Diplomarbeit, 2010
78 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Der Begriff des Mittelstands in Deutschland
2.1.1 Quantitative Betrachtungen
2.1.2 Qualitative Betrachtungen
2.2 Der Mittelstand in der deutschen Wirtschaft
2.3 Das KMU-Projekt des IASB
2.3.1 Projektziel
2.3.2 Projektverlauf
3 Die IFRS-SME-Rechnungslegung
3.1 Das Konzept des IFRS für KMU
3.1.1 Gegenstand, Ziele und Anwendungsbereich
3.1.2 Adressatenkreis
3.1.3 Struktur des IFRS for SMEs
3.2 Regelungsumfang
3.2.1 Abschlussbestandteile
3.2.2 Behandlung von Regelungslücken
3.3 Vergleich zur BilMoG-Rechnungslegung anhand ausgewählter Sachverhalte
3.3.1 Sachanlagen
3.3.1.1 Abbildung nach IFRS for SMEs
3.3.1.2 Abbildung nach BilMoG
3.3.2 Immaterielle Vermögenswerte
3.3.2.1 Abbildung nach IFRS for SMEs
3.3.2.2 Abbildung nach BilMoG
3.3.3 Vorräte
3.3.3.1 Abbildung nach IFRS for SMEs
3.3.3.2 Abbildung nach BilMoG
3.3.4 Langfristige Fertigungsaufträge
3.3.4.1 Abbildung nach IFRS for SMEs
3.3.4.2 Abbildung nach BilMoG
3.3.5 Eigenkapital
3.3.5.1 Abbildung nach IFRS for SMEs
3.3.5.2 Abbildung nach BilMoG
3.3.6 Rückstellungen
3.3.6.1 Abbildung nach IFRS for SMEs
3.3.6.2 Abbildung nach BilMoG
3.3.7 Pensionsverpflichtungen
3.3.7.1 Abbildung nach IFRS for SMEs
3.3.7.2 Abbildung nach BilMoG
3.3.8 Latente Steuern
3.3.8.1 Abbildung nach IFRS for SMEs
3.3.8.2 Abbildung nach BilMoG
3.3.9 Gegenüberstellung IFRS for SME und BilMoG
4 kritische Würdigung des IFRS for SMEs
4.1 Eigenständigkeit des Standards
4.2 Relevanz der IFRS für KMU
4.2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.2.2 Diskussion von Vor- und Nachteilen der IFRS-Bilanzierung
4.2.2.1 Internationalisierung mittelständischer Unternehmen
4.2.2.2 Steigerung des Informationswertes und Erhöhung der Unternehmenstransparenz
4.2.2.3 Verbesserung der Unternehmensfinanzierung
4.2.2.4 Harmonisierung des internen und externen Rechnungswesens
4.2.2.5 Abkehr vom Maßgeblichkeitsprinzip
4.2.2.6 Abkehr vom Vorsichtsprinzip
4.2.2.7 Kosten der Umstellung
4.2.3 Resümee der Vor- und Nachteile der IFRS-Bilanzierung
5 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit besteht darin, die Vorteilhaftigkeit des "IFRS for SMEs"-Standards für deutsche kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) vor dem Hintergrund der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) kritisch zu untersuchen und zu bewerten. Im Kern steht die Forschungsfrage, ob der internationale Standard eine sinnvolle Alternative zur deutschen HGB-Rechnungslegung darstellt.
3.3.1.1 Abbildung nach IFRS for SMEs
Der Ansatz und die Bewertung der Sachanlagen sind im Abschnitt 17 Property, Plant and Equipment des IFRS for SMEs geregelt. Demnach gehören zu den Sachanlagen gegenständliche Vermögenswerte, die für Zwecke der Herstellung oder der Lieferung von Gütern oder Dienstleistungen, zur Vermietung an Dritte oder für Verwaltungszwecke gehalten werden und erwartungsgemäß länger als eine Periode genutzt werden, abzubilden (IFRS-SME 17.2).
