Diplomarbeit, 2009
88 Seiten
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Gewaltdarstellungen in Fernsehsendungen auf Gewaltausübungen in der Gesellschaft. Sie analysiert die Debatte um Mediengewalt und befasst sich mit der Frage, ob und wie Mediengewalt zu realer Gewalt führen kann. Die Arbeit beleuchtet verschiedene Erklärungsansätze für die Nutzung von Mediengewalt und untersucht verschiedene Medienwirkungstheorien, die sich mit der Wirkung von Gewaltdarstellungen auseinandersetzen.
Die Einleitung stellt die Thematik der Mediengewalt vor und skizziert die Aktualität des Themas. Kapitel 2 beschäftigt sich mit dem Gewaltbegriff und differenziert zwischen fiktiven und realen Gewaltdarstellungen. Kapitel 3 gibt einen Überblick über die Geschichte der Gewaltwirkungsforschung und stellt die wichtigsten Phasen der Forschung dar. Kapitel 4 beleuchtet verschiedene Erklärungsansätze für die Nutzung von Mediengewalt, darunter die Mood-Management-Theorie, die Excitation-Transfer-Theorie und die Dispositionstheorie. Kapitel 5 analysiert verschiedene Medienwirkungstheorien, die sich mit der Wirkung von Gewaltdarstellungen auseinandersetzen, wie beispielsweise die Katharsis- und Inhibitionsthese und die Suggestionsthese. Kapitel 6 stellt verschiedene sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden vor und analysiert ausgewählte Untersuchungen und Ergebnisse.
Mediengewalt, Gewaltforschung, Gewaltdarstellungen, Medienwirkung, Katharsis-Theorie, Inhibitionstheorie, Suggestionstheorie, Habitualisierungstheorie, Mood-Management-Theorie, Excitation-Transfer-Theorie, Dispositionstheorie, Sensation-Seeking-Ansatz, Empirische Forschung, Meta-Analysen, Feldstudien, Laborstudien, Längsschnitt- und Querschnittuntersuchungen.
Diese Frage ist zentral in der Medienwirkungsforschung. Während einige Thesen starke Effekte vermuten, sehen andere Ansätze die Medien eher als einen von vielen Faktoren in einem komplexen sozialen Gefüge.
Die Katharsis-These geht davon aus, dass das Betrachten von fiktiver Gewalt beim Zuschauer eigene Aggressionen abbauen und somit eine reinigende Wirkung haben kann. Diese These ist jedoch wissenschaftlich stark umstritten.
Diese These besagt, dass der häufige Konsum von Gewaltdarstellungen zu einer Abstumpfung (Desensibilisierung) führt, wodurch reale Gewalt als normaler oder weniger schlimm wahrgenommen wird.
Sie erklärt, dass Rezipienten Medieninhalte gezielt auswählen, um ihre eigene Stimmung zu regulieren – etwa um Langeweile zu vertreiben oder Erregung zu suchen.
Die Suggestionsthese untersucht, ob Berichterstattungen oder Filme über Morde und Amokläufe eine Vorbildfunktion für potenzielle Nachahmungstäter haben könnten.
Laborstudien finden unter kontrollierten Bedingungen statt, während Feldstudien das Verhalten von Menschen in ihrer natürlichen Umgebung untersuchen, was oft praxisnähere Ergebnisse liefert.
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