Bachelorarbeit, 2010
50 Seiten, Note: 1,1
Vorwort
1. Was macht einen Helden aus? Ein Annäherungsversuch
2. Forschungsstand
3. Heldengenese von der Antike bis in die Moderne
3.1 Helden der Antike
3.2 Der mittelalterliche Helden
3.3 Der deutsche Nationalheld
4. Der überhöhte Kriegsheld und die Demontage des Heldentum.s
4.1 Die Helden eines industrialisierten Krieges
4.2 Der Opfertod als Heldentod
4.3 Die Heldenmüdigkeit der Nachkriegszeit
5. Die Helden des Medienzeitalters
5.1 Comichelden
5.2 Hollywood als Heldenfabrik
5.3 Idole – die neuen Helden?
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel des Heldentums und die damit verbundene Veränderung in der wissenschaftlichen Herologie. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie sich die von Ute Frevert konstatierte "Demokratisierung des Heldentums" auf die Wahrnehmung des Heldenbildes und die Forschung auswirkt und ob die klassische Herologie durch moderne, medial geprägte Formen abgelöst wurde.
Die Helden des Medienzeitalters
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es schließlich, nach jahrtausendelanger (und in manchen Epochen ausschließlicher) Heroisierung von Kriegern und Soldaten, zu einem Kurswechsel in der Heldenverehrung. Der überhöhte Heroenkult des NS-Regimes sowie die nach und nach ans Tageslicht tretenden Gräueltaten der vermeintlichen Helden veränderten das Heldenideal beinahe vollständig. Zu sehr verband man alles Heldenhafte mit Gewalt, Leiden, Opfer und Tod. So kam es, dass der ursprüngliche Heroenkult weitestgehend auf gesellschaftliche Ablehnung stieß und der Held in seiner klassischen Form höchstens noch in ironisierter Form Anklang fand.
Vorwort: Die Einleitung erläutert die Motivation der Autorin, die durch eine Museumsausstellung angeregt wurde, sich wissenschaftlich mit dem Wandel des Heldenbegriffs zu befassen.
1. Was macht einen Helden aus? Ein Annäherungsversuch: Dieses Kapitel nähert sich dem Heldenbegriff etymologisch und definiert ihn durch den Akt der sozialen Zuschreibung und die Grenzüberschreitung.
2. Forschungsstand: Hier werden die wichtigsten herologischen Theorien und Heldentypologien, von Carlyle bis Campbell und Raglan, kritisch diskutiert und bewertet.
3. Heldengenese von der Antike bis in die Moderne: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick, der die antiken Wurzeln, das mittelalterliche Ritter- und Heiligenideal sowie die Entstehung des deutschen Nationalhelden beleuchtet.
4. Der überhöhte Kriegsheld und die Demontage des Heldentum.s: Der Fokus liegt auf der Instrumentalisierung des Helden im industrialisierten Krieg, dem Opfertod als höchstem Ideal und dem anschließenden Bedeutungswandel nach dem Zweiten Weltkrieg.
5. Die Helden des Medienzeitalters: Hier wird der Übergang von klassischen Helden hin zu medialen Konstrukten wie Comichelden, Filmfiguren und modernen Idolen/Stars analysiert.
6. Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert den Kurswechsel der Herologie und stellt fest, dass die klassische Suche nach einem universalen Heldenmythos zugunsten einer Analyse aktueller kollektiver Mythen und der Medienwirkung gewichen ist.
Heldentum, Herologie, Demokratisierung des Helden, Heldenreise, Monomythos, Kriegsheld, Medienzeitalter, Ideale, Identifikation, Kollektivmythen, Idol, Heldenbild, Nationalheld, Popkultur, Heldenverehrung.
Die Arbeit untersucht den Wandel der Heldenbilder im historischen Kontext und wie sich das Verständnis von Heldentum von der Antike bis zum heutigen Medienzeitalter verändert hat.
Die zentralen Themen umfassen die historische Genese des Helden, die Rolle des Kriegers, die Bedeutung von Mythen und die Verschiebung hin zu modernen Idolen in den Medien.
Die Autorin geht der Frage nach, wie sich die Demokratisierung des Heldentums auf das Heldenbild auswirkt und welcher Kurswechsel in der wissenschaftlichen Herologie dadurch erforderlich wurde.
Die Arbeit nutzt eine kultur- und sozialanthropologische Perspektive, kombiniert mit einer historischen Analyse und dem Vergleich existierender herologischer Forschungskonzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Heldengeschichte, eine Untersuchung der Heldenüberhöhung in Kriegszeiten sowie die Analyse des Wandels zu Medienhelden.
Schlüsselbegriffe sind Heldentum, Demokratisierung des Helden, Herologie, Monomythos, Medienwirkung und die Unterscheidung zwischen Held und Idol.
Das Nibelungenlied dient als zentrales Beispiel für die Konstruktion eines deutschen Nationalheldentums, das zur Stärkung nationaler Identität im 19. Jahrhundert politisch instrumentalisiert wurde.
Der klassische Held wird durch seine Selbsttranszendierung und außergewöhnliche Tat definiert, während das moderne Idol im Medienzeitalter primär durch Selbstinszenierung und Popularität glänzt.
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