Magisterarbeit, 2007
151 Seiten
I. Die Erhellung des philosophischen Grundwissens
I.1. Die Methode der Reflexion zur Erhellung der Existenz
I.2. Die universale Bedingung des Menschseins
II. Die Weisen des Umgreifenden in der Periechontologie
II.1. Das Dasein
II.2. Das Bewusstsein überhaupt
II.3. Der Geist
II.4. Die Welt
II.5. Die Existenz
II.6. Die Transzendenz
II.7. Die Vernunft
II.8. Schematische Veranschaulichung der Zusammenhänge
III. Die Kommunikation
III.1. Die Bedeutung der Ich – Du – Beziehung
III.2. Die Ich – Du – Beziehung bei Karl Jaspers
III.3. Die Mitteilung des Umgreifenden
III.4. Die Kommunikationsformen der immanenten Weisen
III.4.1. Die Kommunikation der Weise des Daseins
III.4.2. Die Kommunikation der Weise des Bewusstseins überhaupt
III.4.3. Die Kommunikation der Weise des Geistes
III.5. Der Nexus und die Ungenügen der objektiv werdenden Kommunikationsweisen
III.6. Die existentielle Kommunikation
III.6.1. Das äußere Wesen
III.6.2. Die inneren Aspekte
III.6.3. Der Inhalt
III.7. Die Grenzen und der Abbruch der existentiellen Kommunikation
IV. Mitmenschen in der Obhut der Weltphilosophie
IV.1. Weltphilosophie, Einheit und universale Kommunikation
IV.2. Das Problem der Weltgeschichte der Philosophie
Die Arbeit untersucht das komplexe Gefüge des Kommunikationsbegriffs im Denken von Karl Jaspers. Das zentrale Ziel ist es, die Kommunikation als notwendige Bedingung für Existenz und Selbstwerdung des Menschen aufzuzeigen, indem sie methodisch in die Lehre vom "Umgreifenden" eingebettet und von objektiven Daseinskommunikationen zur existentiellen Kommunikation hin differenziert wird.
III.1. Die Bedeutung der Ich – Du – Beziehung
Ausschlaggebend für die Bedeutung der Ich-Du-Beziehung war die Erkenntnis des Menschen, er reflektiere sich selbst nicht lediglich durch sich selbst, sondern ebenso durch die Spiegelung im anderen Menschen: Den Anderen erkenne ich als den, der ich nicht bin, als Nicht-Ich, weil er auf mich in seiner eigenen Weise reagiert, in der Weise, in der er mich aus seiner persönlichen Subjektivität erkennt, die ich in ihm zwar entzünde, für die er jedoch als selbständige Instanz in Verantwortung zu ziehen ist. Wenn er für mich als mir Fremdes, für sich Eigenständiges, von mir aber auch Beeinflusstes in seinen Reaktionen handelt, dann stellt er ein von mir unabhängiges, in einer Distanz zu mir stehendes Du dar, das von mir, von meiner Person allerdings teilweise motiviert ist und das daher mich, bzw. – kategorisch im Gegensatz zum Du – mein Ich bestätigt.
Mit dieser überzeugenden, noch einfachen Einsicht wurde eine Ich-Du-Beziehung manifestiert, die in der geschichtlichen Folge gleich mehreren differenzierten philosophischen Positionen Entstehungschancen eröffnete. Wir wollen uns in diesem Unterkapitel einigen dieser zwar verschiedenen, aber dennoch ähnlichen Positionen widmen, denen allen gemeinsam ist, dass sie zu einem Ich – Du im Verhältnis gelangen, von dessen bedeutungsvollem Wert ausgehen und die Beziehung in ihrem vollen anthropologischen, sozialen und politischen Umfang zu erfassen trachten.
I. Die Erhellung des philosophischen Grundwissens: Dieses Kapitel legt die Basis, indem es das philosophische Grundwissen als notwendige Voraussetzung für das Verständnis von Jaspers’ Philosophie einführt.
II. Die Weisen des Umgreifenden in der Periechontologie: Hier werden die verschiedenen Seinsweisen (wie Dasein, Geist, Existenz) systematisch erläutert, die das Fundament für die Kommunikation bilden.
III. Die Kommunikation: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, der die verschiedenen Kommunikationsformen von der bloßen Daseinskommunikation bis hin zur existentiellen Kommunikation analysiert.
IV. Mitmenschen in der Obhut der Weltphilosophie: Das abschließende Kapitel überträgt die Erkenntnisse auf die globale Ebene und diskutiert die Möglichkeit einer Weltphilosophie.
Karl Jaspers, Kommunikation, Existenzphilosophie, Umgreifendes, Periechontologie, Ich-Du-Beziehung, Existenz, Transzendenz, Vernunft, Weltphilosophie, Selbstsein, Dasein, Geist, Chiffre, Mitteilung
Die Arbeit analysiert den Kommunikationsbegriff im Denken von Karl Jaspers und untersucht, wie Kommunikation zur Entfaltung menschlicher Existenz beiträgt.
Die zentralen Themen sind die Periechontologie, die Bedeutung der Ich-Du-Beziehung in der Philosophiegeschichte und die verschiedenen Formen der Kommunikation bei Jaspers.
Ziel ist es, die spezifische methodische Einbindung der Kommunikation in Jaspers' philosophisches System aufzuzeigen und ihre Rolle als "universale Bedingung des Menschseins" zu verdeutlichen.
Es handelt sich um eine systematische, philosophiegeschichtliche Analyse, die primär auf Jaspers' Hauptwerke und ergänzende Sekundärliteratur (insb. Fahrenbach, Salamun, Buber) stützt.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Entfaltung der Kommunikationsweisen, ihrer Differenzierung in objektive und existentielle Formen sowie der Erörterung ihrer Grenzen.
Wichtige Begriffe sind Existenz, Umgreifendes, Kommunikation, Transzendenz, Vernunft und Weltphilosophie.
Weil der Mensch nach Jaspers nur durch den Bezug zum Anderen ein Sein seines Selbst erwecken kann und Kommunikation somit die notwendige Bedingung für das Selbstwerden ist.
Die Daseinskommunikation ist zweckgebunden und objektiv orientiert, während die existentielle Kommunikation den Sprung ins Transzendente wagt und das eigentliche Selbstsein freilegt.
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