Abschnitt 17 gilt sowohl für Sachanlagen als auch für Finanzinvestitionen, deren fair value nicht zuverlässig und nur mit übermäßigen Kosten und Anstrengungen ermittelt werden kann. Für Finanzinvestitionen, deren fair value verlässlich und ohne größere Anstrengungen und Kosten bestimmbar ist, gilt Abschnitt 16 Investment Property (IFRS-SME 17.1). Bewertet werden die nach IFRS-SME 17.2 definierten Sachanlagen mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Bestandteile sind im IFRS 17.10 definiert und umfassen den Kaufpreis einschließlich Anwaltskosten, Maklergebühren, Einfuhrzölle und nicht erstattungsfähiger Umsatzsteuern nach Abzug von Skonti und Rabatten, alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert zu dem Standort und in den erforderlichen, von der Geschäftsleitung beabsichtigten betriebsbereiten Zustand zu bringen und die ursprünglich geschätzten Kosten für den Abbruch und die Beseitigung des Gegenstandes und die Wiederherstellung des Standortes, an dem er sich befindet, die Verpflichtung, die ein Unternehmen entweder bei Erwerb des Gegenstandes oder als Folge der Nutzung des Gegenstands über eine bestimmte Periode zu anderen Zwecken als der Herstellung von Vorräten eingeht.
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Arbeit und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen im Rahmen der Gegenüberstellung von IFRS for SMEs und BilMoG.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den deutschen Mittelstand anhand quantitativer und qualitativer Kriterien und gibt einen Überblick über das SME-Projekt des IASB.
3 Die IFRS-SME-Rechnungslegung: Es folgt eine detaillierte Betrachtung des Konzepts, des Regelungsumfangs und ein direkter Vergleich spezifischer Bilanzierungssachverhalte zum deutschen BilMoG.
4 kritische Würdigung des IFRS for SMEs: Hier wird die Eigenständigkeit des Standards diskutiert und eine fundierte Argumentation zu den Vor- und Nachteilen für deutsche KMU, insbesondere in Bezug auf Internationalisierung und Kosten, geführt.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit lehnt die allgemeine Anwendung des IFRS for SMEs für deutsche KMU derzeit ab, da das reformierte BilMoG eine kostengünstigere und den nationalen Bedürfnissen besser angepasste Alternative bietet.
IFRS for SMEs, BilMoG, Mittelstand, KMU, Rechnungslegung, Einzelabschluss, IASB, Bilanzierung, Anlagevermögen, Rückstellungen, Eigenkapital, Internationalisierung, Transparenz, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Handelsbilanz.
Die Arbeit analysiert die Eignung des internationalen Rechnungslegungsstandards "IFRS for SMEs" als Alternative für deutsche mittelständische Unternehmen nach der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG).
Die Untersuchung umfasst die Definition des Mittelstands, die Konzeption des IFRS for SMEs, den Vergleich bilanzieller Sachverhalte zum BilMoG sowie eine kritische Bewertung der Vor- und Nachteile für deutsche Unternehmen.
Das Ziel ist es, eine wissenschaftliche Aussage über die Vorteilhaftigkeit des IFRS-Standards für deutsche Mittelständler zu treffen, insbesondere unter der Frage, ob eine Umstellung eine Verbesserung der Rechnungslegung darstellt.
Die Arbeit nutzt die vergleichende Analyse, indem sie die Vorschriften des IFRS for SMEs direkt den Regelungen des HGB nach BilMoG gegenüberstellt und diese hinsichtlich praktischer Auswirkungen bewertet.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Unterschieden in der Bilanzierung von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten, Vorräten, Rückstellungen, Eigenkapital, Pensionsverpflichtungen und latenten Steuern.
Die zentralen Schlagworte sind IFRS for SMEs, BilMoG, Mittelstand, KMU, Rechnungslegung, Transparenz und Unternehmensfinanzierung.
Der IFRS for SMEs erlaubt den Komponentenansatz zur Abschreibung, während das BilMoG diesen nach Handelsrecht nicht vorsieht, was zu abweichenden Abschreibungsmethoden führt.
Das BilMoG dient als deutscher Referenzrahmen, da es das deutsche Bilanzrecht modernisiert hat und nun als kostengünstige und bewährte Alternative zum internationalen Standard fungiert.
Aufgrund der freiwilligen Basis, der Pflicht zur Erstellung einer Steuerbilanz nach HGB und der hohen Umstellungs- und Folgekosten überwiegen für rein national tätige Unternehmen oft die Belastungen.
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