Magisterarbeit, 2010
148 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Forschungsgeschichte und Quellenlage
2.1. Forschungsgeschichte
2.2. Zur Quellenlage
3. Naturräumlicher Überblick
3.1. Das Untersuchungsgebiet
3.2. Klima
3.2.1. Sommer
3.2.2. Winter
3.2.3. Frühling und Herbst
3.3. Klimaveränderungen
3.3.1. Paläoklima
3.3.2. Aktuelle Klimaveränderungen
3.4. Geologie und Geomorphologie
3.4.1 Geologie
3.4.2 Geomorphologie
3.5. Hydrogeographie
3.6. Böden
3.7. Vegetation
4. Entwicklung des Siedlungsraums Orkhontal
5. Methoden
5.1. Geländeaufnahmen mit dem DGPS
5.2. Beschreibung der Anlagen
5.3. Auswertung von Kartenmaterial und Luftbildern
5.4. Bearbeitung der Daten mit ArcGIS
5.5. Viewshed- Analysis in ArcMAP
6. Ergebnisse der Standortaufnahme
6.1. Lage im Gelände
6.2. Struktur und Aufbau der Anlagen
6.2.1. Form
6.2.2. Maße und Flächeninhalte der Anlagen
6.2.3. Umfassung
6.2.4. Innenbebauung
6.2.5. Zugang
6.2.6. Ausrichtung der Anlagen
6.3. Funde und chronologische Einordnung
7. Ergebnisse der Sichtbarkeitsanalyse
7.1. Sichtbereiche von Anlage 1
7.2. Sichtbereiche von Anlage 2
7.3. Sichtbereiche von Anlage 3
7.4. Sichtbereiche von Anlage 4
7.5. Sichtbereiche von Anlage 5
7.6. Sichtbereiche von Anlage 6
7.7. Sichtbereiche von Anlage 7
7.8. Sichtbereiche der Zitadelle von Khar Balgas
7.9. Sichtbereiche exponierter Punkte auf die Anlagen
7.10. Ergebnisse der Verschneidung von Sichtbereichen
8. Kulturgeographisch-archäologische Interpretation und Diskussion
8.1. Zur Lage im Gelände
8.2. Zu Struktur und Aufbau der Anlagen
8.3. Zu Funden und chronologischer Einordnung
8.4. Zur Deutung und Funktion der Anlagen
8.5. Zur Nachnutzung
8.6. Zur Sichtbarkeit
8.7. Zu Verbindungen nach Khar Balgas
8.8. Zu Siedlungstraditionen und Machtzentren
8.9. Zur Legitimation der Herrschaft- das Orkhontal als Geschichtsraum
9. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Standorteigenschaften von Wallanlagen im mittleren Orkhontal, um deren unbekannte Funktion und Chronologie durch eine Kombination aus DGPS-Vermessung, Luftbildauswertung und Sichtbarkeitsanalysen zu erschließen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf Regelhaftigkeiten in Form und Lage, Sichtbeziehungen zwischen den Anlagen untereinander sowie deren Sichtverbindung zur ehemaligen uighurischen Hauptstadt Khar Balgas.
6.2.1. Form
Ein Charakteristikum der untersuchten Wallanlagen ist unter anderem, dass sie keinen streng rechteckigen oder quadratischen Grundriss haben sondern dass ihre Seitenlängen unregelmäßig angelegt sind. Prinzipiell weisen die Anlagen unterschiedliche Formen auf (Abbildung 19). Die Grundformen der untersuchten Wallanlagen können dabei grob in quadratische und rechteckige unterteilt werden. Die Anlagen 1, 3 (ohne Annex), 6 und 7 erinnern am ehesten an Quadrate. Auch „Wall 300“ könnte, bei gedanklicher Weiterführung der südlichen Bank eine annähernd rechteckige Form aufweisen. Denkt man sich bei Anlage 5 die fehlende Ecke dazu, weist sie, ebenso wie Anlage 2 eine eher rechteckige Form auf. Anlage 4 hat mit ihren sich zur südwestlichen Seite hin verengenden Längsseiten eine beinahe trapozoide Form.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Bedeutung des Orkhontals als Zentrum nomadischer Steppenreiche und begründet die Notwendigkeit der Katalogisierung und Sichtbarkeitsanalyse der bislang wenig erforschten Wallanlagen.
