Examensarbeit, 2009
132 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. IDENTITÄT – DIE FRAGE NACH DEM EIGENEN „ICH“
2.1 Identität in der Literatur – verschiedene Definitionsansätze
2.2 Spannungsfelder innerhalb des heutigen Verständnis von Identität
2.2.1 Identität als Spannung zwischen den Epochen
2.2.2 Identität als Prozess
2.2.3 Identität zwischen Kohärenz und Kontinuität
2.2.4 Identität und Alterität
2.2.5 Identität als Selbsterzählung
2.3 Das Identitätsmodell nach Heiner Keupp
2.3.1 Identitätsarbeit
2.3.2 Identitätskonstruktion
3. KULTUR, JUGEND UND JUGENDKULTUR
3.1 Kultur und Gesellschaft im Wandel
3.1.1 Gesellschaft im 21. Jahrhundert
3.1.2 Zum Kulturbegriff
3.2 Jugend – früher und heute
3.2.1 Die Entwicklung der Generation Jugend
3.2.2 Jugend heute
3.2.3 Jugend und Bildung
3.2.4 Zur Bedeutung von Musik für Jugendliche
3.3 Jugendkulturen
3.3.1 Die historische Entwicklung
3.3.2 Jugendkulturen heute
4. SOZIALISATION – MUSIKALISCHE SOZIALISATION
4.1 Sozialisation und Sozialisationskonzepte
4.1.1 Annäherung an die Begrifflichkeit
4.1.2 Verschiedene Sozialisationskonzepte
4.1.3 Die Schule als Sozialisationsinstitution
4.2 Musikalische Sozialisation
4.2.1 Rezeption von Musik – Das Hören in der heutigen Umwelt
4.2.2 Zur sozialen Bedeutung von Musik
4.2.3 Sozialisationsinstanzen
4.2.4 Stadien der musikalischen Sozialisation
4.2.5 Musikpräferenzen und Musikgeschmack
4.2.6 Das Konzept der (musikalischen) Selbstsozialisation
5. KRITERIEN ZUR ANALYSE MUSIKALISCHER SOZIALISATION IN SPIELFILMEN
5.1 Vorstellung des Films
5.2 Sozialisationsprozesse
5.3 Musikalische Sozialisation im Film
5.4 Die Darstellung
5.5 Resümee
6. „MÄDCHEN IN UNIFORM“
6.1 Vorstellung des Films
6.1.1 Inhaltsangabe
6.1.2 Vorstellung der Hauptcharaktere
6.1.3 Zeitliche Einordnung
6.2 Sozialisationsprozesse und ihre Darstellung
6.2.1 Die Umwelt im Internat
6.2.2 Die Rolle des „Stifts“
6.2.3 Möglichkeiten der Identitätskonstruktion
6.2.4 „Fräulein von Bernburg sagt ‚Gute Nacht‘ “
6.2.5 „Manuela gesteht ihre Zuneigung“
6.2.6 „Der Wandel der Oberin“
6.3 Musikalische Sozialisationsprozesse und ihre Darstellung
6.3.1 Das musikalische Umfeld der Hauptcharaktere
6.3.2 „In der Halle“
6.3.3 „So nimm denn meine Hände“
6.3.4 „Herr Adjutant“
6.4 Resümee
7. „DIE KINDER DES MONSIEUR MATHIEU“
7.1 Vorstellung des Films
7.1.1 Inhaltsangabe
7.1.2 Vorstellung der Hauptcharaktere
7.1.3 Zeitliche Einordnung
7.2 Sozialisationsprozesse und ihre Darstellung
7.2.1 Die Instanzen der Umwelt
7.2.2 „Fond de L’Etang“
7.2.3 Möglichkeiten der Identitätskonstruktion
7.2.4 „Schreibaufgabe“
7.2.5 „Fußball“
7.2.6 „Abschied“
7.3 Musikalische Sozialisationsprozesse und ihre Darstellung
7.3.1 Das musikalische Umfeld
7.3.2 „Das Experiment beginnt“
7.3.3 „Musikalische Selbstsozialisation“
7.3.4 „Mathieu und Morhange“
7.4 Resümee
8. „MUSIC OF THE HEART"
8.1 Vorstellung des Films
8.1.1 Inhaltsangabe
