Bachelorarbeit, 2010
29 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Allgemeine Einleitung
1.2 Die Quellenlage zur Schlacht von Cannae
2. Historischer Kontext
3. Die Schlacht von Cannae
3.1 Die Vorbereitung zur Schlacht
3.2 Der Schlachtverlauf
3.3 Das Ergebnis
4. Die drei entscheidenden Gründe für die vernichtende Niederlage
4.1 Das Wirken der schweren karthagischen Reiterei
4.2 Das Standhalten des karthagischen Zentrums
4.3 Das Versagen der römischen Militärführung
4.3.1 Die römische Schlachtaufstellung
4.2.2 Die Fehlentscheidungen der Konsuln während der Schlacht
4.2.3 Das Versagen der römischen Führung nach der Einkesselung
5. Die Auswirkungen der Schlacht von Cannae
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die militärischen und strategischen Faktoren, die zur katastrophalen Niederlage der römischen Armee in der Schlacht von Cannae im Jahr 216 v. Chr. führten, und analysiert dabei insbesondere das Versagen der römischen Führung sowie Hannibals Taktik.
4.2 Das Standhalten des karthagischen Zentrums
Neben dem Wirken der schweren karthagischen Kavallerie war vor allem das Standhalten des karthagischen Zentrums schlachtentscheidend. Meiner Meinung nach war das Standhalten der gallischen und iberischen Infanteristen sogar noch bedeutsamer als das Wirken der Reiterei, denn Hannibals Plan der Einkesselung konnte nur funktionieren, solange das Zentrum nicht von den Römern durchbrochen wurde. Die Reiterei hätte also durchaus schnell agieren können, aber wenn das Zentrum nicht gehalten hätte, wäre Hannibals Idee des Rückenangriffs ineffizienter gewesen oder womöglich sogar gescheitert. Da Varro allerdings versuchte, mit aller Macht durch dieses Zentrum durchzubrechen, muss der Druck der siegesgewissen Römer äußerst stark gewesen sein. So ist es nicht verwunderlich, dass der Großteil der karthagischen Verluste aus diesem Bereich kommt: Während wie bereits oben erwähnt 4.000 Kelten getötet wurden, sind von den Iberern und Libyern zusammen „lediglich“ 1.500 in der Schlacht gefallen.
Das Entscheidende bei der Schlacht war also das Standhalten des Schlachtzentrums. Umso verwunderlicher erscheint es allerdings im Nachhinein, dass Hannibal an dieser Stelle nicht seine treue afrikanische Phalanx, sondern die gallischen und iberischen Infanteristen aufstellte. Die Quellen geben darauf keine Antwort. Hans Delbrück erklärt diese Merkwürdigkeit jedoch mit dem Schonen „ […] der Allergetreusten, die den Kern des antirömischen Heeres bilden sollten.“ Persönlich kann ich dieser Begründung nur schwer zustimmen, da bei einem Zusammenbruch des Zentrums die Römer nicht eingekesselt worden wären und der „Kern des antirömischen Heeres“ diese Schlacht vermutlich nicht überlebt hätte. Zwar vermischte Hannibal die weniger zuverlässigen Gallier mit den Iberern und übernahm persönlich die Spitze des Zentrums, aber Hannibal müssen noch andere Gründe bewegt haben, diese gefährliche Stelle nicht den Libyern anzuvertrauen.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Schlacht von Cannae und Darlegung der zentralen Forschungsfrage sowie der Quellenkritik.
2. Historischer Kontext: Erläuterung der politischen und militärischen Vorgeschichte zwischen Karthago und Rom vor dem Ausbruch der entscheidenden Schlacht.
3. Die Schlacht von Cannae: Detaillierte Darstellung der militärischen Aufstellung, des Schlachtverlaufs und der unmittelbaren Ergebnisse des Aufeinandertreffens.
4. Die drei entscheidenden Gründe für die vernichtende Niederlage: Analyse der taktischen Schlüsselfaktoren, insbesondere der Kavallerieoperationen, der Zentrumstaktik und der römischen Führungsfehler.
5. Die Auswirkungen der Schlacht von Cannae: Untersuchung der unmittelbaren psychologischen und strategischen Folgen für Rom und Karthago nach der Niederlage.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung von Hannibals Leistung als Feldherr und der Gesamtschuld der römischen Führung an der Niederlage.
Schlacht von Cannae, Hannibal Barkas, Zweiter Punischer Krieg, Römische Republik, Karthago, Militärtaktik, Einkesselung, Varro, Paullus, Reiterei, Infanterie, Historische Analyse, Militärgeschichte, Antike, Umfassungsschlacht.
Die Bachelor-Arbeit befasst sich mit der Schlacht von Cannae (216 v. Chr.) und analysiert, warum Hannibal die numerisch überlegene römische Armee vernichtend schlagen konnte.
Die Untersuchung umfasst die taktische Kriegsführung im Altertum, die Auswertung antiker historischer Quellen sowie die Analyse militärischer Fehlentscheidungen der römischen Konsuln.
Ziel ist es, die spezifischen Gründe für den römischen Untergang bei Cannae zu identifizieren und dabei insbesondere Hannibals militärisches Geschick in Relation zum Führungsversagen der Römer zu setzen.
Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse der antiken Geschichtsschreiber (Livius und Polybios) unter Hinzuziehung moderner militärhistorischer Forschungsliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des historischen Kontextes, den detaillierten Schlachtverlauf sowie die Analyse der drei entscheidenden Faktoren: der Reiterei, dem Standhalten des Zentrums und der römischen Führungsfehler.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Cannae, Hannibal, Umfassungsschlacht, Militärtaktik und Römische Republik charakterisiert.
Der Autor argumentiert, dass Varro durch eine taktisch ungeeignete, zu dichte Schlachtaufstellung und die spätere Flucht maßgeblich zum Debakel beitrug.
Laut dem Autor war dies auf die starre, unflexible römische Manipeltaktik sowie auf ein komplettes Versagen der Führung bei der Koordination der Truppen innerhalb der Einkesselung zurückzuführen.
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