Bachelorarbeit, 2017
65 Seiten, Note: 1,7
Diese Arbeit untersucht, wie die Einführung und Umsetzung der Industrie 4.0 sowie die damit einhergehende Digitalisierung und Automatisierung die zukünftige Arbeitswelt und die Entwicklung der Beschäftigungs- und Arbeitslosenquote in Deutschland beeinflussen wird. Dabei wird die Hypothese verfolgt, dass die bisher positive Entwicklung der Beschäftigungs- und Arbeitslosigkeit gestoppt und ein Umschwung in die entgegengesetzte Richtung eingeleitet wird.
2.5.2.1. Das Internet der Dinge und Dienste und Smart Products
Der Grundgedanke, den Tim Berners-Lee bei der Erfindung des World Wide Web im Jahr 1989 hatte, war die Bereitstellung einer Plattform für Forscher zum übergreifenden Informationsaus-tausch. Dieser Ursprungsgedanke wurde mehrfach revolutioniert und führte schließlich dazu, dass jeder Nutzer des World Wide Web auf eine Vielzahl von Informationen zugreifen konnte. Nach dem Internetzugang am Personal Computer sowie dem mobilen Internet mittels Tablets und Smartphones ist das Internet der Dinge die nächste Stufe der intelligenten Vernetzung.
Das Internet der Dinge enthält alle webfähigen Objekte und Produkte. Durch die Einführung des Internetprotokolls IPv62 ist eine flächendeckende und unmittelbare Vernetzung von Gegenstän-den über das Internet möglich, denn IPv62 liefert ausreichend Adressen für eine eindeutige Iden-tifikation. Somit sind die Möglichkeiten der intelligenten Vernetzung nicht nur auf die Produktion begrenzt, sondern reichen auch in andere Wirtschaftszweige, wie dem Gesundheitswesen, der Agrarwirtschaft und dem privaten Konsum hinein.
Im Jahr 2013 lag die Zahl der vernetzen Geräte bei lediglich 3,03 Milliarden. 2014 war die Anzahl bereits auf 3,75 Milliarden und 2015 auf 4,88 Milliarden angestiegen. Aktuell sind 8,4 Milliarden Konsum- und Wirtschaftsgüter mit dem Internet verbunden. Die Gartner-Analysten rechnen bis zum Jahr 2020 mit einer Vernetzung von bis zu 20,4 Milliarden Gegenständen.
Der Ansatz zum „Internet of ThinksThings" (IoT) stammt bereits aus dem Jahr 1991 und wurde von Mark Weiser geprägt. Er war überzeugt davon, dass mehrere Sensoren mit Hilfe des Ubiquitous Computing miteinander kommunizieren konnten. Ubiquitous Computing meint die Verarbeitung und Versendung von Informationen und Daten zwischen einzelnen Objekten inner-halb eines Systems. Diese Objekte werden mit passender Mikroelektronik und Sensorik sowie entsprechenden Kommunikationsmodulen und einer angemessenen Rechenleistung ausgestat-tet. Dabei ist es notwendig, dass jedes Element mittels einer IP-Adresse eine eindeutige Iden-tität erhält. Durch diese Zuteilung können später, zum Beispiel in der Fertigungstechnik, alle Maschinen die benötigten Produktionsmittel über das unternehmensinterne Netzwerk erreichen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Industrie 4.0 ein und begründet die Forschungsfrage nach den Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt, wobei eine mögliche negative Entwicklung der Beschäftigungs- und Arbeitslosenzahlen als Hypothese aufgestellt wird.
2. Historischer Hintergrund: Hier wird die geschichtliche Entwicklung des Arbeitsmarktes von der Agrarrevolution bis zu den industriellen Revolutionen 1.0, 2.0 und 3.0 nachgezeichnet, um die Grundlage für das Verständnis der Arbeitswelt 4.0 und ihrer Schlüsseltechnologien zu legen.
3. Entwicklung des Arbeitsmarktes in Deutschland: Das Kapitel analysiert die retrospektive Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes anhand von Wirtschaftssektoren, Arbeitslosenquoten und Erwerbstätigenzahlen von 1850 bis 2016 und beleuchtet die bisherigen Auswirkungen der Digitalisierung.
