Diplomarbeit, 2010
104 Seiten, Note: 1,0
1 THEORIE
1.1 Lebensphase Jugend
1.1.1 Begriffsbestimmung
1.1.2 Zeitliche Dimension
1.1.3 Inhaltliche Charakteristika
1.2 Die zentralen Themen der Jugend
1.2.1 Entwicklung als Aufgabe
1.2.2 Der Katalog der Entwicklungsaufgaben
1.2.3 Entwicklungsbereiche
1.2.4 Die aktuelle Situation der Adoleszenten
1.3 Die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben
1.3.1 Die Entwicklungslogik
1.3.2 Ressourcen der Entwicklungsregulation
1.4 Die Persönlichkeit
1.4.1 Klassifikation der Persönlichkeit
1.4.2 Persönlichkeitstypen
1.4.3 Der Einfluss der Persönlichkeit auf die Entwicklungsregulation
1.5 Der Selbstwert
1.5.1 Begriffsdefinition
1.5.2 Der globale Selbstwert in der Adoleszenz
1.6 Interpersonelle Disparitäten im Entwicklungsverlauf
2 ZIELSTELLUNG
2.1 Fragestellungen
2.2 Hypothesen
3 METHODE
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Stichprobe
3.3 Erhebungsinstrument
3.3.1 Das Inventar der Entwicklungsaufgaben
3.3.2 Die Erhebung der Persönlichkeitsdispositionen
3.3.3 Die Erfassung des Selbstwertes
3.4 Versuchsdurchführung
3.4.1 Datenerhebung
3.5 Statistische Auswertung
3.5.1 Dateneingabe
3.5.2 Datenvorbereitung
3.5.3 Datenbereinigung
3.5.4 Methodenbezogene Auswertung
3.5.5 Hypothesenprüfende Auswertung
4 ERGEBNISSE
4.1 Methodenbezogene Ergebnisse
4.2 Ergebnisse der Klassifikation von Persönlichkeitstypen
4.3 Hypothesenbezogene Ergebnisse
4.3.1 Körper und Geschlechterrolle
4.3.2 Der Umbau sozialer Beziehungen
4.3.3 Identität und Leistungsorientierung
4.3.4 Zukunftsperspektiven
4.3.5 Gesellschaftliche Partizipation
4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 DISKUSSION
5.1 Gesamtbefund und Einordnung in die Literatur
5.2 Kritische Reflektion
6 IMPLIKATION UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht, wie personale Faktoren, konkret stabile Persönlichkeitseigenschaften und der Selbstwert, die Bewältigung entwicklungspsychologischer Herausforderungen im Jugendalter (Entwicklungsaufgaben) beeinflussen und moderieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob diese Faktoren als Ressourcen für eine erfolgreiche Entwicklungsregulation fungieren können, um Jugendliche bei der aktiven Gestaltung ihres eigenen Entwicklungsprozesses zu unterstützen.
Einführung in das Thema
Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Für keinen anderen Abschnitt im menschlichen Lebenslauf scheint die Aussage so zutreffend wie für das Jugendalter, in dem sich das Individuum innerhalb kürzester Zeit einem Spektrum von Herausforderungen stellen muss. Diese Situation ist einmalig im gesamten Lebenslauf. Die Jugendphase ist gekennzeichnet durch Neuorientierung, Kreativität und einer Dynamik in der Entwicklung, die sich aus biologischen, psychischen und interpersonellen Veränderungen im Kontext der Gesellschaft ergibt.
Die Lebensphase Jugend unterscheidet sich durch qualitative Merkmale von der Kindheit und dem Erwachsenenalter und ist längst nicht mehr nur Übergang (Hurrelmann, 2010). Jugendliche steuern aktiv ihre Entwicklung, meistern Anforderungen und sind dabei immer wieder auf sich selbst zurück geworfen. Die Persönlichkeit schärft sich an den Aufgaben und ihrer Bewältigung. Doch kann auch die Persönlichkeit der Jugendlichen einen Einfluss auf die Bewältigung der vielfältigen Entwicklungsaufgaben ausüben? Im aktuellen entwicklungspsychologischen Paradigma wird Entwicklung als Handlung im Kontext beschrieben (Silbereisen, 1986). Die aktive Selbststeuerung der Jugendlichen wird im Entwicklungsprozess betont. Doch ist der Einfluss personaler Faktoren bislang kaum untersucht worden. Dies trifft insbesondere für die veränderungsintensive Lebensphase der Jugend zu.
