Examensarbeit, 2009
107 Seiten, Note: 1,00
1 Einführung
2 Politische Bildung in der Schule
1.1 Bildungs- und Erziehungsziele des Faches Sozialkunde
1.2 Leitziel ‚Der mündige, politisch aktive Bürger’
1.3 Methoden im Fach Sozialkunde
1.4 Spiele im politischen Unterricht
3 Das Planspiel im Sozialkundeunterricht- Demokratie spielerisch lernen und erfahren
3.1 Begriffsklärung ‚Planspiel’
3.1.1 Modell- und Simulationscharakter
3.1.2 Spielstruktur
3.2 Geschichte des Planspiels
3.2.1 Ursprung und Entwicklungslinien
3.2.2 Geschichte des Planspiels in Deutschland
3.3 Planspielarten
3.3.1 Funktionstypen
3.3.2 Formal-strukturelle Kriterien
3.3.3 Ausmaß der Steuerung
3.3.4 Mischformen
3.4 Besonderheiten in Abgrenzung zu anderen pädagogischen Methoden
3.5 Ansätze und Zwecke des Planspieleinsatzes im Sozialkundeunterricht
3.5.1 Didaktische Konzepte im Planspiel
3.5.2 Lernebenen und Lernziele des Planspiels
3.5.3 Vorteile der Planspielmethode
3.6 Durchführung des Planspiels im Politikunterricht
3.6.1 Voraussetzungen der Realisierung
3.6.2 Spielvorbereitung
3.6.3 Spielverlaufsphasen
3.6.4 Spielauswertung
3.7 Weiterer Prozess im Unterricht
3.8 Gründe für den seltenen Einsatz von Planspielen im Unterricht und Strategien zur Ermutigung und Überzeugung der Lehrer
3.8.1 Auf Ebene der Lehrer
3.8.2 Auf Ebene der Schulen
3.8.3 Auf Ebene der Schüler
3.8.4 Auf Ebene der Planspiele selbst
4 Über Sinn und Unsinn des Planspiels im Fach Sozialkunde
5 Durchführung eines selbst entworfenen Planspiels an einem Gymnasium
5.1 Praktischer Versuch des Planspiels „Der Weg der Gesetzgebung: Bundesweite Einführung von eLearning als fächerübergreifender Unterrichtsbestandteil an deutschen Schulen“
5.1.1 Thema des Planspiels
5.1.2 Kriterien der Themenwahl
5.1.3 Spielplanung, Medien und Materialien
5.1.4 Durchführung des Planspiels
5.2 Ergebnisse der Schülerbewertung
5.2.1 Darstellung und Interpretation
5.2.2 Schlussfolgerungen für den Planspieleinsatz in der Schule
6 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des pädagogisch-didaktischen Werts von Planspielen im Sozialkundeunterricht. Dabei wird die Forschungsfrage beantwortet, inwieweit diese Methode in den Schulalltag integriert werden kann, um Lernziele effektiv zu erreichen, ohne das Unterrichtsklima oder die Wissensvermittlung negativ zu beeinflussen.
3.1 Begriffsklärung ‚Planspiel’
Im Planspiel wird ein in der realen, gesellschaftlichen Umwelt existierendes Problem bzw. ein Konflikt in einer hypothetisch-fiktiven Wirklichkeit spielerisch, möglichst realitätsgetreu nachgeahmt. Dazu schließen sich in der Regel mehrere Spielteilnehmer zu verschiedenen Spielgruppen zusammen, um die an der Problemlösung beteiligten gesellschaftlichen Interessengruppen durch Hineinversetzen in eine spezifische Rolle zu vertreten. Dabei wird dem Einzelnen die Ausgestaltung der Rolle nicht völlig selbst überlassen, sondern ist, wie auch der Spielablauf, vorgegeben, um eine wirklichkeitsnahe Interaktion zu gewährleisten. Eine individuelle Interpretation der Rollenvorgaben durch den Spieler ist allerdings unabdingbar und erwünscht.
