Diplomarbeit, 2010
289 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Problemstellung
3 Theoretische Betrachtung der Thematik
3.1 Aktueller Forschungsstand im Sprint
3.1.1 Abgrenzung der einzelnen Laufabschnitte der Sprinttechnik
3.1.2 Die Phasenstruktur des „freien“ Sprintschrittes
3.2 Entwicklung eines Technikleitbildes des Sprints im Abschnitt der Startbeschleunigung
3.2.1 Allgemeines zur Schrittlänge und Schrittfrequenz
3.2.2 Stützzugphase
3.2.3 Ausschwungphase
3.2.4 Kniehubschwungphase
3.2.5 Schwungzugphase
3.2.6 Allgemeine Merkmale
3.2.6.1 Maximale KSP-Geschwindigkeit in Laufrichtung
3.2.6.2 Schrittlänge
3.2.6.3 Schrittfrequenz
3.2.6.4 Verlauf der Oberkörpervorlage
3.2.6.4 KSP-Schwankung
3.2.7 Zusammenfassung des Technikleitbildes
4 Untersuchung der Bewegungskinematik in der ersten Beschleunigungsphase
4.1 Methodik
4.1.1 Untersuchungsgut
4.1.2 Räumliche Gegebenheiten
4.1.3 Materielle Gegebenheiten
4.1.4 Messgeräte
4.1.4.1 Motion Analysis
4.1.4.2 Cortex Software 1.1.4.368
4.1.4.3 SIMI Motion 7.5
4.1.4.4 Videokamera
4.1.4.5 Startblock
4.1.5 Untersuchungsdesign
4.1.6 Untersuchungsdurchführung
4.1.6.1 Vorbereitungen der Aufnahmen
4.1.6.2 Durchführung der Aufnahmen
4.1.7 Bearbeitung der Aufnahmen
4.1.7.1 Marker Zuordnung
4.1.7.2 Glätten
4.1.7.3 Schneiden
4.1.7.4 Bestimmung bester Lauf
4.1.7.5 Virtuelle Marker
4.1.7.6 KSP-Berechnung
4.1.8 Auswertung der Daten
4.1.8.1 Berechnung der allgemeinen Merkmale
4.1.8.2 Messung der Merkmale in der Stützzugphase
4.1.8.3 Messungen der Merkmale in der Ausschwungphase
4.1.8.4 Messungen der Merkmale in der Kniehubschwungphase
4.1.7.5 Messungen der Merkmale in der Schwungzugphase
4.2 Darstellung und Bewertung der Ergebnisse
4.2.1 Ergebnisse Proband 1
4.2.2 Ergebnisse Proband 2
4.2.3 Ergebnisse Proband 3
4.2.4 Ergebnisse Proband 4
4.2.5 Ergebnisse Proband 5
4.2.6 Ergebnisse Proband 6
4.2.7 Ergebnisse Proband 7
4.2.8 Ergebnisse Proband 8
4.2.9 Ergebnisse Proband 9
4.2.10 Ergebnisse Proband 10
4.3 Diskussion der Ergebnisse
4.3.1 Methodenkritik
4.3.1.1 Untersuchungsgut
4.3.1.2 Aufnahme und Messgeräte
4.3.1.3 Auswertung
4.3.2 Interpretation der Ergebnisse
4.3.2.1 Ergebnisse der allgemeinen Merkmale
4.3.2.2 Ergebnisse der Stützzugphase
4.3.2.3 Ergebnisse der Ausschwungphase
4.3.2.4 Ergebnisse der Kniehubschwungphase
4.3.2.5 Ergebnisse der Schwungzugphase
4.3.2.6 Exemplarischer Vergleich schneller und langsamer Proband
4.4 Schlussfolgerungen
5 Ausblick
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein ökonomisches leistungsdiagnostisches Verfahren zu entwickeln, das eine biomechanisch orientierte Technikanalyse der ersten Beschleunigungsphase im leichtathletischen Sprint ermöglicht. Durch die Erprobung an Nachwuchssportlern sollen individuelle Merkmale identifiziert und analysiert werden, um Fehlerquellen sowie Verbesserungspotenziale im Sprintstil aufzuzeigen.
3.2.2 Stützzugphase
Die Stützzugphase beginnt mit dem ersten Bodenkontakt (Impact) des zu betrachtenden Fußes (Abb. 5) und endet mit dem letzten Bodenkontakt (Take Off).
Für eine gute Stützphase sollte der Fußaufsatz möglichst mit dem Ballen erfolgen (Abb. 6 links) um so die Bodenkontaktzeit möglichst kurz zu halten. Der Ballenaufsatz wirkt sich positiv auf den Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus und somit die Muskulatur, Bänder und Sehnen im Sprunggelenk aus (DILLENBERGER, 2002, S.45).
