Bachelorarbeit, 2008
50 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Historische Entwicklung
2.1 GNU/Linux - Ein Erfolgsmodell?
3 Software als ökonomisches Gut
3.1 Was ist Open Source-Software?
3.2 Proprietäre Software
4 Geistiger Eigentumsschutz an Software und Lizenzierungsmodelle
4.1 Urheberrecht und Patentrecht
4.1.1 Open Source und Softwarepatente
4.2 Abgrenzung zu weiteren Lizenzmodellen
5 Open Source Lizenzen
5.1 Das Prinzip des Copyleft
5.2 GPL
5.3 BSD
5.4 LGPL
5.5 MPL
5.6 Andere Open Source Lizenzen
5.6.1 Lizenzen mit Wahlmöglichkeiten
5.6.2 Lizenzen mit Sonderrechten
6 Motivation und wirtschaftliche Aspekte von Open-Source-Projekten
6.1 Besonderheiten des Entwicklungsprozess bei Open Source Software
6.2 Auswirkungen von Open Source of Softwaremärkte
6.2.1 Theorie der Softwaremärkte
6.2.2 Softwaremärkte als bestreitbare Märkte
6.2.3 Wettbewerbswirkungen von Open Source
6.3 Unternehmerische Strategien
6.4 Kritik am Open-Source Modell
7 Zusammenfassung, Ausblick und Schlussbemerkungen
Diese Arbeit untersucht die wirtschaftlichen Aspekte und rechtlichen Rahmenbedingungen von Open-Source-Software. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse verschiedener Lizenzmodelle, der ökonomischen Einordnung von Software als Gut sowie der Auswirkungen von Open Source auf Wettbewerb und Softwaremärkte.
3.1 Was ist Open Source-Software?
Open Source Software unterscheidet sich von anderen Software-Konzepten im Wesentlichen durch die größtmöglichen Freiheiten in der Nutzung, die dem Benutzer eingeräumt werden, herauszuheben ist vor allem die freie Verfügbarkeit des Quellcodes, welcher auch modifiziert und anschließend verbreitet werden darf. Der Quellcode besteht aus Programmieranweisungen des Verfassers, welche in einer höheren Programmiersprache verfasst und daher auch vom Menschen lesbare Sprachkonstrukte darstellen, sie ermöglichen volle Nachvollziehbarkeit der Funktionsweise des Programms.
Die wesentlichen Eigenschaften wären demnach:
• Offen zugänglicher Quellcode
• Uneingeschränkte Nutzung, Veränderung oder Ergänzung
• In modifizierter wie nichtmodifizierter Form lizenzkostenfreie Vervielfältigung und Verbreitung
(Mundhenke 2007)
Über eine Klassifikation als Open Source Software entscheiden die Nutzungsregeln einer Lizenz, die Open Source Definition hat genaue Kriterien für Open Source entwickelt. Zur Ausführung eines Programmes muss der Quellcode in Maschinensprache übersetzt werden, was als Kompilieren bezeichnet wird. Das in der resultierenden Form vorliegende Programm wird als Objektcode bezeichnet, welcher nun für den Menschen unlesbar geworden ist, und nur durch aufwändige Prozesse teilweise wieder in Quellcode rückführbar ist. Diese Rückführungen sind äußerst mangelhaft, da sie wenig über die Programmiersprache und den eigentlichen Code aussagen in dem das Programm geschrieben wurde.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Open Source Software und führt in die zentralen Problemstellungen der Arbeit ein.
2 Historische Entwicklung: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung der Hacker-Kultur, die Bedeutung von Unix und die Entstehung von GNU/Linux nach.
3 Software als ökonomisches Gut: Hier werden die ökonomischen Eigenschaften von Software wie Nichtrivalität und Nichtausschließbarkeit sowie die Definition von Open Source Software erarbeitet.
4 Geistiger Eigentumsschutz an Software und Lizenzierungsmodelle: Das Kapitel behandelt die rechtlichen Grundlagen von Urheberrecht und Patenten sowie deren Spannungsfeld zu Open Source Software.
5 Open Source Lizenzen: Eine detaillierte Analyse der gängigen Open-Source-Lizenzmodelle, insbesondere der GPL, BSD, LGPL und MPL.
6 Motivation und wirtschaftliche Aspekte von Open-Source-Projekten: Fokus auf Entwicklungsprozesse, unternehmerische Strategien und eine kritische ökonomische Bewertung des Modells.
7 Zusammenfassung, Ausblick und Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Betrachtung der gewonnenen Erkenntnisse und Fazit zur Marktsituation von Open Source.
Open Source Software, freie Software, Linux, Softwarelizenzen, GPL, Copyleft, Softwaremärkte, ökonomische Bewertung, Urheberrecht, Softwarepatente, Netzwerkeffekte, Innovationskraft, Geschäftsmodelle, Interoperabilität, Open Source Initiative.
Das Ziel der Arbeit ist die Beschreibung wichtiger Aspekte von Open-Source-Software, insbesondere der Lizenzmodelle und der wirtschaftlichen Auswirkungen auf Softwaremärkte.
Die Untersuchung umfasst die Historie von GNU/Linux, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Software, eine ökonomische Analyse von Software als Gut und eine Bewertung verschiedener Geschäftsmodelle.
Die Arbeit untersucht, wie das Open-Source-Modell trotz seiner Abkehr von klassischen Bepreisungsmechanismen wirtschaftlich effizient und wettbewerbsfähig gegenüber proprietärer Software agieren kann.
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die auf ökonomischen Theorien (z.B. Theorie bestreitbarer Märkte) und der Auswertung bestehender Fachliteratur und Lizenzkriterien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomische Einordnung von Software, die rechtlichen Schutzmechanismen, die Analyse spezifischer Open-Source-Lizenzen sowie die Untersuchung der Entwicklungsmodelle und Unternehmensstrategien.
Zu den Schlüsselwörtern gehören Open Source Software, freie Software, GPL, Copyleft, Softwarepatente und ökonomische Auswirkungen von Open Source.
Patente können die freie Implementierung von Funktionen in Open-Source-Projekte verhindern, da sie exklusive Monopole schaffen, die den Prinzipien der Offenheit widersprechen.
Unternehmen nutzen Geschäftsmodelle wie komplementäre Dienstleistungen, Subskriptionen, Patronage oder duale Lizenzierung, um indirekt durch Zusatzleistungen oder Markteintrittsvorteile zu profitieren.
Kritiker führen an, dass bei freien Gütern Anreize zum „Free-Riding“ bestehen könnten, was theoretisch zu einer ineffizienten Unterversorgung führen könnte, da die Bepreisung als Steuerungsinstrument fehlt.
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