8.1.2 Vorstellung der Hauptcharaktere
8.1.3 Musikerziehung in den USA
8.2 Sozialisationsprozesse und ihre Darstellung
8.2.1 Das Umfeld der Hauptcharaktere
8.2.2 Die Schule in East Harlem
8.2.3 Möglichkeiten der Identitätskonstruktion
8.2.4 „Guadeloupe“
8.2.5 „Das Gespräch über die Scheidung“
8.2.6 „Der Familienstreit“
8.3 Musikalische Sozialisationsprozesse und ihre Darstellung
8.3.1 Das musikalische Umfeld
8.3.2 „Die erste Unterrichtsstunde“
8.3.3 „Hausmusik“
8.3.4 „Das große Konzert in der Carnegie Hall“
8.4 Resümee
9. FAZIT
10. ANHANG
Die Arbeit verfolgt das Ziel, theoretische Aspekte der musikalischen Sozialisation auf die Welt des Spielfilms anzuwenden, um zu untersuchen, wie Sozialisationsprozesse und Identitätsbildung im Film dargestellt werden und welche Rolle die Musik in diesem Kontext für die Charaktere spielt.
6.2.2 Die Rolle des „Stifts“
Das „Stift“ ist in diesem Film für die Mädchen, wie auch die Lehrerinnen, zu Hause und Schule in einem. Sie lernen, essen, schlafen und verbringen ihre Freizeit dort. Dennoch kann es nicht als das bezeichnen werden, was andere Menschen als Zuhause betrachten.
Das Haus selbst wirkt alt und ehrwürdig, mit gusseisernen Toren. Die Eingangshalle wirkt groß, der steinerne Boden teuer und die weitläufige Treppe sehr schön. Aber es gibt keine Farben in dem Gebäude, alles ist weiß und grau und den Mädchen ist es nicht gestattet, die große Treppe zu benutzen, sie müssen über die kleine quadratische Treppe hinaufsteigen, von der sich Manuela bei ihrem Selbstmordversuch stürzen möchte.
Der Schlafsaal der Mädchen ist spartanisch eingerichtet, er enthält nur Betten. Im Aufenthaltsraum steht ein großer Tisch und jedes Mädchen hat einen Schrank zur Verfügung. Die Klassenzimmer sind traditionell eingerichtet, Einzeltische frontal nach vorne gerichtet, wo die Lehrerin an einem größeren Tisch vor der Tafel sitzt.
Auch die Regeln des „Stifts“ sind streng und genau. Die Mädchen müssen ihre „Uniformen“ tragen und die Haare streng zurückbinden. Sie müssen sich an die Regeln des Hauses halten, sonst droht Strafe. Wenn sie gemeinsam gehen, marschieren sie im Gleichschritt. Alles sieht nach einer reinen Drill- und Lernschule aus. Ihr Essen ist genau abgezählt. Sparen ist eine Tugend und die Köchinnen müssen sogar die Butter vom Brot zurücknehmen.
1. EINLEITUNG: Führt in das Thema ein, begründet die Wahl des Titels und erläutert die Relevanz der Verbindung von musikpädagogischen Theorien mit der Analyse von Spielfilmen.
2. IDENTITÄT – DIE FRAGE NACH DEM EIGENEN „ICH“: Erläutert Identitätsbegriffe und -konzepte, insbesondere das Modell von Heiner Keupp, als Grundlage für das Verständnis der Identitätskonstruktion.
3. KULTUR, JUGEND UND JUGENDKULTUR: Beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und dessen Einfluss auf die Lebensphase Jugend sowie die Bedeutung von Jugendkulturen und Musik für Jugendliche.