Während dieser kurzen Amortisationsphase (exzentrische Arbeitsweise) wirkt das Fußgelenk wie eine sehr steife Feder, die möglichst schnell wieder konzentrisch arbeiten möchte, um so einen schnellkräftigen Abdruck vom Boden im Take Off (Verlassen des Fußes vom Boden) zu erzielen. Eine kurze und effektive Stützzugphase wird neben dem Ballenaufsatz durch einen körpernahen Fußaufsatz begünstigt. Hierfür wird zum Zeitpunkt des Impacts die Entfernung des Fußaufsatzes zur vertikalen Projektion des KSP gemessen. Nach MANN (2008) sollte diese Entfernung in etwa 20 cm betragen. Allerdings wurde dieser Wert aus Messungen im Abschnitt der maximalen Geschwindigkeit ermittelt und ist dadurch nur bedingt für die Beschleunigungsphase verwertbar. Trotz alle dem dürfte es für die Lauftechnik im Allgemeinen, so auch für die Beschleunigungsphase, von Bedeutung sein den Fuß nahe der Projektion des KSP aufzusetzen. Denn damit wird das ziehende Laufen begünstigt, der KSP hat einen kürzeren Bremsweg und kann daher schneller wieder mit dem Abdruck vom Boden beschleunigt werden. Der Tempoverlust beim Impact wird auf diese Weise und durch eine aktiv schlagende Greifbewegung so gering wie möglich gehalten.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Sprints, die Bedeutung der Leistungsdiagnostik im Nachwuchsbereich und führt in die Thematik der Startbeschleunigung ein.
2 Problemstellung: Hier wird die Komplexität der Sprinttechnik und die Notwendigkeit eines ökonomischen Diagnoseverfahrens für den Nachwuchs diskutiert.
3 Theoretische Betrachtung der Thematik: Dieses Kapitel definiert die Phasenstruktur des Sprints und erarbeitet auf Basis wissenschaftlicher Literatur ein Technikleitbild für die Startbeschleunigung.
4 Untersuchung der Bewegungskinematik in der ersten Beschleunigungsphase: Dieser umfangreiche Hauptteil beschreibt die Methodik der Untersuchung, führt die erhobenen Daten für zehn Probanden detailliert aus und diskutiert die Ergebnisse anhand biomechanischer Parameter.
5 Ausblick: Der Abschnitt erläutert die zukünftige Planung der Langzeitstudie und zeigt Möglichkeiten zur weiteren Optimierung des Diagnoseverfahrens auf.
6 Zusammenfassung: Diese Sektion bietet einen prägnanten Rückblick auf die Forschungsarbeit, die Methodik und die gewonnenen Erkenntnisse über die individuelle Sprinttechnik.
Leistungsdiagnostik, Startbeschleunigung, Biomechanik, Sprinttechnik, Körperschwerpunkt, Schrittfrequenz, Schrittlänge, Bewegungsanalyse, Kinematik, Motion Analysis, Nachwuchsförderung, Lauftechnik, Bodenkontaktzeit, Impulsvektoren, Leistungsoptimierung
Die Arbeit befasst sich mit der biomechanischen Analyse der ersten Beschleunigungsphase im leichtathletischen Sprint, um ein leistungsdiagnostisches Verfahren für den Nachwuchsbereich zu entwickeln.
Die zentralen Felder sind die Phasenstruktur des Sprints, die Erstellung eines Technikleitbildes für die Startbeschleunigung sowie die wissenschaftliche Auswertung kinematischer Daten.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines möglichst ökonomischen diagnostischen Verfahrens, das es Trainern ermöglicht, die Sprinttechnik und den individuellen Stil eines Athleten während der Startbeschleunigung objektiv zu beurteilen.
Zur Anwendung kommen dreidimensionale Bewegungsanalysen mittels Infrarotkameras (Motion Analysis/Cortex), ergänzt durch Videoanalysen sowie spezielle Software zur Berechnung von Kraftvektoren, Körperschwerpunktsverläufen und Gelenkwinkeln.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung eines Technikleitbildes und eine umfangreiche, fallbasierte Analyse der Bewegungskennwerte von zehn Nachwuchssportlern.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprinttechnik, Körperschwerpunkt, Schrittfrequenz, Stützzugphase, Kinematik und leistungsdiagnostisches Verfahren geprägt.
Die Stützzugphase ist laut Arbeit die wichtigste Phase der Schrittgestaltung, da hier die für die Beschleunigung notwendige Kraft aufgebracht wird und der Bodenkontakt direkt den weiteren Laufverlauf beeinflusst.
Die Startbeschleunigung ist durch eine kontinuierliche Aufrichtung der Körpervorlage und eine Zunahme der Schrittlänge gekennzeichnet, während die maximale Geschwindigkeit durch eine konstantere Körperhaltung und ein eingependeltes Laufbild definiert ist.
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