2. Forschungsgeschichte und Quellenlage: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die archäologische Forschung im Orkhon-Tal und bewertet die vorliegende Quellenlage, die durch Sprachbarrieren und eine Konzentration auf monumentale Stelen erschwert wird.
3. Naturräumlicher Überblick: Es werden die geographischen, klimatischen, geologischen und vegetationskundlichen Rahmenbedingungen des Untersuchungsgebietes detailliert dargelegt.
4. Entwicklung des Siedlungsraums Orkhontal: Der Abschnitt beleuchtet die historische Entwicklung des Orkhontals als Siedlungs- und Machtzentrum vom Paläolithikum bis zur Mongolenzeit.
5. Methoden: Hier werden die wissenschaftlichen Methoden erläutert, insbesondere der Einsatz von DGPS zur Vermessung sowie der Einsatz von ArcGIS für die Sichtbarkeitsanalysen.
6. Ergebnisse der Standortaufnahme: Dieses Kapitel präsentiert die physischen Ergebnisse der Geländeaufnahmen, inklusive Lage, Struktur, Aufbau, Maße und chronologischer Einordnung der sieben untersuchten Anlagen.
7. Ergebnisse der Sichtbarkeitsanalyse: Die Resultate der mittels GIS durchgeführten Sichtbarkeitsanalysen für jede der sieben Anlagen werden hier visualisiert und ausgewertet.
8. Kulturgeographisch-archäologische Interpretation und Diskussion: Die gewonnenen Erkenntnisse werden interpretiert, wobei insbesondere die funktionale Deutung der Anlagen und ihre Rolle als mögliche "Beobachtungsposten" diskutiert werden.
9. Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit und formuliert Empfehlungen für weiterführende Forschungsschritte.
Orkhontal, Zentralmongolei, Wallanlagen, Steppenarchäologie, Sichtbarkeitsanalyse, DGPS, GIS, Geoarchäologie, Karakorum, Khar Balgas, Xiongnu, Türkenzeit, Siedlungsforschung, prähistorische Archäologie, Kulturlandschaft
Die Arbeit untersucht Wallanlagen im mittleren Orkhontal, deren Alter und Funktion bisher ungeklärt waren, unter Einsatz moderner Vermessungs- und Analysemethoden.
Neben der archäologischen Katalogisierung der Anlagen bilden die räumliche Analyse der Standortwahl sowie die Untersuchung der Sichtbeziehungen im Gelände die Kernbereiche.
Die Arbeit fragt nach Regelhaftigkeiten in der Form und Lage der Anlagen, nach deren Sichtweite untereinander sowie nach ihrer Sichtlinie zu bedeutenden Machtzentren wie Khar Balgas.
Es werden DGPS-Geländeaufnahmen, die Auswertung von Luftbildern und ein GIS-basiertes "Viewshed-Tool" (Sichtbarkeitsanalyse) angewendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Standortaufnahme, die Ergebnisse der Sichtbarkeitsanalysen sowie eine kulturgeographisch-archäologische Interpretation der Befunde im historischen Kontext.
Wichtige Begriffe sind Orkhontal, Wallanlagen, Sichtbarkeitsanalyse, GIS, Steppenarchäologie und Siedlungsforschung.
Das Orkhontal bietet mit seiner geringen Vegetationsbedeckung ideale Voraussetzungen für diese Methode, um die (strategische) Funktion der Anlagen als mögliche Beobachtungsposten zu prüfen.
Sie dient als Referenzpunkt für die Sichtbarkeitsanalysen, da eine historische Verbindung der Wallanlagen zu diesem Machtzentrum durch Sichtlinien untersucht werden soll.
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