Diplomarbeit, 2003
117 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Allgemeiner Teil
2.1 Dehnungsmessstreifen (DMS)
2.1.1 Dehnungsbegriff
2.1.2 Aufbau und Messprinzip der DMS
2.1.3 Wheatstone´sche Bruckenschaltung
2.1.4 Signalverarbeitung
2.1.5 Störeinflusse
3. Rahmenbedingungen und Voruberlegungen
3.1 Parameter
3.2 Anforderungsliste
3.3 Konstruktive Voruberlegungen
3.3.1 Konzept
3.3.2 Kräfte aufgrund der Mahlkörperbewegung
4. Konstruktiver Teil
4.1 Auslegung und Berechnung der Bauteile
4.1.1 Mahlrohr und Mahlrohrabdeckungen
4.1.2 Mahlrohraufhängung
4.1.3 Drehmomentmessstäbe
4.1.4 Kopplung der Aufhängungen und Drehmomentmessstäbe
4.1.5 Aufnahmegehäuse und Ubergang
4.1.6 Montageeinrichtung
4.1.7 Normteile
5. Messtechnik
5.1 Auswahl der DMS und Zubehör
5.2 Applikation der DMS
5.3 Signalubertragung
6. Montage der Apparatur
7. Kalibrierung
7.1 Signalverarbeitung
7.2 Kalibrierung der Aufhängungen
7.3 Kalibrierung der Drehmomentmessstäbe
8. Ausblick
9. Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und konstruktive Umsetzung einer Messeinrichtung für eine Zentrifugalmühle, um den spezifischen Leistungseintrag sowie den Reibkoeffizienten zwischen Mahlkörperschüttung und Mahlraumwand experimentell zu bestimmen und die Mahlkörperbewegung visuell zu erfassen.
2.1.2 Aufbau und Messprinzip der DMS
Die heute meistverwendeten DMS sind Folien-DMS, deren prinzipieller Aufbau in Abb. 2.2 dargestellt ist, und im Folgenden näher erläutert werden soll.
Folien-DMS bestehen aus einer isolierenden, ca. 25μm dicken Trägerfolie aus Kunststoff, auf der sich die ca. 3 − 5μm dicke metallische Messgitterfolie befindet. Die Gestalt des Messgitters wird durch einen Atzvorgang auf fotochemischem Wege erreicht. Eine ca. 12μm dicke Abdeckfolie schützt das Messgitter gegen Umwelteinflüsse [38].
Die kreuzförmige Markierung auf dem Träger der DMS in Abb. 2.2 dient zur Ausrichtung der DMS auf dem Messobjekt.
Das grundsätzliche Messprinzip der DMS besteht darin, dass die in der Oberfläche des Messobjekts auftretenden Dehnungsänderungen einem auf dieser Oberfläche befestigten elektrischen Leiter aufgezwungen werden. Durch die Deformation des Leiters ändert sich sein elektrischer Widerstand. Aus der gemessenen Widerstandsänderung lässt sich die auftretende Dehnungsänderung mit hoher Präzision bestimmen [38].
Der elektrische Widerstand eines deformierten DMS setzt sich aus seinem Grundwiderstand R (unbelastet) und der durch die Deformation verursachten Widerstandsänderung ΔR zusammen. Aus dem elektrischen Widerstand eines Drahtes [Formel 2.9] mit dem spezifischen elektrischen Widerstand ρel, der Drahtlänge L, dem Drahtdurchmesser D und der Widerstandsänderung ΔR lässt sich die relative Widerstandsänderung darstellen.
1. Einleitung: Beschreibt die Grundlagen der mechanischen Zerkleinerung in Zentrifugalmühlen und definiert die Aufgabenstellung der Arbeit.
2. Allgemeiner Teil: Vermittelt die theoretischen Grundlagen zu Dehnungsmessstreifen, deren Funktionsweise, Wheatstone’scher Brückenschaltung, Signalverarbeitung und möglichen Störeinflüssen.
3. Rahmenbedingungen und Vorüberlegungen: Definiert die Betriebsparameter und Anforderungen an die Konstruktion sowie die theoretischen Ansätze zur Kraftberechnung.
4. Konstruktiver Teil: Detailliert die Werkstoffauswahl und Dimensionierung aller Bauteile, inklusive des Mahlrohrs, der Aufhängungen und Drehmomentmessstäbe.
5. Messtechnik: Beschreibt die Auswahl und Applikation der verwendeten Dehnungsmessstreifen und die notwendigen Schritte zur Signalübertragung.
6. Montage der Apparatur: Gibt eine chronologische Anleitung für den Zusammenbau der Messeinrichtung.
7. Kalibrierung: Erläutert die Methoden zur Kalibrierung der Aufhängungen und der Drehmomentmessstäbe.
8. Ausblick: Bewertet den Status des Projekts und benennt noch ausstehende Arbeitsschritte.
9. Zusammenfassung: Fasst das gesamte Forschungsvorhaben und die erzielten Ergebnisse zusammen.
Zentrifugalmühle, Dehnungsmessstreifen, DMS, Leistungseintrag, Reibkoeffizient, Mahlkörperbewegung, Mechanische Verfahrenstechnik, Festigkeitsberechnung, Wheatstone’sche Brückenschaltung, Trägerfrequenzverfahren, Konstruktion, Dimensionierung, Kalibrierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer speziellen Messeinrichtung für Zentrifugalmühlen, um physikalische Vorgänge wie Leistungseintrag und Mahlkörperbewegung quantifizierbar zu machen.
Die Arbeit verknüpft maschinenbauliche Konstruktion mit messtechnischer Sensorik, insbesondere der Anwendung von Dehnungsmessstreifen unter hohen mechanischen Lasten.
Ziel ist es, den spezifischen Leistungseintrag und den Reibkoeffizienten innerhalb der Mühle zu bestimmen sowie die Bewegung der Mahlkörper visuell zu visualisieren.
Es wird das Messprinzip der Wheatstone’schen Brückenschaltung in Kombination mit Dehnungsmessstreifen eingesetzt, ergänzt durch eine mechanische Konstruktion, die eine Biegekompensation ermöglicht.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der DMS-Technik, die Festlegung technischer Rahmenbedingungen, die detaillierte konstruktive Auslegung der Bauteile und die experimentelle Montage- und Kalibrieranleitung.
Wichtige Begriffe sind Zentrifugalmühle, Dehnungsmessstreifen (DMS), Leistungseintrag, Reibkoeffizient, mechanische Konstruktion und experimentelle Beanspruchungsermittlung.
In der Zentrifugalmühle können der Leistungseintrag und die Mahlkörperbewegung unter den gegebenen Betriebsbedingungen nicht direkt gemessen werden, weshalb eine externe, instrumentierte Konstruktion erforderlich ist.
Die Visualisierung erfolgt durch das Einsetzen eines durchsichtigen Deckels aus Plexiglas am Mahlrohr, kombiniert mit hochauflösender Kameratechnik.
Störeinflüsse werden durch die Wahl geeigneter Brückenschaltungen (Vollbrücke), eine präzise Temperaturkompensation und die Auswahl robuster, für dynamische Lasten ausgelegter DMS-Komponenten minimiert.
Die Kopplung beeinflusst die Messergebnisse, da eine Verformung der Drehmomentmessstäbe zu einer Biegung der Aufhängungen führt. Dieser Effekt wird rechnerisch berücksichtigt und durch gezielte Kalibrierung eliminiert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

