Bachelorarbeit, 2010
60 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen einer Marktpotenzialanalyse für Sportgroßveranstaltungen
2.1 Sozio-Ökonomische Bedeutung von Sportgroßveranstaltungen
2.2 Die Rolle der Zuschauernachfrage für den Erfolg einer Sportgroßveranstaltung und mögliche Besonderheiten der Nachfrage nach Spielen der FIFA Frauen-WM 2011
2.3 Hypothesen zur Zuschauernachfrage in Nachbarstädten der Austragungsorte
3 Methodik
3.1 Bevölkerungsbefragungen als Instrument zur Einschätzung des Nachfragepotenzials
3.2 Aufbau des Fragebogens
3.3 Datenerhebung
3.3.1 Stichprobenziehung Bevölkerungsbefragung in der Stadt Duisburg
3.3.2 Vergleich mit kompatiblen Erhebungen aus Bochum
3.3.3 Qualität der Primärdaten
3.4 Datenverarbeitung und Datenauswertung
4 Ergebnisse der Nachfrageanalyse
4.1 Allgemeine deskriptive Daten der Bevölkerungsbefragungen in Duisburg
4.1.1 Soziodemographische Daten
4.1.2 Psychographische Daten
4.1.3 Konsumgewohnheiten bezogen auf die Stadt Bochum (Bermuda Dreieck, Bochumer Stadion)
4.1.4 Besuchsabsicht FIFA Frauen-WM 2011 im Bochumer Stadion
4.2 Allgemeine deskriptive Daten der Bevölkerungsbefragungen in Bochum
4.2.1 Soziodemographische Daten
4.2.2 Psychographische Daten
4.2.3 Konsumgewohnheiten bezogen auf die Stadt Bochum (Bermuda Dreieck, Bochumer Stadion)
4.2.4 Besuchsabsicht FIFA Frauen-WM 2011 im Bochumer Stadion
4.3 Korrelation der Variablen
4.3.1 Zwischenergebnisse der Datensätze
4.3.2 Hypothesenprüfung: Frauenfußballinteresse
4.3.3 Hypothesenprüfung: Besuchsabsicht Spiele Frauen-WM 2011
4.4 Diskussion der Ergebnisse
4.5 Bedeutung der Ergebnisse für die Maßnahmen des Organisationskomitees zur Zuschauergewinnung
5 Schlussbetrachtung
Das übergeordnete Ziel dieser Arbeit ist es, auf Basis von Bevölkerungsbefragungen in NRW – explizit am Beispiel der Stadt Duisburg – das Nachfragepotenzial und die Besuchsabsicht für Spiele der FIFA Frauen-WM 2011 im Bochumer Stadion zu analysieren und mit Vergleichsdaten aus Bochum zu validieren.
3.1 Bevölkerungsbefragungen als Instrument zur Einschätzung des Nachfragepotenzials
Schätzungsweise werden rund 90% aller Daten durch Befragungen gewonnen. Bevölkerungsbefragungen sind somit die mit Abstand am häufigsten verwendete Methode der Datenerhebung (Bortz & Döring, 1995, S. 216). „Zugleich ist sie auch dasjenige Verfahren, das am weitesten entwickelt ist“ (Kromrey, 2009, S. 336). Die Methode lässt sich in die mündliche Befragung, in Form von Interviews, und in die schriftliche Befragung über Fragebögen unterteilen (Bortz & Döring, 1995, S. 216).
Den Kern der Untersuchung und dieser Arbeit bilden schriftliche Befragungen mit einem standardisierten Fragebogen (n insgesamt = 290). Die Befragungen fanden zu verschiedenen Zeitpunkten am Duisburger Innenhafen, an der Duisburger Universität sowie am 18. Juli auf der „Kulturmeile A40“ statt. Zudem wurden Befragungen mit der „family & friends“ – Methode durchgeführt. Bei dieser Methode wurden Fragebögen im Bekanntenkreis des Autors aus Duisburg ausgefüllt. Ferner haben Freunde und Familienangehörige in ihren jeweiligen Bekanntenkreisen (Familie, Freunde, Arbeitskollegen etc.) in Duisburg Fragebögen ausfüllen lassen (n=79).
