Diplomarbeit, 2008
79 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Das IOC als nichtstaatliche Organisation im Weltsport
2.1 Die Sonderstellung des IOC im Weltsport
2.2 Die Olympische Charta als Grundlage für die Olympische Bewegung
2.3 An der Olympischen Bewegung beteiligte Akteure
2.3.1 Handlungsfelder und Ziele des IOC innerhalb der Olympischen Bewegung
2.3.2 Die Internationalen Sportfachverbände und Nationalen Olympischen Komitees
2.4 Organe, Kommissionen und Administration des IOC
2.5 Resulotionsprozesse des IOC
2.5.1 Bestimmungen zur Mitgliedschaft
2.5.2 Die Vergabe der Olympischen Spiele
2.5.3 Richtlinien bei der Gestaltung des Wettkampfprogramms
2.6 Interaktion des IOC mit elementaren und externen Akteursgruppen zur Produktion der Olympischen Spiele
2.7 Kritik am IOC und daraus resultierende Reformvorschläge
3 Das Programm der Olympischen Spiele im Zeitraum von 1992 - 2008
3.1 Historischer Exkurs und zeitliche Einordnung des Geschehens
3.2 Die Programmentwicklung der Olympischen Sommerspiele seit 1992
3.3 Die Programmentwicklung der Olympischen Winterspiele seit 1992
3.4 Perspektiven der olympischen Programmentwicklung
3.5 Olympische Randsportarten an der Existenzgrenze
4 Die Olympischen Spiele in der Krise?
4.1 Die Zukunft der Olympischen Bewegung
4.2 Wachstumsprozesse und Strukturwandel
4.2.1 Der olympische Sport als inszenierter Teil der Unterhaltungsindustrie
4.2.2 Einbahnstraße zum Gigantismus und zur Globalisierung
4.3 Aktuelle Tendenzen in der Sportentwicklung
4.4 Doping im Hochleistungssport als zentrales Problem der Olympischen Bewegung
5 Sport und Politik – eine symbiotische Beziehung
5.1 De-Politisierung als Kehrseite der Re-Kulturalisierung der olympischen Sportgeschichte
5.2 Gegenseitige Einflussnahme von Sport und Politik aufeinander
5.3 Die Olympischen Spiele in Peking aus sportpolitischer Sichtweise
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) als zentrale Dachorganisation und dessen maßgeblichen Einfluss auf die Programmgestaltung der Olympischen Spiele zwischen 1992 und 2008. Ziel ist es, die Machtstrukturen und Entscheidungsprozesse des IOC zu beleuchten, die Programmentwicklung kritisch zu analysieren und die Wechselwirkungen zwischen Sport, Politik und wirtschaftlichen Interessen im Kontext der Olympischen Bewegung darzustellen.
2.5.2 Die Vergabe der Olympischen Spiele
Das IOC legt großen Wert darauf, die Austragungsorte über die ganze Welt zu zerstreuen, deshalb bekommt ein Land nie zweimal hintereinander den Zuschlag (Oxlade & Ballheimer, 2005, S. 58). Den Austragungsort der Olympischen Spiele ermittelt das IOC seit den Reformen von 1999 in einem zweistufigen, institutionalisierten Vergabeverfahren. Dieses Verfahren wurde erstmals für die Wahl des Austragungsortes der Sommerspiele 2008 verwendet. Sieger dieses Bewerbungsverfahrens war bekanntlich die Stadt Peking, welche die 29. Olympischen Sommerspiele vom 8. August bis 24. August austrug. Den Zuschlag erhielt Peking am 13. Juli 2001, vor denen zur Wahl zugelassenen Städten Paris, Toronto, Istanbul und Osaka (IOC, 2008a). Die Auswahl erfolgt immer sieben Jahre vor Beginn der Spiele (IOC, 2007a, rule 34).