Die Spielteilnehmer haben die Aufgabe, den zu Anfang gestellten Konflikt, gemeinhin ein höchst reales Handlungs- und Entscheidungsproblem, in mehreren Spielrunden auf Lösungsmöglichkeit hin ‚durchzuspielen’. Dabei geschieht die Lösungsfindung der in Planspielen simulierten Problemstellungen durch die Teilnehmer hauptsächlich infolge spielerischen Experimentierens, wobei jeweils auch die denkmöglichen Folgewirkungen einer bestimmten Lösung von Bedeutung sind. Basis des Planspiels ist im Prinzip eine jedem geläufige Lebenserfahrung: Versucht man ein Problem zu lösen, antizipiert der Mensch in Gedanken verschiedene Varianten bzgl. des eigenen Verhaltens, mögliche Gegenreaktionen des Gegenüber, um daraus neu entstehende eigene Verhaltensweisen zu kalkulieren. Jenes Verfahren wird im Planspiel lediglich systematisiert.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit tiefer gehender politischer Bildung und führt das Planspiel als handlungsorientierte Methode ein.
2 Politische Bildung in der Schule: Dieses Kapitel definiert die Bildungsziele des Sozialkundeunterrichts, wie die Förderung des mündigen Bürgers und verschiedener Kompetenzen.
3 Das Planspiel im Sozialkundeunterricht- Demokratie spielerisch lernen und erfahren: Dieser umfangreiche Hauptteil analysiert das Planspiel als Methode, seine Geschichte, Arten und didaktische Konzepte wie Problemorientierung und Kontroversprinzip.
4 Über Sinn und Unsinn des Planspiels im Fach Sozialkunde: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit Einwänden gegen das Simulationsverfahren.
5 Durchführung eines selbst entworfenen Planspiels an einem Gymnasium: Dieser Teil beschreibt die praktische Erprobung eines Planspiels zur Gesetzgebung an einer 10. Klasse und evaluiert die Ergebnisse.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des hohen Potentials von Planspielen für eine moderne politische Bildung.
Planspiel, Sozialkundeunterricht, Politische Bildung, Simulation, Handlungsorientierung, Demokratiefähigkeit, Rollenspiel, Schülerorientierung, Politische Mündigkeit, Unterrichtsmethode, Lernziele, Kompetenzentwicklung, Gesetzgebungsprozess, Politische Sozialisation.
Die Arbeit untersucht den pädagogischen Nutzen von Planspielen im Sozialkundeunterricht und analysiert, wie diese Methode zur Vermittlung politischer Kompetenzen beiträgt.
Die zentralen Felder sind die politische Bildung in der Schule, die didaktische Einbettung des Planspiels sowie dessen praktische Umsetzung und Evaluation.
Das Ziel ist die Vorstellung des Planspiels als effektives Instrument, um komplexe politische Zusammenhänge greifbar und erfahrbar zu machen.
Die Arbeit kombiniert theoretische Analysen didaktischer Konzepte mit einer empirischen Fallstudie (einem Praxisversuch) in einer 10. Klasse.
Der Hauptteil erörtert umfassend die Struktur, Geschichte und Arten des Planspiels sowie die didaktischen Ansätze wie Problemorientierung und schülerzentriertes Lernen.
Die wichtigsten Begriffe sind Planspiel, Sozialkundeunterricht, politische Bildung, Handlungsorientierung und Demokratiefähigkeit.
Die Lehrkraft agiert primär als Spielleiter und Berater, der sich aus dem aktiven Spielgeschehen zurückhält, um eigenverantwortliches Lernen zu ermöglichen.
Der Versuch zeigte, dass Schüler die Methode trotz Zeitmangels sehr positiv aufnahmen und insbesondere das freie Arbeiten sowie den spielerischen Zugang schätzten.
Als Haupthindernisse werden der Zeitdruck innerhalb des 45-Minuten-Takts, die Vorbereitungsintensität und die Raumkapazitäten an Schulen identifiziert.
Eine Benotung wird kritisch gesehen, da sie zu Leistungsdruck und Wettbewerbsdenken führt, was den spielerischen Charakter und die Lernfreude im Planspiel untergraben könnte.
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