Die wenigen empirischen Befunde zu Effekten der Persönlichkeit auf spezifische Lebensereignisse zeigen auf, dass die Kernmerkmale der Person durch ihre relative Stabilität gegenüber Umwelteffekten überwiegen können (Asendorpf, 2001b). Ziel der Untersuchung ist es, auf Basis des aktuellen Forschungsstandes und des explorativen Erkenntnisinteresses, neben generalisierten Entwicklungsanforderungen der Adoleszenz, personalisierte Einflüsse auf die Entwicklung zu analysieren.
THEORIE: Dieses Kapitel erläutert den aktuellen Forschungsstand zur Lebensphase Jugend, den Begriff der Entwicklungsaufgaben nach Havighurst sowie die Bedeutung der Persönlichkeit und des Selbstwerts für die Entwicklungsregulation.
ZIELSTELLUNG: Hier werden auf Basis der theoretischen Grundlagen die zentralen Forschungsfragen und konkrete Hypothesen hergeleitet, die den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben untersuchen.
METHODE: Dieses Kapitel beschreibt das Design der Querschnittanalyse, die Stichprobe von 378 Jugendlichen, die verwendeten Erhebungsinstrumente (u.a. Big Five Inventory) sowie die statistischen Auswertungsverfahren, wie die binär logistische Regression.
ERGEBNISSE: Hier werden die Ergebnisse der statistischen Analysen dargestellt, die zeigen, inwiefern spezifische Persönlichkeitseigenschaften als Ressourcen für die Bewältigung verschiedener Entwicklungsaufgaben im Jugendalter fungieren.
DISKUSSION: Dieses Kapitel fasst die Hauptergebnisse zusammen, ordnet sie kritisch in den theoretischen Kontext ein und diskutiert methodische Limitationen der Untersuchung sowie Konsequenzen für die pädagogische Praxis.
IMPLIKATION UND AUSBLICK: Hier werden Implikationen für die pädagogische Praxis abgeleitet, insbesondere wie Erzieher und Lehrer Jugendliche bei der Entwicklungsbewältigung unterstützen können, und es wird ein Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe gegeben.
Jugendalter, Adoleszenz, Entwicklungsaufgaben, Persönlichkeitspsychologie, Big Five, Selbstwert, Entwicklungsregulation, personale Ressourcen, Selbstkonzept, Sozialisation, Identitätsentwicklung, Lebensgestaltung, Querschnittanalyse, Bewältigungsstrategien, pädagogische Praxis
Die Arbeit untersucht, wie die Persönlichkeit von Jugendlichen und ihr Selbstwertgefühl dazu beitragen, typische Herausforderungen und Entwicklungsaufgaben des Jugendalters erfolgreich zu bewältigen.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Psychologie der Adoleszenz, das Konzept der Entwicklungsaufgaben, die Bedeutung der Persönlichkeitseigenschaften (Big Five) und die Rolle des Selbstwerts bei der Lebensbewältigung.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob und wie personale Faktoren (Persönlichkeit und Selbstwert) die Wahrscheinlichkeit erhöhen, spezifische Entwicklungsaufgaben – etwa in den Bereichen Schule, soziale Beziehungen oder Zukunftsplanung – erfolgreich zu meistern.
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittstudie, bei der 378 Jugendliche mittels Fragebögen befragt wurden. Die statistische Auswertung erfolgte primär durch binär logistische Regressionen.
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Fundierung der Forschungsstand und die Hypothesen dargelegt, gefolgt von einer detaillierten methodischen Beschreibung und der anschließenden Präsentation sowie Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Jugendalter, Entwicklungsaufgaben, Persönlichkeit, Big Five, Selbstwert, Entwicklungsregulation und personale Ressourcen.
Die Arbeit zeigt, dass Gewissenhaftigkeit mit hoher Selbstdisziplin, Planungsfähigkeit und Ausdauer einhergeht, was Jugendliche dabei unterstützt, Anforderungen in Leistungsbereichen, wie der Schule oder dem Umgang mit Geld, strukturierter und erfolgreicher zu bewältigen.
Entgegen einiger Annahmen erwies sich der globale Selbstwert nicht durchgehend als positive Einflussgröße für die Bewältigung aller Entwicklungsaufgaben; teilweise zeigten sich sogar negative oder statistisch unbedeutende Zusammenhänge, was auf die Komplexität und Unsicherheit jugendlicher Selbstentwicklungsprozesse hindeutet.
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