Diplomarbeit, 2010
107 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
1.1 Forschungsfrage
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theorie
2.1 Begriffliche Abgrenzungen und Definitionen
2.1.1 Verkehrsflughafen
2.1.2 Luftverkehrsgesellschaft
2.1.3 Arten von Passagieren
2.1.4 Home Carrier
2.1.5 Hub Flughafen
2.1.6 Erreichbarkeit und Flugangebot
2.1.7 Räumlicher Einflussbereich
2.1.8 Nutznießer des Luftverkehrs
2.1.9 Wirkungszusammenhänge
2.2 Geschichtlicher Abriss der Luftverkehrspolitik
2.3 Einfluss und Bedeutung von Flughäfen
2.3.1 Transportwirtschaftliche Auswirkungen
2.3.2 Volkswirtschaftliche Auswirkungen
2.3.3 Strukturelle Auswirkungen
2.3.4 Der Flughafen als Standortfaktor
2.3.5 Negative Auswirkungen
2.3.6 Unterschiedliche Auswirkungen durch Hub und Non-Hub Flughäfen
2.4 Vergleichbarkeit der USA und Europas
3 Empirie
3.1 Nashville
3.1.1 Nashville International Airport
3.1.2 Räumliches Umfeld und Einflussbereich des Nashville International Airports
3.1.3 American Airlines
3.1.4 Nashvilles Post-Hub Entwicklung
3.1.5 Einfluss und Bedeutung des Flughafen Nashville International Airport
3.1.5.1 Transportwirtschaftliche Auswirkungen
3.1.5.2 Volkswirtschaftliche Auswirkungen
3.1.5.3 Strukturelle Auswirkungen
3.1.5.4 Nashville International Airport als Standortfaktor
3.1.5.5 Negative Auswirkungen
3.1.5.6 Nashville Airports Bedeutung als Hubflughafen
3.1.6 Abschließende Analyse der Auswirkungen des Rückzugs der AA
3.1.7 Aktuelle Situation
3.2 Zürich
3.2.1 Flughafen Zürich Kloten
3.2.2 Räumliches Umfeld und Einflussbereich des Flughafen Zürich Kloten
3.2.3 Swissair
3.2.4 Zürichs Post Swissair Entwicklung
3.2.5 Einfluss und Bedeutung des Flughafen Zürich Kloten
3.2.5.1 Transportwirtschaftliche Auswirkungen
3.2.5.2 Volkswirtschaftliche Auswirkungen
3.2.5.3 Strukturelle Auswirkungen
3.2.5.4 Flughafen Zürich Kloten als Standortfaktor
3.2.5.5 Negative Auswirkungen
3.2.5.6 Zürich Klotens Bedeutung als Hub Flughafen
3.2.6 Abschließende Analyse der Auswirkungen des Konkurses der Swissair
3.2.7 Aktuelle Situation
3.3 Gegenmaßnahmen
4 Ergebnisse
4.1 Beantwortung der Forschungsfrage: Die Auswirkungen der Reduktion eines Home Carriers
4.2 Conclusio
Die Arbeit untersucht die regionalen Auswirkungen, die durch die Verkleinerung oder den Rückzug eines Home Carriers von einem Flughafen entstehen, mit dem Ziel, die Konsequenzen für die betroffene Flughafenregion zu verstehen und Strategien zur Kompensation aufzuzeigen.
