Bachelorarbeit, 2010
158 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Grundlagen
2.1 Definition und Herkunft des Begriffs Due Diligence
2.1.1 Käufer- und Verkäufer Due Diligence
2.2 Due Diligence in der Immobilienwirtschaft
2.3 Ziel und Nutzen einer Due Diligence Real Estate
3. Eine Due Diligence Real Estate am Beispiel des Ablaufs bei der HSH Real Estate AG
3.1 Vorstellung der HSH Real Estate AG
3.2 Ablauf
3.2.1 Beteiligte
3.2.1.1 Anleger
3.2.1.2 Geschäftsleitung und Fondsmanagement
3.2.1.3 Ankaufsabteilung der HSH Real Estate AG
3.2.2 Checklisten
3.2.3 Ablauf einer Akquisition bei der HSH Real Estate AG
3.3 Bestandteile der Due Diligence
3.3.1 Wirtschaftliche Due Diligence
3.3.1.1 Finanzielle Analyse
3.3.1.2 Standortanalyse
3.3.2 Technische Due Diligence
3.3.2.1 Umweltanalyse
3.3.3 Steuerliche Due Diligence
3.3.4 Rechtliche Due Diligence
3.3.4.1 Rechtliche Grundstücksbetrachtung
3.3.4.2 Vertragsprüfung
3.4 Bewertung nach der durchgeführten Due Diligence Real Estate
3.5 Ergebnis der Due Diligence Real Estate
4. Privatinvestition
4.1 Ablauf
4.1.1 Beteiligte
4.1.2 Idealtypischer Ablauf eines Immobilienkaufs von Privatinvestoren
4.1.3 Der Kauf am Beispiel „Bordesholm“
4.2 Bestandteile
4.2.1 Kalkulation einer Investitionssumme
4.2.2 Objektsuche
4.2.3 Besichtigung und Gutachten
4.2.4 Kaufvertrag
5. Verhältnismäßigkeit von einer Due Diligence Real Estate und der Prüfung eines Privatinvestors
6. Fazit
Diese Arbeit untersucht, warum Privatinvestoren bei Immobilienkäufen in Kiel und Umgebung im Vergleich zu institutionellen Investoren ein deutlich höheres Risiko in Kauf nehmen, indem sie auf professionelle Prüfverfahren wie die Due Diligence verzichten. Ziel ist es, die Diskrepanz im Prüf- und Kaufverhalten beider Investorengruppen zu analysieren und aufzuzeigen, wie durch eine systematische Due Diligence Risiken minimiert werden können.
3.2.1 Beteiligte
Die Durchführung einer Due Diligence Real Estate von einer einzelnen Person ist nicht möglich. Es bedarf immer der Hilfe von Spezialisten. Zwar können diese zum Teil im Hause des Kaufinteressenten angestellt sein, jedoch ist das Unternehmen auf externe Beratung und Unterstützung angewiesen. Dem Fondsmanagement und den Anlegern mangelt es in der Regel am notwendigen Know-How, woraus sich die Vergabe der Due Diligence Real Estate an geschultes Personal und Berater ergibt. Bei der Vergabe ist darauf zu achten, dass die Berater über das notwendige Wissen und die Erfahrung verfügen. Darüber hinaus bietet die Vergabe an externe Dienstleister die Vorteile der Risikoverschiebung, da der Berater durch die Pflicht zur Haftpflichtversicherung bei Falsch- und Schlechtberatung ggf. haftbar gemacht werden kann.
1. Einleitung: Beschreibt die aktuelle Marktsituation für Immobilien in Kiel und stellt die Forschungsfrage, warum Privatinvestoren bei Immobilienkäufen tendenziell auf Risikoprüfungen verzichten.
2. Grundlagen: Erläutert den Ursprung und die Definition von Due Diligence sowie deren spezifische Bedeutung und Übertragbarkeit auf die Immobilienwirtschaft.
3. Eine Due Diligence Real Estate am Beispiel des Ablaufs bei der HSH Real Estate AG: Analysiert detailliert den Due-Diligence-Prozess in einem institutionellen Umfeld, von der Unternehmensvorstellung über die Beteiligten bis hin zu den vier Kernbestandteilen der Prüfung.
4. Privatinvestition: Untersucht das Investitionsverhalten von Privatinvestoren, illustriert durch ein konkretes Fallbeispiel eines Mehrfamilienhauskaufs in Bordesholm.
5. Verhältnismäßigkeit von einer Due Diligence Real Estate und der Prüfung eines Privatinvestors: Gegenüberstellung beider Anlegertypen und ihrer Vorgehensweisen zur Identifikation von Investitionsrisiken.
6. Fazit: Führt die Analyse zusammen und bewertet die Risiken des "blinden" Investierens ohne professionelle Due Diligence im Vergleich zum institutionellen Ansatz.
Due Diligence, Real Estate, Immobilieninvestition, Privatinvestor, Institutionelle Investoren, Risikominimierung, HSH Real Estate AG, Immobilientransaktion, Wirtschaftliche Due Diligence, Technische Due Diligence, Steuerliche Due Diligence, Rechtliche Due Diligence, Immobilienmarkt Kiel, Kapitalwertmethode
Die Arbeit befasst sich mit den Unterschieden im Prüfverhalten bei Immobilienakquisitionen zwischen privaten und institutionellen Investoren, mit besonderem Fokus auf den Standort Kiel.
Verglichen werden institutionelle Investoren (dargestellt am Beispiel der HSH Real Estate AG) und Privatinvestoren, die Renditeimmobilien im Raum Kiel erwerben.
Ziel ist es zu zeigen, dass Privatinvestoren durch das bewusste Unterlassen von Gutachten und professionellen Wertermittlungen ein unverhältnismäßig hohes Risiko eingehen, während Institutionelle diesen Aufwand gezielt zur Risikominimierung nutzen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu Due-Diligence-Standards und eine praktische Fallstudie (Ankauf Bordesholm), ergänzt durch Experteninterviews mit Marktakteuren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Due-Diligence-Prozesses (wirtschaftlich, technisch, rechtlich, steuerlich) und die Analyse der Praxis, inklusive eines konkreten Fallbeispiels eines privaten Immobilienkaufs.
Zentrale Begriffe sind Due Diligence, Risikominimierung, Immobilientransaktion, Privatinvestition, institutionelle Investoren und Immobilienmarkt Kiel.
Institutionelle Investoren wie die HSH Real Estate AG unterliegen regulatorischen Auflagen und einer Treuepflicht gegenüber Anlegern, weshalb ein systematischer und dokumentierter Prüfungsprozess obligatorisch ist.
Der Nachfrageüberschuss und das sinkende Angebot in Kiel führen zu einem hohen Entscheidungsdruck, der Privatinvestoren dazu verleitet, auf gründliche Prüfungen zu verzichten, um den Zuschlag für ein Objekt nicht zu verlieren.

