Diplomarbeit, 2011
114 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen der Jugendberufshilfe
2.1 Die Bedeutung von Arbeit für die Gesellschaft
2.2 Der Arbeitsmarkt
2.3 Die Arbeitsmarktpolitik
2.4 Die Lebensphase Jugend
2.5 Individuelle und strukturelle Bedeutung von Jugendarbeitslosigkeit
2.5.1 Arbeit und Identität
2.5.2 Arbeitsmarktpolitik für Jugendliche: Das Übergangssystem
2.6 Die Verortung der Sozialen Arbeit in dieser Gemengelage
2.6.1 Soziale Arbeit und Sozialstaat
2.6.2 Gesellschaftlicher Auftrag der Sozialen Arbeit
2.6.3 Die Jugendberufshilfe
3. Die Kompetenzagentur, ein bundesweites Programm zur beruflichen Integration besonders benachteiligter Jugendlicher
3.1 Entstehungsprozess der Kompetenzagenturen
3.2 Kompetenzagenturen (2007-2013): Aufgaben und Ziele
3.3 Die Zielgruppe: besonders benachteiligte Jugendliche
3.4 Finanzierung und beteiligte Institutionen
4. Kompetenzagenturen und die Methode zur Zielerreichung: Case Management
4.1 Das Handlungskonzept Case Management
4.1.1 Theoretische Grundlagen des Case Managements
4.1.2 Handlungsgrundlagen des Case Managements
4.1.3 Phasen des Case Managements
4.2 Case Management in der Praxis
4.2.1 Die Kompetenzagentur Eutin
4.2.2 Case Management im Alltag der KAE
5. Fazit und Ausblick
5.1 Möglichkeiten und Grenzen von Case Management in Kompetenzagenturen
5.2 Case Management zwischen Ökonomisierung und Aktivierung
5.3 Die Zukunft der Kompetenzagenturen
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle des Case Managements als Methode innerhalb der Jugendberufshilfe, insbesondere am Beispiel des Programms „Kompetenzagenturen“. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Case Management in der Sozialen Arbeit umgesetzt werden muss, um als sozialarbeitswissenschaftlich fundiertes Konzept den Anforderungen an Integration und Unterstützung gerecht zu werden, ohne dabei in die Falle einer rein ökonomisch getriebenen Steuerung zu geraten.
4.2.2 Case Management im Alltag der KAE
Der Verlauf eines konkreten, von der Kompetenzagentur Eutin begleiteten Unterstützungsprozesses gibt Einblick in die Ausgestaltung des Arbeitsauftrages ‚Case Management‘ als Methode zur Bearbeitung von Einzelfällen. In dem folgenden Fallbeispiel wird bei der Strukturierung auf die in Kapitel 4.1.3 beschriebenen Phasen des Case Management-Prozesses Bezug genommen.
Kai F. (alle Namen geändert) war neun Monate in einem Case Management der KAE. Er wurde von der Case Managerin begleitet. Zu Beginn des Unterstützungsprozesses war Kai 18 Jahre alt, inzwischen ist er 19. Nach Beendigung des Case Management befand Kai sich noch 2 Monate in der Nachbetreuung durch die KAE.
Intake: Der zuständige persönliche Ansprechpartner der ARGE, Herr S. rief mit Kais Einwilligung bei der Case Managerin an. Kai lebe seit vier Monaten bei seinem 25-jährigen Halbbruder in einer Stadt im Einzugsbereich der KAE und benötige Unterstützung bei seiner Verselbständigung. Seit einem Monat sei Kai in einer Arbeitsgelegenheit bei einem Bildungsträger. Dort habe er im Anschluss die Möglichkeit, eine schulförmige Maßnahme zur Erreichung des Hauptschulabschlusses zu absolvieren. Kai und sein Bruder streiten viel und Kai brauchte dringend Unterstützung im Hinblick auf das Zusammenleben mit seinem Halbbruder und auf die Strukturierung des Alltags.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Strukturwandel der Arbeitsgesellschaft und die damit einhergehenden Herausforderungen für die Jugendberufshilfe im Übergangssystem.
2. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen der Jugendberufshilfe: Dieses Kapitel analysiert die historische Bedeutung von Arbeit und die spezifischen Bedingungen des Übergangs von der Schule in den Beruf, einschließlich der Bedeutung von Jugendarbeitslosigkeit.
3. Die Kompetenzagentur, ein bundesweites Programm zur beruflichen Integration besonders benachteiligter Jugendlicher: Das Kapitel stellt das Programm der Kompetenzagenturen vor, beleuchtet deren Entstehung, Zielgruppen und die politische Einbettung.
4. Kompetenzagenturen und die Methode zur Zielerreichung: Case Management: Hier werden die theoretischen Grundlagen, das Handlungskonzept und die Phasen des Case Managements erläutert und anhand eines Praxisbeispiels aus der Kompetenzagentur Eutin veranschaulicht.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit reflektiert die Möglichkeiten und Grenzen des Case Managements in der Jugendberufshilfe vor dem Hintergrund der aktuellen sozialpolitischen Ökonomisierungstendenzen.
Case Management, Jugendberufshilfe, Kompetenzagenturen, Arbeitsgesellschaft, Jugendarbeitslosigkeit, Übergangssystem, soziale Integration, berufliche Qualifizierung, Sozialstaat, Lebensweltorientierung, Fallmanagement, Systemsteuerung, Benachteiligungsförderung, Jugendsozialarbeit.
Die Arbeit analysiert die Anwendung der Methode Case Management innerhalb des bundesweiten Programms „Kompetenzagenturen“ im Kontext der Jugendberufshilfe.
Die Schwerpunkte liegen auf den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Übergangs von der Schule in den Beruf, der theoretischen Fundierung von Case Management in der Sozialen Arbeit sowie der kritischen Reflexion von Steuerungsinstrumenten.
Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Case Management in der Sozialen Arbeit fachlich fundiert eingesetzt werden kann, damit es den Bedürfnissen der Jugendlichen entspricht und nicht primär als reines Kontrollinstrument fungiert.
Es wird eine theoretische Analyse mit soziologischen und sozialpädagogischen Ansätzen vorgenommen, ergänzt durch eine Fallstudie (Praxisbeispiel der Kompetenzagentur Eutin).
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die Vorstellung des Programms „Kompetenzagenturen“ sowie eine detaillierte Ausarbeitung des Handlungskonzepts Case Management inklusive der Phasenstruktur.
Case Management, Jugendberufshilfe, Kompetenzagenturen, Arbeitsgesellschaft, soziale Integration und Aktivierungspolitik sind prägende Begriffe.
Es bietet neutrale Beratung und Unterstützung für Jugendliche, die vom regulären Übergangssystem nicht erreicht werden oder bei denen eine individuelle Unterstützung zur beruflichen und sozialen Integration erforderlich ist.
Das Fallbeispiel illustriert die praktische Anwendung der Case Management-Phasen – von der Akquise über das Assessment und die Hilfeplanung bis hin zur Evaluation – und verdeutlicht die Notwendigkeit flexibler Unterstützung im ländlichen Raum.
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