Bachelorarbeit, 2024
54 Seiten, Note: 1,1
Das Hauptziel dieser Bachelor-Thesis ist es, durch eine systematische Literaturrecherche die Forschungsfrage zu beantworten, welchen Einfluss soziale Medien auf das Ernährungsverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 27 Jahren haben. Dabei werden sowohl positive als auch negative Aspekte berücksichtigt.
3.2 Soziale Medien
Die Bezeichnung „soziale Medien“ (englisch: Social Media) dient als Oberbegriff für digitale Medien und Technologien, deren Funktionen es den Nutzern ermöglicht untereinander zu kommunizieren und mediale Inhalte, die einzeln oder kombiniert aus Texten, Bildern, Audio oder Video bestehen können, zu gestalten. Derartige Angebote konnten in den letzten Jahren einen rasanten Anstieg der Nutzerzahlen verzeichnen. So sind mittlerweile mehr als drei Viertel (78%) der Internetnutzer in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet, wobei es sich bei zwei Dritteln (67%) um aktive Nutzer handelt. Neben der Darstellung der eigenen Persönlichkeit dienen soziale Medien auch der Interaktion der Nutzer untereinander. Zur Schau gestellte Inhalte können kommentiert, bewertet und empfohlen werden. Nutzer können auf diese Weise Kontakte aufbauen und pflegen. Zugleich erfährt der Nutzer eine unmittelbare Rückmeldung im Hinblick auf die Außenwirkung seiner digitalen Identität. Indem jeder Nutzer für ihn relevante Inhalte auswählt, weiterverbreitet und sein Wohlgefallen kundtut, erhält der Einzelne eine durch sein sozial-mediales Umfeld selektierte Zusammenstellung von Informationen (Schwartmann & Ohr, 2015).
Der Begriff Influencer stammt von dem englischen Wort „influence“ (deutsch: „Einfluss" oder „beeinflussen") ab. Es existiert, wie so oft bei der Entwicklung neuer Marketingformate, bisher keine einheitliche Definition (Kost & Seeger, 2020). Generell sind Influencer Personen der Internetöffentlichkeit, die ihren Followern aufgrund ihrer Berühmtheit, ihrer Reichweite oder ihrer Expertise erreichen und mehr oder weniger beeinflussen. Bei den meisten Influencern fallen Inhalte sozialer Kommunikation mit ihrer Community, sowie ökonomische Interessen zusammen, wobei die Grenzen zwischen Werbung und redaktionellen Content oftmals verschwimmen (vom Orde, 2019). Influencer sind schlicht übersetzt Beeinflusser oder Meinungsführer, die Informationen in Form von Empfehlungen vermitteln und maßgeblich das Kaufverhalten anderer beeinflussen. Sie sind aber nicht immer Experten und Experten auch nicht immer Influencer. Was die Anziehungskraft der erfolgreichsten Influencer ausmacht, sind sie selbst: ihre Authentizität, Ehrlichkeit und Spontanität. Je nach Branche haben hochkarätige Influencer Wissen, Stil und größere Netzwerke (Töpfer, Trapp & Nguyen, 2018). Grundsätzlich lassen sich Influencer in zwei Kategorien einteilen. Zum einen die beziehungsstarken Multiplikatoren, die stark vernetzt sind, eine große Reichweite haben und sich nicht auf einen Themenbereich festlegen. Zum anderen gelten einflussnehmende Meinungsführer als Experten auf ihrem Gebiet und werden innerhalb einer spezifischen Szene geschätzt, was sie trotz fehlender Breitenwirkung zu effizienten Botschaftern macht (Nirschl & Steinberg, 2018).
Einleitung und Problemstellung: Beschreibt die wachsende Relevanz sozialer Medien im Alltag und deren potenziellen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sowohl positive als auch negative Aspekte.
Zielsetzung: Definiert das Hauptziel der Arbeit: mittels systematischer Literaturrecherche den Einfluss sozialer Medien auf das Ernährungsverhalten von 14- bis 27-Jährigen zu untersuchen.