Der Duisburger Innenhafen ist gekennzeichnet durch eine u.a. hohe Dichte von gastronomischen Betrieben (Siehe hierzu: Innenhafen Portal, 2010). Nach Absprache mit den Gastronomie-Betreibern boten sich gute Befragungsmöglichkeiten in den einzelnen Lokalen (n=38). Am 18. Juli 2010 fand im Rahmen der „Ruhr 2010“ die so genannte Kulturmeile auf der Autobahn 40 statt (vgl. Ruhr 2010, 2010). Die Veranstaltung begann in Duisburg und wurde mit zahlreichen Sitzgelegenheiten (Bänken) und Tischen für dieses Event ausgestattet. So ergaben sich im Raum Duisburg hervorragende Befragungsmöglichkeiten auf der Autobahn (n=83). Die Befragungen an der Universität in Duisburg (Siehe hierzu: Universität Duisburg – Essen, 2010) ergaben insgesamt ebenfalls eine solide Rücklaufquote (n=90), da v.a. bei den Studierenden eine hohe Teilnahmebereitschaft bestand. Dies könnte darauf zurück zu führen sein, dass es sich bei den Befragten in der Universität um eine weitestgehend homogene Teilpopulationen handelt, für die der Umgang mit schriftlichen Befragungen nichts Ungewöhnliches ist (vgl. Bortz & Döring, 1995, S. 235).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die FIFA Frauen-WM 2011 ein und definiert das Forschungsziel sowie die Hypothesen bezüglich des Frauenfußballinteresses und der Besuchsabsichten im Vergleich der Städte Duisburg und Bochum.
2 Theoretische Grundlagen einer Marktpotenzialanalyse für Sportgroßveranstaltungen: Das Kapitel erläutert die sozio-ökonomische Relevanz von Sportevents, die Rolle der Zuschauernachfrage und die Besonderheiten, die im Kontext der Frauen-WM 2011 für die Vermarktung relevant sind.
3 Methodik: Hier werden die wissenschaftlichen Instrumente der Datenerhebung – primär standardisierte Bevölkerungsbefragungen – sowie der Aufbau des Fragebogens und das Vorgehen bei der Datenauswertung detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse der Nachfrageanalyse: In diesem umfangreichen Hauptteil werden die deskriptiven Daten für Duisburg und Bochum präsentiert, Hypothesen korrelativ geprüft und die Bedeutung für das Organisationskomitee diskutiert.
5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die methodischen Einschränkungen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit zielgerichteter Marketingmaßnahmen zur Kapazitätsauslastung.
FIFA Frauen-WM 2011, Nachfragepotenzial, Bevölkerungsbefragung, Sportgroßveranstaltung, Stadionbesuch, Konsumverhalten, Standortmarketing, Frauenfußballinteresse, Duisburg, Bochum, Marktpotenzialanalyse, Zuschauergewinnung, Empirische Begleitforschung, Sportmanagement, Event-Marketing
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Analyse des Nachfragepotenzials und der geplanten Besuchsabsichten von Bevölkerungsgruppen im Hinblick auf die FIFA Frauen-WM 2011 am Spielort Bochum.
Zu den Schwerpunkten zählen die ökonomische und soziale Bedeutung von Sportgroßveranstaltungen, die Messung von Konsum- und Reiseverhalten sowie die Untersuchung der regionalen Distanz als Einflussfaktor auf das Zuschauerverhalten.
Das Ziel ist es, auf primärempirischer Basis (durch Bevölkerungsbefragungen in Duisburg und Bochum) herauszufinden, wie hoch das Interesse am Frauenfußball ist und welche Faktoren die Absicht beeinflussen, Spiele im Stadion oder Fanfeste zu besuchen.
Der Autor nutzt schriftliche, standardisierte Bevölkerungsbefragungen an sportneutralen Standorten. Die Daten werden anschließend mittels SPSS 18 statistisch aufbereitet und univariat sowie bivariat ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die deskriptive Darstellung der soziodemographischen und psychographischen Daten beider Städte, die Korrelation der erhobenen Variablen sowie die explizite Prüfung der zwei aufgestellten Forschungshypothesen.
Wichtige Begriffe sind Marktpotenzialanalyse, Zuschauernachfrage, Frauen-WM 2011, Standortregionalität, Fanfest-Besuch sowie die spezifischen Sportmanagement-Aspekte der Vermarktung.
Duisburg wurde gewählt, da es eine hohe regionale Nähe zu Bochum aufweist und durch den ansässigen Erstligisten FCR 2001 Duisburg über eine spezifische Frauenfußball-Struktur verfügt, was für den Vergleich der Hypothesen besonders aufschlussreich ist.
Der Autor stellt fest, dass die geografische Distanz („Regionalität“) einen signifikanten negativen Einfluss auf die Besuchsabsicht hat: Trotz eines teils höheren Interesses am Frauenfußball in Duisburg ist die konkrete Absicht, nach Bochum zu reisen, aufgrund des zeitlichen und organisatorischen Aufwands geringer ausgeprägt als bei der Bochumer Bevölkerung.
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