Masterarbeit, 2010
94 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitungsteil
1.1 Umfeld und Ausgangssituation
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung und Motivation
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen
2.1. Ausgangssituation am Klinikum Nürnberg
2.2. Zentrenbildung in Krankenhäusern
2.2.1. Ziele der Zentren
2.2.2. Arten von Zentren
2.2.3. Überblick realisierter Zentren
2.2.4. Befürchtung der medizinischen Mitarbeiter
2.3. Grundlagen, Konzepte und Werkzeuge der Zentrenbildung
2.3.1. Leistungs- und Funktionsplanung sowie Raum- und Flächenplanung
2.3.2. Organisationtsheoretische Modelle
2.3.2.1. Organisationeller Rahmen
2.3.2.2. Elemente der Zentrenbildung
2.3.3. Projektmanagement und -umsetzung
2.3.4. Change-Management
2.3.5. Marketing und Markenbildung
3. Methoden
3.1. Projektorganisation
3.1.1. Teilprojekt: Bau
3.1.2. Teilprojekt: Betriebsorganisation
3.1.3. Projektleitung und Projektmitarbeiter
3.2. Projektkommunikation
3.3. Projektzeitplan
4. Ergebnisse
4.1. Projektunterstützende Tätigkeiten
4.1.1. Projekt- und Changemanagement
4.1.2. Projektkommunikation und Markenbildung
4.2. Räumliche Ausgestaltung
4.3. Aufbauorganisation
4.3.1. Allgemeine Struktur
4.3.2. Integration der beteiligten Kliniken
4.3.3. Zusammenarbeit mit zentralen Diensten
4.4. Ablauforganisation
4.4.1. Realisierte Softwaretools
4.4.2. Organisation des Patientenmanagements
4.4.3. Personelle Veränderungen
4.5. Anpassung der bestehenden Strukturen der beteiligten Kliniken
5. Diskussion
5.1. Diskussion der Methoden und Ergebnisse
5.1.1. Projektdurchführung
5.1.1.1. Projektorganisation
5.1.1.2. Projektmanagement
5.1.1.3. Changemanagement
5.1.2. Projektergebnisse
5.1.2.1. Ausgestaltung des Erdgeschosses im Erweiterungsgebäude
5.1.2.2. Aufbauorganisation
5.1.2.3. Ablauforganisation
5.1.2.4. Zusammenfassende Beurteilung der Zentrenbildung am Klinikum Nürnberg
5.2. Erfolgsfaktoren der Zentrenbildung an Krankenhäusern
6. Ausblick
Das Hauptziel der Arbeit ist die Untersuchung der strategischen und operativen Umsetzung der interdisziplinären Zentrenbildung in Krankenhäusern am Beispiel des Herz-Gefäß-Zentrums am Klinikum Nürnberg, um Erfahrungen für vergleichbare Projekte nutzbar zu machen.
1.1 Umfeld und Ausgangssituation
„Jedes fünfte Krankenhaus in Deutschland steht vor dem Exitus“. Mit solchen Schlagzeilen wird die finanzielle Situation der deutschen Krankenhäuser in den Medien dargestellt. Trotz der etwas populistischen Formulierung steckt ein wahrer Kern in dieser Aussage. Die deutschen Krankenhäuser sehen sich zunehmendem finanziellem Druck ausgesetzt. Die gedeckelten Erlöse in Verbindung mit stetig steigenden Fallzahlen, Personal- und Materialkosten stellen die Kliniken vor die Herausforderung der Effizienzsteigerung. Neben vielen verschiedenen Ansätzen zur Steigerung der Rentabilität, ist auch die Zentrenbildung ein beliebtes Mittel bei den Krankenhäusern. Dabei wird unter dem Sammelbegriff Zentrum nahezu jede tatsächliche oder auch nur virtuelle Kooperation von Ärzten oder Fachabteilung zusammengefasst und marketingtechnisch propagiert.
Auch das Klinikum Nürnberg, welches mit über 2.500 Betten, 5.600 Mitarbeitern und 36 Kliniken und Instituten als Haus der Maximalversorgung jährlich 90.400 stationäre und 93.300 ambulante Patienten an fünf Standorten versorgt, steht vor finanziellen Herausforderungen. Daher wurden verschiedene Projekte, Programme und Offensiven mit dem Ziel der Ergebniskonsolidierung initiiert. Eines der Projekte hat den Bau eines Erweiterungsgebäudes am Klinikum-Süd und die Gründung eines Herz-Gefäß-Zentrums, in dem die Klinken der Kardiologie, Gefäßchirurgie und Herzchirurgie vereint werden, als Ziel.
