Doktorarbeit / Dissertation, 2003
56 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung und Fragestellung
2. Geräte und Methoden
2.1 Geräte
2.2 Probanden/ Versuchspersonen
2.3 Trainingsumfang der Gruppen
2.4 Versuchsaufbau
2.5 Versuchsprotokoll
2.6 Datenerfassung und Datenauswertung
2.7 Statistik und Einsatz statistischer Verfahren
3. Ergebnisse
3.1 Vergleich des Parameters gewichtsbezogene Kraft der Gruppen der Kajaksportler und der Vergleichspersonen
3.1.1 Erwachsene männliche Kajaksportler & männliche Vergleichsgruppe
3.1.2 Männliche Kajaksportler & männliche Vergleichsgruppe mit einem Alter bis 18 Jahre
3.1.3 Erwachsene weibliche Kajaksportler & weibliche Vergleichsgruppe
3.1.4 Weibliche Kajaksportler & weibliche Vergleichsgruppe mit einem Alter bis 18 Jahre
3.2 Vergleich der Seitendifferenz der Kraftwerte aller Gruppen
3.3 Vergleich der Quotienten der agonistischen und antagonistischen Muskelgruppen
3.4 Beschwerdehäufigkeiten
3.5 Anteil der Verletzungen als Ursache von Beschwerden bei den Kajaksportlern
3.6 Zusammenhang von Beschwerden und spezifischem Trainingsumfang
3.7 Zusammenhang von Beschwerden und Kraftwerten
3.8 Zusammenhang von Beschwerden und Seitendifferenzen
3.9 Zusammenhang von Beschwerden und Muskelverhältnis
4. Diskussion
4.1 Gütekriterien der Untersuchung
4.1.1 Probandengruppen
4.1.2 Übungsaufbau
4.1.3 Erhebung der subjektiven Beschwerden
4.2 Kraftwerte der Kajaksportler
4.2.1 Erwachsene männliche Kajaksportler
4.2.2 Männliche Kajaksportler mit einem Alter von maximal 18 Jahren
4.2.3 Erwachsene weibliche Kajaksportler
4.2.4 Weibliche Kajaksportler mit einem Alter von maximal 18 Jahren
4.3 Seitendifferenz der Kraftausprägung bei Kajaksportlern
4.4 Verhältnis der agonistischen und antagonistischen Muskulatur
4.5 Beschwerdehäufigkeiten der Kajaksportler
4.6 Zusammenhang von Beschwerden und Verletzungen
4.7 Zusammenhang von Beschwerden und spezifischem Trainingsumfang
4.8 Zusammenhang von Beschwerden und Kraftwerten
4.9 Zusammenhang von Beschwerden und Seitendifferenzen
4.10 Zusammenhang von Beschwerden und Muskelverhältnis
4.11 Bedeutung der Ergebnisse und Konsequenzen für die Trainingsgestaltung
5. Zusammenfassung
6. Literatur
7. Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht sportartspezifische Kraftprofile von Kajaksportlern im Vergleich zu Nicht- und Breitensportlern sowie die Häufigkeit und Ursachen subjektiver Beschwerden des Bewegungsapparates im Kajakrennsport. Das Ziel ist es, das Modell des Muskelkinetogramms für Kajaksportler zu ergänzen, Zusammenhänge zwischen Kraftausprägung und Beschwerden zu identifizieren und Empfehlungen für eine präventive Trainingsgestaltung abzuleiten.
1. Einleitung und Fragestellung
Die Vorläufer des heutigen Kajaks wurden an der gesamten nördlichen Küste des amerikanischen Festlands, in Grönland und auf Teilen des asiatischen Festlands als Post- und Reiseboote und nicht zuletzt von den Eskimos zum Robbenfang benutzt. Dazu saß der Kajakfahrer in Fahrtrichtung blickend mit angewinkelten Beinen im Boot und stützte sich mit den Füßen gegen ein Stemmbrett ab, um den Körper im Boot zu stabilisieren. Zur Fortbewegung wurden Doppelpaddel verwendet.