4. SOZIALISATION – MUSIKALISCHE SOZIALISATION: Definiert den Sozialisationsbegriff, diskutiert verschiedene Konzepte und analysiert die Rolle der Schule sowie die musikalische Sozialisation im Lebenslauf.
5. KRITERIEN ZUR ANALYSE MUSIKALISCHER SOZIALISATION IN SPIELFILMEN: Legt die methodischen Kriterien fest, nach denen die ausgewählten Filme hinsichtlich ihrer Darstellung von Sozialisationsprozessen untersucht werden.
6. „MÄDCHEN IN UNIFORM“: Analysiert Sozialisations- und musikalische Sozialisationsprozesse in diesem Film anhand ausgewählter Szenen unter Anwendung der zuvor entwickelten Kriterien.
7. „DIE KINDER DES MONSIEUR MATHIEU“: Untersucht die Rolle der Musik und die Entwicklung der Charaktere in diesem Internatsfilm auf Basis des theoretischen Rahmens.
8. „MUSIC OF THE HEART": Bewertet die Sozialisationsprozesse und die Bedeutung der Musikerziehung im Kontext dieses Films, der eine wahre Geschichte darstellt.
9. FAZIT: Führt die Ergebnisse der Analysen zusammen und diskutiert die Übertragbarkeit der theoretischen Konzepte auf die Spielfilme sowie die Bedeutung der musikalischen Sozialisation.
10. ANHANG: Enthält das Literaturverzeichnis und das Abbildungsverzeichnis.
Musikalische Sozialisation, Identität, Heiner Keupp, Spielfilm, Jugendkultur, Sozialisationskonzepte, Musikpädagogik, Identitätskonstruktion, Identitätsarbeit, Selbstsozialisation, Musikgeschmack, Musikerziehung, Sozialisationstheorien, Mädchen in Uniform, Die Kinder des Monsieur Mathieu, Music of the Heart
Die Arbeit untersucht, wie musikalische Sozialisation und Identitätsbildungsprozesse in Spielfilmen dargestellt werden und inwieweit musikpädagogische Theorien auf diese filmischen Darstellungen angewendet werden können.
Zentral sind die Identitätstheorie nach Heiner Keupp, der gesellschaftliche Wandel, das Verständnis von Jugend und Jugendkultur sowie der Prozess der Sozialisation im Kontext musikalischer Erziehung.
Das Ziel ist es, ein Kriterienraster zur Analyse musikalischer Sozialisation in Spielfilmen zu entwickeln und dieses an drei ausgewählten Beispielen anzuwenden, um die Darstellung dieser Prozesse zu evaluieren.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung soziologischer und musikpädagogischer Konzepte als Fundament für eine qualitative Filmanalyse, bei der beispielhafte Szenen detailliert untersucht werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Identität, Kultur, Jugend und Sozialisation sowie einen praktischen Analyseteil, in dem die Spielfilme „Mädchen in Uniform“, „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ und „Music of the Heart“ detailliert betrachtet werden.
Musikalische Sozialisation, Identitätskonstruktion, Musikpädagogik, Filmische Analyse, Soziologische Identitätstheorie.
Die Filme wurden ausgewählt, um einen zeitlichen Bogen über fast ein Jahrhundert zu spannen und unterschiedliche Schultypen und internationale Kontexte abzubilden, was einen vielschichtigen Vergleich ermöglicht.
Die Schule wird als zentrale Institution für Sozialisation identifiziert, die in allen untersuchten Filmen eine maßgebliche Rolle bei der musikalischen Erziehung und der Persönlichkeitsentwicklung der Charaktere spielt.
Die Autorin stellt fest, dass Filme zwar als „realitätsfern“ eingestuft werden können, dennoch aber komplexe Prozesse der Identitätsbildung und sozialen Interaktion greifbar machen und die transformative Kraft der Musik eindrucksvoll vermitteln.
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