Examensarbeit, 2010
137 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretischer und begrifflicher Hintergrund: Elemente der Wahlkampfführung
2.1. Die Ausgangslage
2.1.1. Ziele und Interessen
2.1.2. Akteure und innere Geschlossenheit
2.1.3. Wählerpotential
2.1.4. Gegnerorientierung
2.1.5. Mittel und Ressourcen
2.1.5.1. Personelle und finanzielle Ressourcen
2.1.5.2. Die Werbemittel
2.2. Zentrale Aspekte moderner Wahlkampfführung
2.2.1. Personenwahlkampf
2.2.2. Themenwahlkampf
2.2.3. Angriffswahlkampf
2.2.4. Begriffe und Botschaften
3. Die NPD im Bundestagswahlkampf 2009
3.1. Die Ausgangslage
3.1.1. Ziele und Interessen
3.1.2. Akteure und Innere Geschlossenheit der NPD
3.1.3. Wählerpotential
3.1.4. Die Gegner der NPD
3.1.5. Mittel und Ressourcen der NPD
3.1.5.1. Personelle und finanzielle Ressourcen
3.1.5.1.1. Personelle Ressourcen
3.1.5.1.2. Finanzielle Ressourcen
3.1.5.2. Die Werbemittel
3.2. Die Wahlkampfführung der NPD
3.2.1. Personenwahlkampf
3.2.2. Themenwahlkampf
3.2.3. Angriffswahlkampf
3.2.4. Begriffe und Botschaften
4. Fazit
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, am Beispiel der Bundestagswahl 2009 zu untersuchen, inwieweit die NPD Elemente der modernen Wahlkampfführung anwendete, welche strategischen Konsequenzen die Partei aus ihrer Ausgangslage zog und ob ein systematischer Zusammenhang in der Vorgehensweise erkennbar ist.
2.1.1. Ziele und Interessen
Das Hauptziel und Hauptinteresse der beteiligten Akteure in einem jeden Wahlkampf ist es, am Wahltag möglichst viele Stimmen für die eigene Partei zu erhalten (vgl. Grafe 1994: 8).
Das Ziel erhält somit eine zentrale Rolle in dem gesamten Planungsprozess, da die ganze Wahlkampagne an dem gewünschten strategischen Ziel ausgerichtet sein muss (vgl. Raschke/Tils 2007: 144f). Für die Entwicklung einer Wahlkampagne bedeutet dies, dass die Kampagne stets vom Ende her gedacht werden muss. Erst findet die Überlegung statt „Wo wollen wir hin, was wollen wir erreichen?“ und erst dann schließt sich die Frage an „Welchen Weg schlagen wir zur Zielerreichung ein und welche Ressourcen und Mittel stehen uns dafür zur Verfügung?“
Eine Grundvoraussetzung ist dabei, dass unter den entscheidenden Akteuren eine Zielgewissheit herrscht, denn nur eine Gewissheit und Sicherheit in Bezug darauf, was man erreichen möchte, ermöglicht auch einen sicheren Prozess der Wahlkampfführung. Zielungewissheit führt dabei nur zu zusätzlicher Unsicherheit und Verwirrung unter den agierenden Akteuren (vgl. Raschke/Tils 2007: 145).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die agitatorische Programmatik der NPD ein und erläutert die historische Entwicklung der Partei seit ihrer Gründung 1964 sowie ihren anschließenden Abstieg und die strategische Neuausrichtung unter Udo Voigt.
2. Theoretischer und begrifflicher Hintergrund: Elemente der Wahlkampfführung: In diesem Kapitel werden grundlegende Aspekte moderner Wahlkämpfe wie die Bedeutung von Zielen, Akteuren, Wählerpotential, Gegnerbeobachtung sowie personelle und finanzielle Ressourcen systematisch hergeleitet.
2.1. Die Ausgangslage: Dieses Unterkapitel detailliert die Vorbereitungsphase eines Wahlkampfes, angefangen von der Zieldefinition über die Identifikation von Akteuren bis hin zur notwendigen Analyse von Wählerpotentialen und der gegnerischen Strategie.
