Bachelorarbeit, 2010
51 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Kultur – Medien - Medienkultur
2.1. Populärkultur: Historie und Gesellschaft
2.2. Sozialer Wandel und Medienkultur
3. Der Star
3.1 Seine Wegbereiter und ihre soziale Funktion
3.2. Starbegriff
3.2.1. Das Idol
3.2.2. Das Vorbild
3.3. „Star-Sein“
4. Der Star als „soziales Konstrukt“
4.1. „Star-Image“
4.2. „Star-Mensch“ und „Star-Rolle“
5. Die Parasoziale Beziehung zwischen Star und Nutzer
5.1. Einführende Begriffsbestimmungen
5.2. Parasoziale Beziehungen
5.3. Nähe-Distanz und Projektion
5.4. Identität und Identifikation
6. Empirie Teil: Eine Qualitative Inhaltsanalyse
6.1. Vorgehensweise der Online-Datenerhebung
6.2 Forschungsmethode
6.3. Durchführung der Qualitativen Inhaltsanalyse
6.4. Starportrait: Lena Meyer-Landrut
7. Fallanalyse am Star-Phänomen der Lena Meyer-Landrut
8. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die sozialen Beweggründe für die Faszination, die Medienpersonen auf ihre Fans ausüben, wobei das Phänomen der Lena Meyer-Landrut als Fallbeispiel dient. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, wie Stars in einer modernen, individualisierten Gesellschaft als Projektionsflächen für persönliche Sehnsüchte, als Vorbilder und als Ersatz für reale soziale Beziehungen fungieren.
3.1. Seine Wegbereiter und ihre soziale Funktion
Bevor sich die Arbeit einer Begriffsklärung des „Stars“ nähert, soll sie sich im Folgenden ihren Vorläufern und Wegbereitern widmen. Um die soziale Funktion des modernen Medienstars zu erkennen und seinen relationalen Charakter zu verstehen, orientiert sich die Arbeit an dieser Stelle nicht an der Gegenwartsgesellschaft, sondern geht zurück in die Menschheitsgeschichte und zu den Anfängen der Stargeschichte.
Zu den Merkmalen menschlicher Gruppierungen gehört seit jeher, dass sich in ihnen Menschen mit einem besonderen Ansehen bilden. Menschen „[…] die neben dem Dunkeln der Anderen, […]“ (Ludes, S. 88) hervorleuchten. Rekonstruiert man die Phasen der Menschheitsentwicklung und betrachtet man die überlieferten Mythen, so lässt sich vermuten, dass schon seit mehreren Jahrtausenden Personen mit außergewöhnlicher physischer Stärke oder einer außeralltäglichen Schönheit als besonders herausragend angesehen und bewundert wurden.
Immer waren es Menschen, die das Durchschnittliche, die dominante Regelmäßigkeit der Gruppe durchbrachen. So waren es in der griechischen Mythologie Halbgötter und -göttinnen, die von ihren Bewunderern idealisiert und verehrt wurden. In anderen Epochen und Kulturen waren es die Helden und Heldinnen, denen eine besondere Funktion zugesprochen wurde oder die charismatischen Führer, die ein Ideal für ihre Anhänger verkörperten. Für den Soziologen und Medienwissenschaftler Peter Ludes etablierte sich das Prinzip des Stars lange Zeit vor der Begrifflichkeit des Stars als Kulturphänomen des 20. Jahrhunderts.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Star-Phänomen als vernachlässigtes Forschungsfeld vor und definiert das Ziel, die sozialen Motive hinter der Faszination für Medienpersonen qualitativ zu untersuchen.
2. Kultur – Medien - Medienkultur: Dieses Kapitel erläutert den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichem Wandel, Massenmedien und der Entstehung einer Kultur, die zunehmend durch individuelle Orientierungsbedürfnisse geprägt ist.
3. Der Star: Es wird die historische Entwicklung des Star-Begriffs sowie die Unterscheidung zwischen Idolen und Vorbildern dargelegt, um das "Star-Sein" als relationales System zu begreifen.
4. Der Star als „soziales Konstrukt“: Das Kapitel analysiert die innere Struktur von Star-Images und das Wechselspiel zwischen beruflicher Rolle und medial vermittelter privater Identität.
5. Die Parasoziale Beziehung zwischen Star und Nutzer: Hier wird das Konzept der parasozialen Interaktion als medieninduzierte, einseitige, aber psychologisch wirksame Beziehung definiert.
6. Empirie Teil: Eine Qualitative Inhaltsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der Online-Datenerhebung im Lena-Fan-Forum und legt die qualitativen Auswertungsschritte offen.
7. Fallanalyse am Star-Phänomen der Lena Meyer-Landrut: Die Fallanalyse präsentiert die Ergebnisse der Befragung hinsichtlich der Identifikationsmuster, Projektionen und sozialen Funktionen des Stars Lena.
8. Resümee: Das Fazit fasst zusammen, dass Stars als Orientierungshilfen und Kompensationsmittel in einer komplexen Gesellschaft eine zentrale Funktion für die Identitätsentwicklung ihrer Fans einnehmen.
Starphänomen, Lena Meyer-Landrut, parasoziale Beziehung, Fan-Forschung, Identifikation, Projektion, Populärkultur, Medialisierung, soziale Funktion, Vorbildfunktion, Identitätskonstruktion, Qualitative Inhaltsanalyse, Medienwirkung, Star-Image, Kompensation.
Die Arbeit untersucht die sozialen Hintergründe und Motive, warum Menschen eine besondere Bindung zu Medienstars aufbauen und welche Funktionen diese Stars in ihrem Leben übernehmen.
Zentrale Themen sind die Medientheorie der Populärkultur, die Konstruktion von Star-Images, das Konzept der parasozialen Beziehungen sowie die psychologische Bedeutung von Identifikation und Projektion.
Das Ziel ist es, die Faszination für Medienstars zu ergründen und aufzuzeigen, wie Fans in einer modernen, individualisierten Gesellschaft durch die parasoziale Beziehung zu einem Star Orientierung finden und eigene Defizite kompensieren.
Die Autorin führt eine qualitative Inhaltsanalyse durch, basierend auf einer Online-Umfrage unter Fans in einem Fan-Forum zur Person Lena Meyer-Landrut.
Der Hauptteil gliedert sich in einen ausführlichen theoretischen Teil zur Soziologie und Medienpsychologie des Stars sowie einen empirischen Teil, in dem die Daten der Fan-Umfrage kategorisiert und analysiert werden.
Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie parasoziale Beziehung, Star-Image, Identifikation, Vorbildfunktion und Kompensation bestimmt.
Laut der Arbeit ist die Distanz essenziell, um die Illusion der parasozialen Beziehung aufrechtzuerhalten und das Idealbild des Stars vor der enttäuschenden Realität des "echten" Menschen zu schützen.
Die Fans beschreiben Lena durchweg positiv, heben ihre Authentizität, ihr natürliches Wesen und ihre charismatische Ausstrahlung hervor, was ihre Identifikation und Vorbildfunktion für die Befragten stärkt.
Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Star weit über die Unterhaltung hinaus als Identifikationssymbol und als hilfreiche Projektionsfläche für die eigene Persönlichkeitsentwicklung der Fans dient.
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