen Agrarprodukten konkurrieren können.
Die Arbeit behauptet, dass zwischen den formulierten Entwicklungszielen der EU und der politischen Realität der Handelsabkommen eine deutliche Diskrepanz besteht.
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