In diesem zweistufigen Prozess findet zunächst eine nationale Vorauswahl statt, bei welcher das zuständige NOK, die an der Ausrichtung interessierte Bewerberstadt des Landes nominiert. Sollte es jedoch mehrere potentielle Bewerberstädte aus einem Land geben, entscheidet das NOK, welche für die Bewerbung nominiert wird. Ist eine Stadt ernannt worden, muss sie sich in einem ersten Auswahlprozess dem IOC stellen, bei welchem der offizielle Kandidatenstatus verliehen wird. Diese zum Kandidatenkreis gewählten Städte müssen dem IOC versichern, dass sie finanziell und technisch in der Lage sind, die Olympischen Spiele auszutragen (IOC, 2007a, rule 28, 34). Jede Bewerberstadt verpflichtet sich darüber hinaus, die erlassenen Bedingungen und die technischen Normen zu beachten, die zum Programm der Olympischen Spiele gehörigen Sportart vom IF vorgeschrieben werden (Vedder & Lämmer, 1996, S. 31).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität der olympischen Bewegung ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Struktur des IOC sowie die Entwicklung der Spiele zwischen 1992 und 2008 zu analysieren.
2 Das IOC als nichtstaatliche Organisation im Weltsport: Dieses Kapitel beschreibt die Sonderstellung des IOC als höchste Instanz, seine organisatorische Struktur, die Bedeutung der Olympischen Charta sowie die entscheidungsrelevanten Prozesse bei Mitgliedschaften und der Vergabe von Spielen.
3 Das Programm der Olympischen Spiele im Zeitraum von 1992 - 2008: Dieser Teil analysiert die historische Entwicklung der olympischen Sportprogramme, inklusive der Expansion, der Auswahlkriterien für Sportarten und der spezifischen Herausforderungen für Randsportarten.
4 Die Olympischen Spiele in der Krise?: Kapitel vier untersucht kritische Aspekte der olympischen Bewegung, insbesondere Wachstumsprozesse, Kommerzialisierung, Medienabhängigkeit und die Dopingproblematik im Spitzensport.
5 Sport und Politik – eine symbiotische Beziehung: Dieser Abschnitt thematisiert die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen sportlichen Ereignissen und politischen Interessen, am Beispiel historischer Ereignisse und der Spiele in Peking.
6 Zusammenfassung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Entwicklung, die Machtstrukturen des IOC und die aktuellen Herausforderungen der olympischen Bewegung zusammen.
Internationales Olympisches Komitee, Olympische Spiele, Olympische Charta, Programmgestaltung, Sportpolitik, Doping, Kommerzialisierung, Sportvermarktung, Gigantismus, Leistungssport, Sportorganisation, Medialisierung, Reformen, Globalisierung, Athleten.
Die Diplomarbeit untersucht das IOC als Dachorganisation der Olympischen Bewegung und analysiert dessen zentrale Rolle bei der Programmgestaltung der Spiele im Zeitraum von 1992 bis 2008.
Die Arbeit behandelt die Machtressourcen des IOC, die Entwicklung der Sportprogramme für Sommer- und Winterspiele, die Auswirkungen kommerzieller Interessen sowie das vielschichtige Spannungsfeld zwischen Sport und Politik.
Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Strukturen des IOC zu erlangen und aufzuzeigen, wie das Komitee seine Vorherrschaft bei der Gestaltung der olympischen Programme ausübt und welche Herausforderungen (z.B. Krise, Doping) die Bewegung prägen.
Der Autor führt eine tiefgehende Literatur- und Dokumentenanalyse durch, wobei er sich auf die Olympische Charta, offizielle Berichte des IOC sowie sportwissenschaftliche Sekundärliteratur stützt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der IOC-Strukturen, eine detaillierte Untersuchung der Programmentwicklung der Jahre 1992–2008, eine kritische Betrachtung von Wachstumsprozessen und Doping sowie eine Diskussion über die Verflechtung von Sport und Politik.
Zentrale Begriffe sind Olympische Bewegung, IOC, Programmgestaltung, Sportpolitik, Kommerzialisierung, Dopingproblematik und Gigantismus.
Sponsoren haben maßgeblichen Einfluss auf die Planung, da sie neben Fernsehsendern eine der Hauptfinanzierungsquellen darstellen; ihre kommerziellen Interessen, wie etwa das Maximieren von Einschaltquoten, beeinflussen die Auswahl von Sportarten und die zeitliche Ausrichtung der Wettbewerbe.
China dient im Werk als Paradebeispiel für die Instrumentalisierung olympischer Sportereignisse zur Demonstration nationaler Leistungsfähigkeit sowie zur Modernisierung des eigenen Images, trotz der damit einhergehenden Kritik an Menschenrechtsverletzungen.
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