Das zweistöckige Erweiterungsgebäude ist über zwei Verbindungsgänge direkt mit dem Hauptgebäude des Klinikum-Süds verbunden und bietet im Obergeschoss Raum für technische Innovationen. So wird neben Einleitungs-, Ausleitungs-, Aufwach-, Besprechungs- und Befundungsräumen ein klassischer OP, ein Hybrid OP und eine EPU-Kardioangiographie Einheit mit magnetgesteuerter Stereotaxis verwirklicht. Das Erdgeschoss steht für die Kliniken der Kardiologie, Gefäßchirurgie und Herzchirurgie zur Verfügung.
1. Einleitungsteil: Einführung in die finanzielle Situation deutscher Krankenhäuser und die Zielsetzung des Projekts zur Zentrenbildung am Beispiel des Klinikums Nürnberg.
2. Grundlagen: Erörterung der Ausgangssituation, Definition und Ziele der Zentrenbildung sowie theoretische Konzepte zu Raumplanung, Projektmanagement und Change-Management.
3. Methoden: Beschreibung der gewählten Stabs-Projektorganisation, der Projektkommunikation und der methodischen Vorgehensweise bei der Umsetzung der Teilprojekte.
4. Ergebnisse: Detaillierte Darstellung der räumlichen Gestaltung, der Aufbau- und Ablauforganisation sowie der IT-gestützten Prozessoptimierungen im neuen Zentrum.
5. Diskussion: Kritische Reflexion der Projektdurchführung, der erreichten Ergebnisse sowie Zusammenfassung der Erfolgsfaktoren für die Zentrenbildung.
6. Ausblick: Einordnung des Trends zur Zentrenbildung im Kontext künftiger Entwicklungen im Krankenhausmanagement und Notwendigkeit weiterer wissenschaftlicher Studien.
Zentrenbildung, Krankenhausmanagement, Herz-Gefäß-Zentrum, Prozessoptimierung, Projektmanagement, Change-Management, Interdisziplinarität, Raumplanung, Funktionsplanung, Klinikorganisation, IT-Unterstützung, Ergebniskonsolidierung, Markenbildung, Patientenmanagement, Qualitätsmanagement
Die Arbeit analysiert die strategische und operative Etablierung eines interdisziplinären Zentrums in einem Krankenhaus, konkretisiert am Beispiel des Herz-Gefäß-Zentrums am Klinikum Nürnberg.
Die zentralen Themen umfassen Projektmanagement, Change-Management, Raum- und Funktionsplanung sowie die organisatorische Integration eigenständiger medizinischer Kliniken.
Das Hauptziel besteht darin, die Erfahrungen aus der Zentrenbildung am Klinikum Nürnberg zu dokumentieren und zu evaluieren, um daraus Erkenntnisse für ähnliche Projekte in anderen Häusern abzuleiten.
Der Autor nutzt eine praxisorientierte Projektbeschreibung, ergänzt durch Stakeholder-, Risiko- und SWOT-Analysen sowie eine qualitative Bewertung der Prozessveränderungen im Rahmen der Zentrenbildung.
Der Hauptteil fokussiert sich auf die Projektorganisation, die räumliche Ausgestaltung (Erweiterungsbau), die neue Aufbau- und Ablauforganisation sowie den Einsatz neuer IT-Systeme zur Optimierung des Patientenmanagements.
Wichtige Begriffe sind Zentrenbildung, interdisziplinäre Versorgung, Prozessorientierung, Klinikorganisation und Change-Management.
Das Zentrum nutzt ein strukturiertes Change-Management, das auf Transparenz, Partizipation der Mitarbeiter bei Entscheidungen und eine offene Kommunikationskultur setzt, um Widerstände abzubauen.
Die Entscheidung basiert darauf, zunächst den Routinebetrieb abzuwarten, um auf Basis realer Abläufe ein fundiertes Qualitätsmanagement aufzubauen, wobei die Strukturen bereits normkonform entwickelt wurden.
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