Gegenwärtiger Kenntnisstand: Erläutert grundlegende Begriffe wie soziale Medien und Influencer, stellt Statistiken zur Mediennutzung in Deutschland vor und beschreibt das Ernährungs- sowie Gesundheitsverhalten von Jugendlichen.
Methodik: Beschreibt die deduktive Vorgehensweise der Literaturrecherche, die Ein- und Ausschlusskriterien für Studien sowie die Suchstrategie in Datenbanken wie PubMed und Springer Link zur Beantwortung der Forschungsfrage.
Ergebnisse: Fasst die Hauptbefunde aus 12 ausgewählten Primärstudien zusammen, die den Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung, Körperbild, Essverhalten und Sucht untersuchen.
Diskussion: Bietet eine kritische Analyse der Studienergebnisse, beleuchtet Limitationen der Forschung, wie die Covid-19-Pandemie und die Verwendung von Selbstauskunftsfragebögen, und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Zusammenfassung: Stellt die Schlüsselresultate der Bachelorarbeit dar, die den enormen Einfluss sozialer Medien auf das Essverhalten, das Selbstbild und das Körperbild junger Menschen unterstreichen und die Notwendigkeit von Aufklärung betonen.
Soziale Medien, Ernährungsverhalten, Jugendliche, junge Erwachsene, Influencer, Essstörungen, Körperbild, Literaturrecherche, Gesundheitsförderung, Mediennutzung, Online-Marketing, digitale Identität, Selbstwahrnehmung, Prävention, COVID-19-Einfluss
Die Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Medien auf das Ernährungsverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wobei sowohl positive als auch negative Aspekte beleuchtet werden.
Zentrale Themenfelder sind die Definition und Nutzung sozialer Medien, die Rolle von Influencern, das Ernährungs- und Gesundheitsverhalten von Jugendlichen, der Zusammenhang zwischen Mediennutzung, Körperbild und Essstörungen sowie die Methodik einer systematischen Literaturrecherche.
Das primäre Ziel ist es, mittels einer systematischen Literaturrecherche die Forschungsfrage zu beantworten, welchen Einfluss soziale Medien auf das Ernährungsverhalten von 14- bis 27-Jährigen ausüben.
Die Arbeit verwendet eine deduktive Vorgehensweise, basierend auf einer systematischen Literaturrecherche von mindestens zehn wissenschaftlichen, empirischen Primärstudien aus Datenbanken wie PubMed und Springer Link.
Der Hauptteil behandelt den aktuellen Kenntnisstand zu sozialen Medien und Ernährungsverhalten, die angewandte Methodik der Literaturrecherche, eine detaillierte Zusammenfassung der Studienergebnisse sowie deren kritische Diskussion und Schlussfolgerungen.
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Soziale Medien, Ernährungsverhalten, Jugendliche, junge Erwachsene, Influencer, Essstörungen, Körperbild, Literaturrecherche, Gesundheitsförderung und Prävention.
Die Studie konzentriert sich auf die Altersgruppe von 14 bis 27 Jahren, da diese sich in einer entscheidenden Phase der Persönlichkeitsentwicklung befindet und intensiv soziale Medien nutzt, wodurch sie besonders anfällig für deren Einflüsse ist.
Influencer verbreiten häufig Ernährungsinformationen und Schönheitsideale, die das Ernährungsverhalten und das Körperbild junger Menschen maßgeblich beeinflussen können. Dies reicht von Rezeptideen bis hin zu Diättipps, wobei die Authentizität und Glaubwürdigkeit der Inhalte oft über wissenschaftlichen Erkenntnissen stehen.
Einige der untersuchten Studien wurden während der COVID-19-Pandemie durchgeführt, deren Lockdowns und Isolation potenziell psychische Belastungen und Veränderungen im Ernährungsverhalten sowie Medienkonsum beeinflusst haben könnten, was eine Limitation der Ergebnisse darstellt.
Es wird empfohlen, Regulierungen für Ernährungstipps auf sozialen Medien einzuführen, Transparenz und Ehrlichkeit bei Werbeinhalten zu gewährleisten und Jugendliche durch gezielte Aufklärung zu stärken, um Fehlinformationen zu erkennen und ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln.
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