2.2. Zentrale Aspekte moderner Wahlkampfführung: Hier werden die zentralen Kommunikations- und Wirkungsformen des modernen Wahlkampfes analysiert, insbesondere der Personen-, Themen- und Angriffswahlkampf sowie die strategische Nutzung von Begriffen und Botschaften.
3. Die NPD im Bundestagswahlkampf 2009: Dieses Kapitel transferiert die theoretischen Bezugsgrößen auf die konkrete Wahlkampfführung der NPD bei der Bundestagswahl 2009 und beleuchtet die strategische Ausrichtung der Partei.
3.1. Die Ausgangslage: Die Analyse der Ausgangslage der NPD vor der Bundestagswahl 2009 zeigt die radikale Zielsetzung der Partei, ihre personelle Struktur und die Herausforderungen durch eine prekäre Finanzlage und das Verbotsverfahren.
3.2. Die Wahlkampfführung der NPD: Dieses Kapitel bewertet die praktische Umsetzung des Wahlkampfes durch die NPD, wobei der Fokus auf dem zurückhaltenden Personenwahlkampf und dem intensiv geführten Themen- und Angriffswahlkampf liegt.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Wahlkampfführung der NPD, wobei insbesondere die Konzentration auf regionale Schwerpunkte und die strategischen Grenzen der Parteientwicklung im Licht der Bundestagswahl 2009 aufgezeigt werden.
NPD, Bundestagswahl 2009, Wahlkampfführung, moderner Wahlkampf, Strategie, Rechtsextremismus, Themenwahlkampf, Angriffswahlkampf, Personenwahlkampf, Parteienfinanzierung, Wählerpotential, Udo Voigt, Systemumsturz, politische Kommunikation, Gegenöffentlichkeit.
Die Arbeit analysiert die Wahlkampfführung der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) im Kontext der Bundestagswahl 2009 und setzt diese in Bezug zu den theoretischen Grundlagen moderner Wahlkampfstrategien.
Zentrale Themen sind die strategische Zielsetzung der Partei, der Einsatz von Personalressourcen und Werbemitteln, die Rolle der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Anwendung von Personen-, Themen- und Angriffswahlkampf.
Die Untersuchung verfolgt das Ziel, am Beispiel der Bundestagswahl 2009 aufzuzeigen, inwieweit die NPD Elemente moderner Wahlkampfführung erfolgreich anwendete und wie die Partei strategisch mit ihrer spezifischen Ausgangslage und Ressourcenknappheit umging.
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die den Wahlkampf der NPD anhand theoretischer Konzepte zur modernen Wahlkampfführung (z.B. nach Grafe, Radunski, Raschke/Tils) bewertet und in einen politischen Kontext einordnet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kapitel 2) und eine empirische Anwendung auf die NPD (Kapitel 3), wobei die Ausgangslage, die Akteure, das Wählerpotential und die konkreten Wahlkampftechniken der Partei detailliert untersucht werden.
Zu den prägenden Begriffen zählen neben NPD und Bundestagswahl 2009 insbesondere strategische Konzepte wie Negativ Campaigning, Personalisierung von Politik, Symbolik und die spezifische "3-Säulen-Strategie" der NPD.
Der Autor ordnet das Wahlergebnis von 1,5% als ein Scheitern am selbstgesteckten Ziel ("Reichstag") ein und interpretiert es als Folge der finanziellen Probleme, der innerparteilichen Streitigkeiten und der Konzentration auf regionale Schwerpunkte im Osten.
Diese Begriffe beschreiben laut der Arbeit das strategische Ziel der NPD, durch lokale Präsenz im "vorpolitischen Raum" (z.B. Vereine, Bürgerbüros) Strukturen aufzubauen, um sich langfristig als ernstzunehmender Machtfaktor in bestimmten Regionen zu etablieren.
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