Diplomarbeit, 2010
94 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Banken und Sparkassen in Deutschland
2.1 Bankenmarkt
2.2 Anlagegeschäft
2.3 Kreditgeschäft
3 Geschäftspraktiken im Privatkundengeschäft von Banken und Sparkassen
3.1 Vertriebsstrategien
3.2 Anlagegeschäft
3.2.1 Rolle des Kunden
3.2.2 Anlageberatung
3.2.3 Produktkonditionen
3.2.4 Empirische Untersuchung zur Unterstützung der Ergebnisse
3.3 Kreditgeschäft
3.3.1 Rolle des Kunden
3.3.2 Kreditberatung und -entscheidung
3.3.3 Kreditkonditionen
3.3.4 Umschuldungssituation
3.3.5 Empirische Untersuchung zur Unterstützung der Ergebnisse
3.4 Mitarbeiterführung
3.4.1 Geschäftspraktiken
3.4.2 Empirische Untersuchung zur Unterstützung der Ergebnisse
4 Kritische Bewertung der Geschäftspraktiken
4.1 Anlagegeschäft
4.2 Kreditgeschäft
4.3 Mitarbeiterführung
5 Handlungsempfehlungen
5.1 Staat
5.2 Konsument
5.3 Bank
6 Zusammenfassung und Ausblick
A Anhang: Befragung
A.1 Anlageberatung
A.2 Konsumentenkredite
A.3 Mitarbeiter einer Bank
B Anhang: Abbildungen
Die Arbeit untersucht das Privatkundengeschäft von Banken und Sparkassen hinsichtlich potenziell problematischer Geschäftspraktiken. Ziel ist es, unter Anwendung der Prinzipal-Agenten-Theorie und wohlfahrtstheoretischer Kriterien Marktversagen zu identifizieren und auf Basis einer eigenen empirischen Untersuchung Handlungsempfehlungen für Staat, Konsumenten und Banken abzuleiten, um Effizienzsteigerungen zu ermöglichen.
1.1. Problemstellung
Die Geschäftsfelder einer Bank lassen sich in ein Privatkunden- und ein Firmenkundengeschäft aufteilen. Das Firmenkundengeschäft ist den starken und schwachen Phasen des Konjunkturzyklus unterworfen. Ausgelöst durch spekulative Finanzgeschäfte befindet sich die Wirtschaft seit 2008 in einer starken Rezession. Durch die gesunkene gesamtwirtschaftliche Aktivität ist das Firmenkundengeschäft und vor allem das Anlagegeschäft im Investment Banking unter Druck. Die Risikobereitschaft ist gesunken, es bestehen Vertrauensdefizite zwischen den Banken und das Zinsniveau der Zentralbanken ist auf einem historischen Tief.
Das Privatkundengeschäft besteht aus dem Einlagen- und dem Kreditgeschäft. Es ist klassischerweise weniger volatil und kann helfen die Konjunkturzyklen zu glätten. Banken haben also zurzeit ein Interesse am Ausbau der Privatkundensparte. Gerade das Anlagegeschäft muss sich durch die jüngsten Verwerfungen der Kapitalmärkte allerdings der Kritik vieler Interessengruppen stellen. Privatanleger stehen vor der Frage, ob mangelnde Risikoaufklärung und der starke Vertriebsfokus der Banken zu vermeidbaren Risiken geführt haben könnten. Die Krise bietet die Chance, die Geschäftspraktiken der Banken genauer zu betrachten.
Das Kreditgeschäft kann in Krisenzeiten Einbrüche der privaten Haushaltseinkommen kompensieren und dient so dem Ausgleich konjunktureller Schwankungen des privaten Konsums. Der private Konsum hat den größten Anteil an der Verwendung des Bruttoinlandsprodukt (BIP). Durch eine vermehrte Aufklärung verschiedener Interessengruppen und einer breiten Öffentlichkeit, nicht zuletzt durch Unterhaltungssendungen im privaten Rundfunk, bietet sich auch hier die Chance einer genaueren Betrachtung der Geschäftspraktiken.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Bankgeschäftspraktiken sowie Definition der Forschungsfrage und des methodischen Vorgehens.
2 Banken und Sparkassen in Deutschland: Theoretische Grundlagen zum deutschen Bankenmarkt, zur Rolle der Banken als Finanzintermediäre und zum rechtlichen Rahmen.
3 Geschäftspraktiken im Privatkundengeschäft von Banken und Sparkassen: Detaillierte Darstellung der Vertriebsstrategien, der Praktiken in Anlage- und Kreditgeschäft sowie der Führungsmethoden bei Bankmitarbeitern, ergänzt durch eine eigene empirische Untersuchung.
4 Kritische Bewertung der Geschäftspraktiken: Wohlfahrtstheoretische Analyse der zuvor dargestellten Geschäftspraktiken unter Berücksichtigung von Marktversagen und der Prinzipal-Agenten-Problematik.
5 Handlungsempfehlungen: Ableitung konkreter Maßnahmen für den Staat, die Konsumenten und die Banken zur Steigerung der Markteffizienz und Stärkung der Unternehmensethik.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der zentralen Ergebnisse und Impulse für zukünftige Forschungsansätze.
Banken, Sparkassen, Privatkundengeschäft, Geschäftspraktiken, Anlageberatung, Kreditgeschäft, Mitarbeiterführung, Corporate Social Responsibility, Marktversagen, Prinzipal-Agenten-Theorie, Finanzdienstleistungen, Kundenzufriedenheit, Verbraucherschutz, Scoring-Modelle, Empirische Untersuchung.
Die Diplomarbeit untersucht problematische Geschäftspraktiken im Privatkundengeschäft von Banken und Sparkassen, insbesondere vor dem Hintergrund der durch die Finanzkrise verstärkten Kritik an der Anlageberatung und Kreditvergabe.
Die zentralen Felder umfassen Vertriebsstrategien, das Anlagegeschäft (insb. Anlageberatung), das Kreditgeschäft (insb. Ratenkredite und Umschuldungen) sowie die Auswirkungen von Mitarbeiterführung und Anreizsystemen.
Das Ziel ist es, nach einer theoretischen und empirischen Analyse problematische Praktiken aufzudecken, ökonomisch zu bewerten und Handlungsempfehlungen zu formulieren, um Marktversagen zu mindern und die Effizienz zu steigern.
Neben einer ausführlichen Literaturrecherche und der theoretischen Einordnung (u.a. Prinzipal-Agenten-Theorie) führt der Autor eine eigene internetgestützte empirische Befragung durch, um die theoretischen Erkenntnisse mit Praxisdaten zu stützen.
Der Hauptteil analysiert detailliert, wie Banken ihre Vertriebsziele erreichen, wie Kunden beraten werden, welche Rolle das Scoring-System bei Krediten spielt und wie Mitarbeiter durch Leistungsboni gesteuert werden.
Wesentliche Begriffe sind Anlageberatung, Konsumentenkredite, Provisionssteuerung, Marktversagen, Corporate Social Responsibility und Anlegerschutz.
Ein Hauptproblem ist die provisionsgetriebene Beratung, bei der die eigene Produktpalette der Bank im Vordergrund steht und der Abschlussdruck oft zu unpassenden, kostenintensiven Produkten für den Kunden führt.
Die RSV wird häufig als selbstverständlicher Bestandteil oder gar Bedingung für Kredite dargestellt, was die Kosten für den Kunden signifikant erhöht, während die Bank gleichzeitig hohe Provisionen einstreicht.
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