Bachelorarbeit, 2022
39 Seiten, Note: 2,7
Diese Bachelorarbeit analysiert die Leistungsbeeinträchtigung von Fußballprofis der deutschen Bundesliga nach einer COVID-19-Infektion. Das Hauptziel ist es, die Spielerperformance vor und nach einer COVID-19-Erkrankung quantitativ zu untersuchen und festzustellen, ob infizierte Spieler signifikante Produktivitätseinbußen erleiden.
4. Die COVID-19-Pandemie und ihre Folgen
Mit der durch die COVID-19-Pandemie verursachten Zwangspause in der Deutschen Fußball Bundesliga im März 2020, wurden neue Debatten über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs eröffnet. Auf der einen Seite erhöhte sich der Druck, dass die Liga fortgesetzt wird, auf der anderen Seite äußerten die Sportmediziner ihre Skepsis. Der Kardiologe Martin Halle, Leiter der Sportmedizin an der Technischen Universität München, beschrieb die damalige Lage mit folgenden Worten:
„Offensichtlich ist es so, das beobachtet man bei vielen Erkrankungen der Lunge, dass das Herz mitbeteiligt sein kann, also dass es zu einer Herzbeutelentzündung kommen kann, oder vielleicht sogar zu einer Herzmuskelentzündung führt und das ist dann das, was in Zukunft Probleme machen kann. Alles Fragen, die dann auch im Leistungssport von zentraler Bedeutung sind. Wenn der nicht die obersten fünf Prozent seiner Leistung bringen kann, weil da minimale Schäden des Herzens und der Lunge zurück geblieben sind, dann kommt der nicht mehr an sein Maximum heran.“ (Deutschlandfunk, 2020).
Aktuelle wissenschaftliche Studien des Robert Koch-Instituts (RKI) veröffentlichten eine Auflistung der am häufigsten beobachteten Symptome „Müdigkeit, Erschöpfung und eingeschränkte Belastbarkeit, Kurzatmigkeit (...) schwere chronische Beeinträchtigung der körperlichen und psychischen Funktionsfähigkeit und eine ausgeprägte Verschlechterung nach leichter körperlicher Belastung" (RKI, 2022).
Die Problematik bei einer Infizierung spiegelt sich bei der Erholung wider. Die Genesung von einer leichten SARS-CoV-2-Infektion erfolgt üblicherweise innerhalb von sieben bis zehn Tagen nach Einsetzen der Symptome bei einer leichten Erkrankung; bei schwerer oder kritischer Erkrankung kann es drei bis sechs Wochen andauern (Raveendran, Jayadevan & Sashidharan, 2021). Eine persistente Beobachtung der Patienten, die sich von COVID-19 erholt haben, konstatierte jedoch, dass ein oder mehrere Symptome bei einem erheblichen Prozentsatz der Menschen bestehen bleiben, sogar Wochen oder Monate nach der Genesung von COVID-19 (Raveendran, Jayadevan & Sashidharan, 2021).
In den sozialen Medien tauschten sich Menschen über jene anhaltenden Symptome nach der Erstinfizierung aus, so dass die Terminologie „Long COVID“ entstanden ist (RKI, 2022). Die Italienerin, Elisa Perego, aus der Lombardei, einem sehr hart getroffenen Hotspot, prägte das Wort um ihre Erfahrungen mit der Krankheit als zyklisch, progressiv und mehrphasig zusammenzufassen (Callard & Perego, 2021).
1. Einleitung: Dieses Kapitel beschreibt den Ausbruch der COVID-19-Pandemie, deren globale Auswirkungen auf den Sport, insbesondere die Deutsche Fußball-Bundesliga, und leitet die Forschungsfrage zur Leistungsfähigkeit von Spielern nach einer Infektion ab.
2. Fußballunternehmen in Deutschland: Hier wird die wirtschaftliche Bedeutung des Deutschen Fußball-Bundes und der Bundesliga erläutert, die finanziellen Strukturen sowie die Verknüpfung von wirtschaftlichen und sportlichen Zielen der Vereine beleuchtet.
3. Humankapital: Das Kapitel definiert Humankapital allgemein und spezifisch, beleuchtet die Bedeutung von Gesundheit als Humankapital und transferiert das Konzept auf Fußballspieler als grundlegende Produktionsfaktoren und Vermögenswerte.
4. Die COVID-19-Pandemie und ihre Folgen: Dieser Abschnitt diskutiert die gesundheitlichen Auswirkungen von COVID-19, insbesondere auf Leistungssportler, und listet häufig beobachtete Langzeitfolgen und Symptome auf, die die Leistungsfähigkeit beeinflussen können.
5. Empirische Analyse: Die Methodik der quantitativen Untersuchung wird vorgestellt, inklusive Variablenbildung, statistischer Auswertung mittels t-Tests und Regressionsanalysen sowie die deskriptive Darstellung der Ergebnisse zur Spielerleistung vor und nach einer COVID-19-Infektion.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen, bestätigt Leistungsbeeinträchtigungen nach COVID-19 und betont die Relevanz von Gesundheitspolitik und Prävention im Sport für nachhaltige Produktivität.
COVID-19, Fußball-Bundesliga, Spielerleistung, Humankapital, Produktivität, Sportökonomie, empirische Analyse, t-Test, Regression, Marktwert, Alter, Gesundheitsmanagement, Long COVID, Leistungsabruf, Fußballprofis
Die Arbeit untersucht, ob und wie die COVID-19-Pandemie die Leistungen von Fußballprofis der deutschen Bundesliga beeinträchtigt hat, insbesondere im Hinblick auf physische und bewertete Spielfähigkeiten.
Die zentralen Themenfelder sind die Auswirkungen von COVID-19 auf sportliche Leistungen, die ökonomischen Aspekte deutscher Fußballvereine, die Humankapitaltheorie im Profifußball und die empirische Analyse von Spielerdaten.
Das primäre Ziel ist es, die Spielerperformance vor und nach einer COVID-19-Erkrankung zu analysieren und festzustellen, ob infizierte Spieler Produktivitätseinbußen erleiden.
Es wird eine quantitative empirische Analyse durchgeführt, die t-Tests für abhängige Gruppen, Regressionsanalysen und deskriptive Auswertungen zur Hypothesenprüfung nutzt.
Der Hauptteil beleuchtet die wirtschaftlichen Strukturen der Fußballunternehmen, die Humankapitaltheorie im Kontext des Fußballs, die gesundheitlichen Folgen von COVID-19 und präsentiert die empirischen Ergebnisse der Spielerleistungsanalyse.
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie COVID-19, Fußball-Bundesliga, Spielerleistung, Humankapital, Produktivität, Sportökonomie, empirische Analyse, Marktwert und Alter.
Für die Leistungsanalyse wurden Spielminuten, Laufleistungen und Spielerbenotungen der Fußballprofis vor und nach einer COVID-19-Infektion als Indikatoren verwendet.
Die Analyse zeigt, dass ältere Spieler tendenziell eine höhere Laufleistung nach der Infektion aufweisen und auch mehr Spielminuten absolvieren als jüngere Spieler, was auf eine robustere Leistungsfähigkeit oder Erfahrung hindeutet.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein höherer Marktwert eines Spielers die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass seine Laufleistung nach der COVID-19-Infektion steigt, und er auch tendenziell bessere Spielernoten erhält.
Im Fußball ist neben dem allgemeinen Humankapital besonders das spezifische Humankapital wichtig, das teamspezifisches Know-how, eingeübte Spielzüge und Taktiken umfasst, die nur im Zusammenspiel mit Teamkollegen effektiv sind.
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