4. Mögliche Konsequenzen von Industrie 4.0 für den Arbeitsmarkt: In diesem Hauptteil werden aktuelle Studien zu den prognostizierten Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt in Deutschland untersucht und die Transformation von Produktionsweisen sowie die Rolle des Menschen in der Smart Factory, inklusive Chancen und Risiken, erörtert.
5. Fazit: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, bewertet die Konsequenzen der Automatisierung und Digitalisierung und formuliert Handlungsempfehlungen für Unternehmen und den Staat angesichts der bevorstehenden Herausforderungen.
Industrie 4.0, Arbeitsmarkt, Digitalisierung, Automatisierung, Beschäftigungsquote, Arbeitslosenquote, Cyber-Physische-Systeme, Internet der Dinge, Smart Factory, Cloud Computing, Big Data, Wertschöpfungskette, Qualifizierungsbedarf, Demografischer Wandel, Deutschland
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der Industrie 4.0 und der damit verbundenen Digitalisierung und Automatisierung auf den deutschen Arbeitsmarkt, insbesondere auf die Entwicklung von Beschäftigungs- und Arbeitslosenquoten.
Zentrale Themenfelder sind die Implementierung von Industrie 4.0, die Analyse von Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, der historische Kontext industrieller Revolutionen, Schlüsseltechnologien wie das Internet der Dinge und Cyber-Physische-Systeme, sowie zukünftige Prognosen und Einflussfaktoren wie demografischer Wandel.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, wie die Einführung von Industrie 4.0 die zukünftige Arbeitswelt beeinflussen wird, basierend auf der Hypothese, dass die bisher positive Entwicklung der Beschäftigung einen Umschwung erfahren könnte.
Die vorliegende Ausarbeitung ist eine theoretische Abhandlung, die auf verschiedenen Studien und Marktforschungen basiert und somit im Rahmen der Sekundärforschung angesiedelt ist.
Im Hauptteil werden der historische Hintergrund industrieller Revolutionen, die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes von 1850 bis 2016, die Schlüsseltechnologien der Industrie 4.0 (z.B. IoT, Smart Factory) sowie die möglichen Konsequenzen von Industrie 4.0 für den Arbeitsmarkt, basierend auf aktuellen Studien, behandelt.
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Industrie 4.0, Arbeitsmarkt, Digitalisierung, Automatisierung, Beschäftigungsquote, Arbeitslosenquote, Cyber-Physische-Systeme und Wertschöpfungskette.
Industrie 4.0 geht über die Mechanisierung, Massenproduktion und Automatisierung früherer Revolutionen hinaus, indem sie eine globale Vernetzung von Maschinen und Produkten anstrebt, die eine eigenständige Organisation und Informationsaustausch innerhalb der Wertschöpfungskette ermöglicht.
RFID-Chips und Smart Products sind entscheidend für die kundenindividuelle Massenproduktion, da sie als Datenträger fungieren, die Informationen über das Produkt und dessen Herstellungsprozess bereithalten. Dadurch können Maschinen selbstständig die benötigten Produktionsschritte lesen und die Fertigung autonom anpassen.
Neben den Chancen wie Effizienzsteigerung und Kostenreduktion birgt Industrie 4.0 Risiken wie Herausforderungen in IT- und Datensicherheit, steigende Komplexität des Gesamtsystems, hohe Investitionskosten und die Notwendigkeit einheitlicher Kommunikationsstandards sowie klarer Regeln für autonome Systeme.
Die Studien des IAB und der ING DiBa unterscheiden sich in ihren Prognosen: Die IAB-Studie geht von einem moderateren Rückgang von insgesamt 100.000 Arbeitsplätzen bis 2030 aus, während die ING DiBa ein drastischeres Ergebnis prognostiziert, wonach 18,3 Millionen sozialversicherungspflichtige und geringfügig beschäftigte Arbeitsplätze in ihrer jetzigen Form bedroht sind.
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