Masterarbeit, 2022
88 Seiten, Note: 1,7
Das Hauptziel dieser Master-Thesis ist es, die gegenwärtige Situation in Unternehmen hinsichtlich der psychischen und physischen Gesundheit von Arbeitnehmern im Kontext der Arbeitswelt 4.0 und New Work zu analysieren. Dies geschieht auf Basis eines Online-Fragebogens, um darauf aufbauend Potenziale und Risiken für die Gesundheit der Betroffenen herauszuarbeiten.
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Da das Betriebliche Gesundheitsmanagement eine breit gefächerte Thematik der heutigen Zeit darstellt, folgen zunächst mehrere Definitionen des Themas.
„Unter Betrieblichem Gesundheitsmanagement verstehen wir die Entwicklung betriebli-cher Strukturen und Prozesse, die die gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit und Organisation und die Befähigung zum gesundheitsfordernden Verhalten der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu Ziel haben“ (Badura et al., 2010, S. 33).
Mario A. Pfannstiel und Harald Mehlich definieren das Betriebliche Gesundheitsmana-gement wie folgt: „Die Entwicklung und Einführung eines Betrieblichen Gesundheits-managements ist eng verknüpft mit gesundheitsförderlichen Strukturen und Prozessen und der Befähigung der Mitarbeiter, sich eigenverantwortlich und gesundheitsgewusst in ei-nem Unternehmen zu verhalten. Ziel von Maßnahmen zum systematischen und struktu-rierten BGM ist die Reduzierung von Belastungen bei den Mitarbeitern.“ (Mehlich & Pfannstiel, 2016, S. 5).
Das Deutsche Institut für Forschung schreibt in seiner Publikation (2012) zum BGM fol-gende Zeilen: „systematische sowie nachhaltige Schaffung und Gestaltung von gesund-heitsförderlichen Strukturen und Prozessen einschließlich der Befähigung der Organisa-tionsmitglieder zu einem eigenverantwortlichen, gesundheitsbewussten Verhalten“ (Deutsches Institut für Forschung, 2012, S. 7).
Alle drei Definitionen stellen die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter als elementares Ziel des Betrieblichen Gesundheitsmanagements dar. Gesunde Mitarbeiter und die Arbeitsfä-higkeit dieser sind somit wichtige Ziele von Unternehmen, die durch die Umsetzung eines ganzheitlichen Managementprozesses erreicht werden können (GKV, 2021).
Elemente des BGM sind der Arbeits- und Gesundheitsschutz, das Betriebliche Eingliede-rungsmanagement (BEM) zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit im Unternehmen und zur Verhinderung von Fehlzeiten und die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) zur Umsetzung geplanter Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit der Belegschaft (mod. nach Mehlich & Pfannstiel, 2016, S. 6). Auch das digitale BGM wird als Element des BGM angesehen (Matusiewicz & Kaiser, 2018, S. 2). Eine nähere Darstellung der Ele-mente folgt im weiteren Verlauf des dritten Kapitels.
Generell wird im BGM zwischen zwei Schwerpunkten gesundheitsfördernder Interven-tionen unterschieden: Verhältnisbezogene und verhaltensbezogene Maßnahmen. Unab-hängig von dem in der Diagnose festgestellten Bedarf sollten aber beide Maßnahmen als
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in den Kontext des raschen Wandels in der Arbeitswelt ein, thematisiert steigende psychische Anforderungen, den demografischen Wandel und dessen Auswirkungen auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
2 Zielsetzung: Hier werden die Forschungsziele der Arbeit definiert, die sich auf die Analyse der aktuellen Unternehmenssituation mittels Online-Fragebogen und die Herausarbeitung von Potenzialen und Risiken der Arbeitswelt 4.0 und New Work für die Mitarbeitergesundheit konzentrieren.
3 Gegenwärtiger Kenntnisstand: Das Kapitel bietet einen umfassenden theoretischen Überblick über Schlüsselthemen wie Betriebliches Gesundheitsmanagement, psychische Belastungen und Erkrankungen, die Arbeitswelt 4.0, New Work, Homeoffice sowie Work-Life-Balance und Work-Life-Blending.
