Bachelorarbeit, 2010
31 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Verein und Revolution
2.1 Der Verein in der Forschung
2.2. Die demokratischen Vereine in der Revolution von 1848/49
2.3. Württemberg und die Revolution
3. Die Entwicklung der württembergischen Volksvereine
3.1. Organisation und Struktur
3.1.1. Aufbau und Verbreitung
3.1.2. Spektrum der Mitglieder
3.1.3. Medien der Artikulation
3.2. Politische Partizipation: Die außerparlamentarische Arbeit
3.2.1. Herbst und die Konterevolution
3.2.2. Frühling und die Reichsverfassung
3.2.3. Sommer und das Ende
4. Fazit: Erfolgreich „durch Ordnung zur Freiheit“?
5. Literaturnachweis
5.1. Quellen
5.2. Sekundärliteratur
Diese Arbeit untersucht, wie es den gemäßigten Demokraten in Württemberg während der Revolution 1848/49 gelang, freiheitliche Ziele zu verfolgen und gleichzeitig einen legalen, gesetzestreuen Handlungsrahmen zu wahren. Im Zentrum steht die Analyse der Organisationsformen, der politischen Partizipation und der internen Profilierung der württembergischen Volksvereine im Spannungsfeld zwischen revolutionärem Aufbruch und ordnungspolitischer Mäßigung.
3.1.1. Aufbau und Verbreitung
Doch bereits nach der Konstituierung des Stuttgarter Hauptvereins im April 1848 zeichnete sich der nahende Bruch der Bewegung ab. Die organisatorische Einheit konnte bis zur Spaltung der Bewegung im Juli 1848 aufrecht erhalten werden. Erst danach waren die Demokraten Württembergs eigenständig in den Volksvereinen organisiert. Die Spaltung übertrug sich auch auf die Ortsvereine. Bereits am 10. Juli wurden im demokratischen Vereinsblatt „Der Beobachter“ die Statuten des Stuttgarter Volksvereins vom 8. Juli 1848 abgedruckt.
Der Grund für die Spaltung ist in der Konzeption der Zusammenarbeit bis zum Sommer zu suchen. Die Vereine des Frühjahres 1848 waren vor allem auf die Wahlorganisation ausgerichtet. Die Punkte 5-10 und I–V des Gründungsprogramms der vaterländischen Vereine betrafen die Wahl, beziehungsweise die jeweiligen Aufgaben der Abgeordneten. Nach der Wahl der Nationalversammlung fehlte es besonders dem Hauptverein Stuttgart an einer Handlungsmotivation. Seine Tätigkeit ging schnell zurück.
Die Demokraten Württembergs reagierten auf ihre im Vergleich zum Beginn der Revolution veränderte Position auf der Bühne der politischen Partizipation, indem sie aus den Vaterländischen Vereinen austraten. In der Frankfurter Nationalversammlung waren die Liberal-konstitutionellen in der Mehrheit und auch das württembergische Märzministerium entsprach dieser politischen Strömung. Im Sommer 1848 herrschte bei den Demokraten die Überzeugung, dass „die Scheidung der Bürger in Parteien die notwendige Folge eines freiwerdenden Staatswesens sei“.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob die gemäßigten Demokraten in Württemberg ihre freiheitlichen Ziele durch legitimiertes Handeln innerhalb gesetzlicher Bahnen erreichen konnten.
2. Verein und Revolution: Dieses Kapitel verortet die württembergischen Vereine forschungsgeschichtlich und analysiert die demokratische Vereinsorganisation im Kontext der Gesamt-Revolution von 1848/49.
3. Die Entwicklung der württembergischen Volksvereine: Das Hauptkapitel untersucht detailliert die organisatorischen Strukturen, das soziale Mitgliederspektrum, die Medien der Artikulation sowie die politische Partizipation der Volksvereine in verschiedenen Phasen der Revolution.
4. Fazit: Erfolgreich „durch Ordnung zur Freiheit“?: Das Fazit resümiert, dass das Festhalten an der gesetzlichen Ordnung zwar die Entfesselung einer sozialen Revolution verhinderte, aber auch das Zurückstecken freiheitlicher Ziele erforderte.
5. Literaturnachweis: Dieses Kapitel listet die verwendeten Primärquellen und die wissenschaftliche Sekundärliteratur auf.
Württemberg, Revolution 1848/49, Volksvereine, gemäßigte Demokraten, politische Partizipation, Vereinswesen, Gesetzlichkeit, Märzrevolution, Reichsverfassung, Nationalversammlung, Centralmärzverein, Öffentlichkeitsarbeit, liberale Bewegung, Republik, außerparlamentarische Arbeit
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und politische Rolle der demokratischen Volksvereine in Württemberg während der deutschen Revolution 1848/49.
Die Arbeit fokussiert auf die organisatorische Struktur der Vereine, deren Mobilisierungsstrategien sowie ihr Spannungsverhältnis zwischen radikalen Zielen und der Einhaltung der gesetzlichen Ordnung.
Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie die gemäßigten Demokraten Einfluss auf die Revolution nahmen, während sie ihre Forderungen innerhalb eines legitimierten, legalen Rahmens vertraten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung der modernen Forschungsliteratur sowie zeitgenössischer Zeitungsberichte und Quellen, um die Entwicklung der Volksvereine phasenweise nachzuvollziehen.
Der Hauptteil analysiert die organisatorische Entwicklung der Volksvereine (Aufbau, Mitglieder, Medien) und deren konkrete politische Partizipation in verschiedenen Phasen der Revolution, etwa während der Reichsverfassungskampagne.
Wichtige Begriffe sind insbesondere: württembergische Volksvereine, gemäßigte Demokraten, Gesetzlichkeit, 1848er Revolution und politische Partizipation.
Die demokratischen Vereine distanzierten sich von den konstitutionellen Liberalen und organisierten sich eigenständig, wobei sie weiterhin an der Ablehnung gewaltsamer Umsturzmittel festhielten.
Aufgrund ihrer Verinnerlichung demokratischer Prinzipien und der Sorge, durch ungesetzliches Handeln die bereits erreichten Errungenschaften der Revolution im eigenen Land zu gefährden, blieb die Mehrheit der gemäßigten Demokraten bei einer defensiven und legalistischen Haltung.
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