2.3.4 Der Flughafen als Standortfaktor
Heutzutage stehen Unternehmen unter starken Konkurrenzdruck. Prozesse werden optimiert und an jenen Ort verlagert, der auf Grund der Faktorausstattung die geringsten Kosten verspricht. Absolute Vorteile eines Standortes werden immer bedeutender, da das Wirtschaftsumfeld ständigen Änderungen unterworfen ist und Kapital nahezu unbegrenzte Mobilität aufweist (vgl. Laesser 2000: 5). „A major criterion for measuring the success of our air transport system should be our ability to use air travel as a competitive advantage in a global economy.“ (Button und Taylor 2000: 2) Die luftseitige Anbindung stellt einen bedeutenden Teil dieser Faktorausstattung und einen unverzichtbaren absoluten Vorteil dar. In Zeiten intensiver globaler Verflechtungen ist der Flugverkehr ein wesentlicher Inputfaktor. Sowohl der Tourismus als auch Industrien, die auf interpersonellen Austausch angewiesen sind, werden maßgeblich von einem guten luftseitigen Anschluss bestimmt. Flugverkehr ermöglicht Just-in time Lieferungen über große Distanzen hinweg und gewährleistet Konsumenten eine größeres Angebot an Gütern.
„Flughäfen spielen eine strategische Rolle für eine Region.“ (Jarach 2005: 2) Sie können die „Sichtbarkeit“ eines Ortes auf der Weltkarte stark erhöhen und zum Hilfsmittel erster Wahl werden, um internationale Unternehmen anzulocken und dadurch den Wert der Region zu steigern. Tatsächlich zählt die Verkehrsinfrastruktur zu den Hauptentscheidungsmerkmalen eines Konzerns für einen neuen Standort.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den regionalen Auswirkungen einer Verkleinerung des Home Carriers und erläutert den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Theorie: Dieses Kapitel erarbeitet die begrifflichen Grundlagen sowie ein Gedankenmodell zu den Wirkungszusammenhängen zwischen Flughafen und Region, ergänzt durch einen Abriss der Luftverkehrspolitik.
3 Empirie: Im Empirieteil werden die Fallbeispiele Nashville International Airport und Flughafen Zürich Kloten analysiert, um die Auswirkungen des Rückzugs ihrer jeweiligen Home Carrier zu identifizieren.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel bündelt die Erkenntnisse aus der Theorie und den Fallstudien, beantwortet die Forschungsfrage und zieht ein abschließendes Resümee.
Flughafen, Home Carrier, Hub-Flughafen, Regionale Auswirkungen, Luftverkehr, Standortfaktor, Nashville International Airport, Flughafen Zürich, Deregulierung, Wirtschaftsstruktur, Transportwirtschaft, Wertschöpfung, Standortattraktivität, Hub and Spoke, Dehubbing
Die Arbeit untersucht, welche regionalen wirtschaftlichen und strukturellen Folgen es hat, wenn eine Fluggesellschaft ihre Rolle als dominanter Home Carrier an einem Flughafen reduziert oder aufgibt.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Wechselwirkungen zwischen Luftverkehrsinfrastruktur, Standortqualität, volkswirtschaftlichen Effekten und der Wettbewerbsfähigkeit von Regionen.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche regionalen Auswirkungen zieht die Verkleinerung eines Home Carriers nach sich?“
Es werden eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie zwei empirische Fallstudien (Nashville International Airport und Flughafen Zürich Kloten) angewandt, um die Auswirkungen in der Praxis zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Wirkungszusammenhänge und einen umfangreichen Empirieteil, der die spezifischen Entwicklungen und Gegenmaßnahmen an den beiden untersuchten Flughäfen analysiert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Flughafen, Home Carrier, Hub-Flughafen, Standortfaktor und regionale Auswirkungen.
Entgegen der anfänglichen Befürchtungen eines dauerhaften Niedergangs konnte Nashville die Situation durch das Anlocken anderer Fluglinien, insbesondere Southwest Airlines, kompensieren und gilt heute als erfolgreiches Beispiel für einen Non-Hub-Flughafen.
Das Grounding führte zu kurzfristigen Einbrüchen bei Passagierzahlen und Beschäftigung, konnte jedoch durch effizientes Management, Diversifizierung der Geschäftsfelder und die Etablierung der Nachfolgegesellschaft Swiss in den Folgejahren bewältigt werden.
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