4 Methodik: Die methodische Vorgehensweise der Master-Thesis wird erläutert, welche eine quantitative empirische Forschung basierend auf einem Online-Fragebogen umfasst, inklusive Datenerhebung, -analyse und Einordnung der Rechercheergebnisse.
5 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Resultate der quantitativen Online-Befragung, gegliedert nach Themen wie Arbeitgeberunterstützung im Homeoffice, Austausch mit Kollegen, persönliche und zeitliche Auswirkungen auf die Umfrageteilnehmer.
6 Diskussion: Die Ergebnisse der Studie werden im Lichte der zuvor aufgestellten Hypothesen interpretiert und kritisch reflektiert, wobei auch Potenziale und Risiken für die Praxis sowie Anreize für zukünftige Forschungen diskutiert werden.
7 Zusammenfassung: Die Arbeit fasst zusammen, dass die digitale und flexible Arbeitswelt 4.0 neue Potenziale aber auch Risiken wie psychische Belastungen mit sich bringt und betont die Verantwortung von Arbeitgebern und der Gesellschaft, die Gesundheit der Arbeitnehmer langfristig zu schützen.
Arbeitswelt 4.0, New Work, Digitalisierung, Technikeinsatz, Homeoffice, Vernetztes Arbeiten, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), psychische Belastungen, psychische Erkrankungen, Work-Life-Balance, Work-Life-Blending, Flexibilisierung, Produktivität, Mitarbeitergesundheit, Fachkräftemangel.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des rasanten Wandels in der Arbeitswelt, insbesondere durch Digitalisierung und New Work-Konzepte, auf die physische und psychische Gesundheit von Arbeitnehmern.
Zentrale Themenfelder sind die Arbeitswelt 4.0, New Work, Homeoffice, Work-Life-Balance, Work-Life-Blending, psychische Belastungen und Erkrankungen sowie das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM).
Das primäre Ziel ist die Analyse der aktuellen Situation in Unternehmen mittels Online-Fragebogen, um Potenziale und Risiken der Arbeitswelt 4.0 und New Work für die Gesundheit der Arbeitnehmer zu identifizieren und herauszuarbeiten.
Die Arbeit verwendet eine quantitative empirische Forschungsmethode, basierend auf der Datenerhebung durch einen Online-Fragebogen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen wie Definitionen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, psychischer Belastungen und moderner Arbeitskonzepte (Arbeitswelt 4.0, New Work, Homeoffice) vorgestellt, die angewandte Methodik beschrieben und die Ergebnisse der Online-Befragung präsentiert.
Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Arbeitswelt 4.0, New Work, Digitalisierung, Homeoffice, psychische Belastungen, BGM, Work-Life-Balance und Flexibilisierung charakterisiert.
Das Homeoffice ist ein zentraler Untersuchungsgegenstand, dessen Potenziale und Risiken für die Gesundheit der Arbeitnehmer, den Austausch mit Kollegen, die Work-Life-Balance und die Produktivität evaluiert werden.
Als Risiken werden Vereinsamung im Homeoffice, fehlende Unterstützung durch Arbeitgeber und Führungskräfte, die Verschmelzung von Arbeits- und Privatleben (Work-Life-Blending) mit der daraus resultierenden mangelnden Erholung und steigende psychische Belastungen genannt.
Zu den Potenzialen gehören erhöhte Flexibilität, bessere Vereinbarung von Privat- und Berufsleben, Zeitersparnis durch den Wegfall von Pendelzeiten und die Möglichkeit zur Selbstregulation der Arbeitsumgebung.
Ein erfolgreiches BGM wird als kontinuierlicher Prozess mit vielen Teildisziplinen beschrieben, der positive Auswirkungen auf Fluktuation, Produktivität, Mitarbeiterzufriedenheit und die Kosten-Nutzen-Bilanz eines Unternehmens haben kann.
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