Heute versucht der Athlet beim Kajakrennsport mit der Paddelbewegung unter dynamischem und wohlkoordiniertem Einsatz der erforderlichen Muskeln eine maximale Bootsgeschwindigkeit zu erzielen, um eine definierte Strecke in kürzester Zeit zurückzulegen. Um eine wirkungsvollere und gezieltere Steuerung des Trainings und somit eine höhere Leistungsfähigkeit zu erzielen, wurde eine umfangreiche Leistungsdiagnostik durchgeführt. Auf diese Weise konnte die an der Paddelbewegung beteiligte Muskulatur größtenteils ermittelt werden. Weiterhin konnte für die olympischen Disziplinen mit Wettkampfzeiten zwischen 1:30,0 und 4:00,0 Minuten gezeigt werden, dass die Ausdauer- und Kraftfähigkeit gleichermaßen als erforderlich anzusehen sind. Als Vorraussetzung für das Erreichen der erforderlichen Bootsgeschwindigkeit wurde daher die Steigerung der Grundlagenausdauer und der spezifischen Wettkampfausdauer im Komplex mit der Ausprägung eines entsprechenden Kraftniveaus angesehen und als Trainingsprinzip definiert.
1. Einleitung und Fragestellung: Diese Einführung beleuchtet die historische Entwicklung des Kajakfahrens und begründet die Notwendigkeit einer spezifischen Leistungsdiagnostik zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und zur Prävention von Beschwerden.
2. Geräte und Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert das verwendete Kraftmessgerät, die Probandengruppen, den Versuchsaufbau der 24 Kraftübungen sowie die angewandten statistischen Verfahren zur Auswertung der Daten.
3. Ergebnisse: Hier werden die erhobenen Maximalkraftwerte der acht Probandengruppen sowie die Beschwerdehäufigkeiten, deren Zusammenhang mit Verletzungen, Trainingsumfang und Kraftprofilen umfassend dargestellt.
4. Diskussion: Dieser Teil kritisiert und interpretiert die erhobenen Daten hinsichtlich Gütekriterien, der Kraftentwicklung der Kajaksportler und der Bedeutung der Beschwerdeursachen für die künftige Trainingsgestaltung.
5. Zusammenfassung: Die Arbeit fasst zusammen, dass Kajaksportler signifikant höhere Kraftwerte in arm- und schulterspezifischen Muskelgruppen aufweisen, der Rücken jedoch eine zentrale Schwachstelle darstellt, die gezielte Präventionsmaßnahmen erfordert.
Kajakrennsport, Maximalkraft, Leistungsdiagnostik, Muskelkinetogramm, Beschwerdehäufigkeit, Bewegungsapparat, Wingpaddel, Kraftprofil, Seitendifferenz, Verletzungsprävention, Trainingsumfang, Sporttraumatologie, Muskuläre Balance, Rückenbeschwerden, Schulterbelastung.
Die Studie untersucht das Kraftprofil von Kajaksportlern im Vergleich zu Kontrollgruppen und analysiert gleichzeitig das Auftreten subjektiver Beschwerden des Bewegungsapparates im Zusammenhang mit sportartspezifischen Belastungen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Messung der statischen Maximalkraft in verschiedenen Muskelgruppen, der Erfassung von Beschwerdehäufigkeiten im Körper und der Analyse möglicher Zusammenhänge zwischen Kraftleistung, Seitendifferenzen und trainingsbedingten Beschwerden.
Ziel ist es, das Verständnis für die muskuläre Belastung durch das heutige Rennpaddel zu erweitern und Schwachstellen im muskulären System von Kajaksportlern zu identifizieren, um fundierte Empfehlungen für das Training und die Gesundheitsprävention abzuleiten.
Es wurden 211 Probanden mittels eines elektronischen Kraftmessgeräts bei 24 standardisierten Übungen getestet. Zudem füllten die Teilnehmer Fragebögen zu ihrem individuellen Beschwerdeempfinden und ihrem Trainingsalltag aus.
Der Hauptteil präsentiert die detaillierten Ergebnisse der Kraftmessungen (unterteilt in Arm-, Schulter-, Rumpf- und Beinregion) sowie die deskriptive Analyse der Beschwerdeverteilung bei verschiedenen Alters- und Leistungsgruppen der Kajaksportler.
Zentrale Begriffe sind Maximalkraft, Kajakrennsport, Leistungsdiagnostik, Beschwerdeprofil des Bewegungsapparates, muskuläre Dysbalancen und Trainingsperiodisierung.
Die Studie identifiziert den Rücken als eine Hauptschwachstelle bei Kajaksportlern, bei der mehr als jeder zweite Athlet über Beschwerden klagt, was einen direkten Zusammenhang zur geforderten hohen Kraftausprägung der Rumpfmuskulatur nahelegt.
Aufgrund der identifizierten Schwachstellen empfiehlt die Arbeit, dass der Anteil an Rumpfkraftübungen im gesamten Krafttrainingsprogramm von Kajaksportlern mindestens 50 Prozent betragen sollte, um Fehlbelastungen wirksam entgegenzuwirken.
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