Examensarbeit, 2010
77 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung
2.1. Definition und Abgrenzung der Begriffe Adipositas und Übergewicht
2.2. Diagnostik
2.2.1. Body Mass Index (BMI)
2.2.2. Weitere Diagnostische Verfahren
3. Prävalenz von Adipositas und Übergewicht im Kindes- und Jugendalter
4. Ursachen
4.1. Genetische Faktoren
4.2. Fehlerhafte Ernährung
4.3. Bewegungsmangel
4.4. Adipogene Umweltfaktoren
4.4.1. Gesellschaft
4.4.2. Familie
4.4.3. Psychologische Einflüsse
4.4.4. Medienkonsum
4.4.5. Zwischenfazit
5. Konsequenzen von kindlicher Adipositas und Übergewicht
5.1. Körperliche Konsequenzen
5.2. Psychosoziale Folgen
5.3. Zwischenfazit
6. Außerschulische Präventions- und Interventionsprojekte
6.1. PowerKids (AOK)
6.2. FITOC (Freiburg Intervention Trial for Obese Children)
6.3. Obeldicks (Vestische Kinderklinik)
6.4. Walking Bus
6.5. PAPI (Uni Paderborn)
7. Kritische Reflexion der Projekte
8. Ansätze zur Anwendung in der schulischen Praxis
9. Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die Problematik von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen aufzuzeigen und die Möglichkeiten der Schule zu evaluieren, präventiv und intervenierend zu wirken. Dabei steht die Frage im Fokus, welche außerschulischen Projektansätze sich für eine Implementierung in den schulischen Alltag eignen.
4.4.4. Medienkonsum
Die KiGGS-Studie (2007) kommt zu dem Ergebnis, dass 95,9 % der 11- bis 17-Jährigen täglich fernsehen oder Video schauen und 92,5 % täglich Musik hören. Der Computer und das Internet werden von 76,0 % dieser Altersgruppe genutzt, Spielkonsolen von 33,5 % und Mobiltelefone von 62,0 % der Jugendlichen (Lampert, Sygusch & Schlack, 2007, S. 646).
Wie man anhand der Daten Ergebnisse deutlich erkennen kann, spielt die Beschäftigung mit elektronischen Medien für das Freizeitverhalten der Jugendlichen eine bedeutende Rolle. Die Daten des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS), die mit Fokus auf die 11- bis 17-Jährigen ausgewertet wurden, bestätigen die starke Nutzung elektronischer Medien. Allerdings zeigen sich deutliche gruppenspezifische Unterschiede. So verbringen Jungen mehr Zeit als Mädchen mit Computer und Internet und Spielkonsole, während Mädchen häufiger mobil telefonieren und Musik hören. Video schauen ist bei Jungen und Mädchen gleichermaßen populär. Jugendliche aus Familien mit niedrigerem Sozialstatus oder geringerer Schulbildung beschäftigen sich weitaus häufiger und länger mit elektronischen Medien, insbesondere mit Fernsehen/Video, Spielkonsole und Handy.
Mit Hinblick auf die Themenstellung der vorliegenden Arbeit stellt sich die Frage, inwieweit die intensive Mediennutzung auf Kosten der körperlich-sportlichen Aktivität und der gesundheitlichen Entwicklung der Heranwachsenden geht (Lampert et al., 2007, S. 645).
Ein kausaler Rückschluss auf die Entstehung der Adipositas durch übermäßigen Fernsehkonsum ist jedoch durch solche Studien nicht möglich. Gut vorstellbar ist nämlich auch, dass adipöse Kinder gerade aufgrund ihres Übergewichts vermehrt fernsehen. Für die Tatsache, dass die vorliegende Befundlage für den epidemischen Anstieg des Übergewichts im Kindes- und Jugendalter mitverantwortlich ist, sprechen jedoch drei Annahmen: Erstens ersetzt Fernsehen körperliche Aktivität und führt somit zu einem erniedrigten Energieverbrauch (Robinson, 2001, zitiert nach Hebebrand & Bös 2005, S. 57).
1. Einleitung: Darstellung der wachsenden Problematik von Adipositas bei Kindern und Festlegung des Zieles, Interventionsmöglichkeiten für die Schule zu erarbeiten.
2. Begriffsbestimmung: Klärung und Abgrenzung der Begriffe Übergewicht und Adipositas sowie Vorstellung gängiger Diagnostikmethoden wie dem BMI.
3. Prävalenz von Adipositas und Übergewicht im Kindes- und Jugendalter: Analyse der aktuellen Verbreitung von Adipositas anhand nationaler und internationaler Studien.
4. Ursachen: Untersuchung multifaktorieller Ursachen wie Genetik, Ernährung, Bewegungsmangel und adipogener Umweltfaktoren.
5. Konsequenzen von kindlicher Adipositas und Übergewicht: Erörterung der physischen Folgekrankheiten sowie der psychosozialen Belastungen für betroffene Kinder.
6. Außerschulische Präventions- und Interventionsprojekte: Detaillierte Vorstellung etablierter Programme wie PowerKids, FITOC, Obeldicks, Walking Bus und PAPI.
7. Kritische Reflexion der Projekte: Evaluierung der vorgestellten Programme hinsichtlich ihrer Ansätze und Erfolgsaussichten.
8. Ansätze zur Anwendung in der schulischen Praxis: Konkrete Handlungsempfehlungen für Schulen in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Elternarbeit.
9. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Adipositas-Problematik und Plädoyer für eine verstärkte Investition in Prävention durch Politik und Gesellschaft.
Adipositas, Übergewicht, Kindesalter, Gesundheitsförderung, Prävention, Intervention, Bewegungsmangel, Fehlernährung, BMI, Schulsport, Medienkonsum, Psychosoziale Folgen, Schulische Praxis, PAPI, Obeldicks
Die Arbeit behandelt die Problematik von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen und untersucht, wie außerschulische Projekte diese angehen und welche Konzepte davon in den Schulalltag übertragen werden können.
Neben den medizinischen und psychosozialen Ursachen und Folgen von Adipositas liegt der Fokus auf verschiedenen Interventionsprojekten, der Elternarbeit und Möglichkeiten der Bewegungsförderung im schulischen Umfeld.
Das primäre Ziel ist es, Übergewicht und Adipositas als relevante Gesundheitsthemen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Schulen durch gezielte Maßnahmen zur Prävention beitragen können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse bestehender Studien und der kritischen Reflexion ausgewählter Interventionsprojekte basiert.
Der Hauptteil analysiert die Ursachen (Genetik, Umwelt), Folgen (metabolisches Syndrom, Stigmatisierung), stellt spezifische Programme (PowerKids, Obeldicks, etc.) vor und diskutiert praktische Ansätze für den Schulalltag.
Kernbegriffe sind unter anderem Adipositas, Prävention, Schulische Praxis, Bewegungsmangel, BMI und Gesundheitsförderung.
Der Autor sieht die Schule als essenzielle Sozialisationsinstanz, die durch interdisziplinäre Ansätze und die Vernetzung mit externen Partnern einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsbildung leisten kann.
Das PAPI-Projekt zeichnet sich durch einen ganzheitlichen, modularen Aufbau aus, der das Kind von der Schwangerschaft bis zum Ende der Grundschulzeit begleitet und Akteure wie Eltern, Lehrer und Ärzte vernetzt.
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