Bachelorarbeit, 2010
61 Seiten, Note: 89,00%
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodische Vorgehensweise
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Begriffsabgrenzungen
2.1 Spam
2.2 Mail Transfer Agent‘s
3. Spam Analyse und Interpretation
3.1 Ist-Situation
3.2 Wirtschaftlicher Schaden
3.3 Rechtliche Aspekte von Spam
3.3.1 Opt-In <-> Opt-Out Verfahren
3.3.2 Länderspezifische rechtliche Lage
3.4 Zukünftige Entwicklungen und Trends
3.4.1 E-Mail-Maulwürfe
3.4.2 Zombie-Server oder Botnet
4. MTA Systeme und Erweiterungen zur Spambekämpfung
4.1 Mail Transfer Agent Systeme
4.1.1 Microsoft Exchange
4.1.2 Sendmail
4.1.3 qmail
4.1.4 exim
4.1.5 Postfix
4.1.6 Resümee
4.2 Maßnahmen zur Vermeidung von Spam
4.2.1 Protokollbasierte Filterung
4.2.2 White- & Blacklist
4.2.3 DNS-basierte Blacklists
4.2.4 Sender Policy Framework
4.2.5 DKIM
4.2.6 Greylisting
4.2.7 Prüfsummenvergleich
4.2.8 Heuristische Inhaltsanalyse
5. Fallbeispiel postfix
5.1 Installation
5.1.1 Partition
5.1.2 Sonstige Einstellungen
5.2 Neue Pakete unter YaST2 installieren
5.3 Anlegen von Sicherheitseinstellungen
5.4 Transport Layer Security
5.4.1 Certified Authority erstellen
5.4.2 Client-Zertifikate erzeugen mittels RSA
5.4.3 TLS-Client konfigurieren
5.5 Greylisting
5.5.1 Implementierung des Postgrey-Systems
5.6 Sonstige Filtermöglichkeiten
5.7 SpamAssassin
5.7.1 DCC unter SpamAssassin
5.8 ClamAV Virenscanner
5.9 Mailscanner
5.10 Log-Auswertungen
6. Schlussfolgerungen
6.1 Zusammenführung der Erkenntnisse
6.2 Fazit
Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es, Ansätze für eine wirkungsvolle Spam- und Phishing-Bekämpfung in Klein- und Mittelunternehmen aufzuzeigen. Hierbei wird untersucht, welche Bordmittel bekannte Mailserver mitbringen und wie ein Mail-Gateway in der Praxis unter Verwendung von Open-Source-Software effizient konfiguriert werden kann.
4.2.6 Greylisting
„Das Greylisting ist ein Verfahren, bei dem während des SMTP-Dialogs durch einen Vergleich von Client-IP-Adresse, Absenderadresse und Empfängeradresse mit einer Datenbank festgestellt wird, ob diese Kombination bereits vorgekommen ist (Eisentraut & Wirt, 2005, S. 137).“
Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Mail mit Hinweis auf einen temporären Fehler abgewiesen. Nach einer Wartezeit wird ein regulärer Mailserver einen weiteren Zustellungsversuch starten. Heinlein (2008, S. 218ff.) definiert Greylisting insofern, dass es Besonderheiten ausnutzt, wie Spammer ihre E-Mails versenden, wobei der Inhalt dieser Mail vollkommen außer Acht gelassen wird. Ausgangspunkt dieses Verfahrens ist die Erkenntnis, dass die Ziele von Mailservern und Spammern grundsätzlich verschieden sind.
Spamsoftware ist üblicherweise auf höchsten Maildurchsatz konfiguriert, ein zweiter Zustellversuch würde zu viele Ressourcen verwenden und der Spammer verliert kostbare Zeit. Diese Tatsachen macht sich Greylisting zu nutze. Damit der MTA den ersten und zweiten Zustellversuch unterscheiden kann, legt er in einer Datenbank mehrere Informationen an. In der Regel handelt es sich hier um ein Tripple aus Envelope-Adresse von Empfänger und Absender sowie der IP-Adresse des sendenden Mailservers (vgl. Harris, 2004, o.S.). Startet der zweite Versuch, erkennt der Server, das in der Datenbank gespeicherte Tripple und lässt die Mail passieren.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Belastung durch Spam-Mails im Unternehmensalltag und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Spambekämpfung für Klein- und Mittelunternehmen.
2. Begriffsabgrenzungen: In diesem Kapitel werden die grundlegenden Begriffe „Spam“ und „Mail-Transfer-Agent“ definiert und technisch voneinander abgegrenzt.
3. Spam Analyse und Interpretation: Der Abschnitt analysiert die aktuelle Situation, die wirtschaftlichen Schäden durch Spam sowie rechtliche Rahmenbedingungen und zukünftige Trends.
4. MTA Systeme und Erweiterungen zur Spambekämpfung: Es werden verschiedene MTA-Systeme verglichen und diverse technische Maßnahmen zur Spamvermeidung, wie Greylisting und DNS-Blacklists, detailliert erläutert.
5. Fallbeispiel postfix: Dieses Kapitel dokumentiert praxisnah die Installation und Konfiguration eines Linux-basierten Mail-Gateways unter Verwendung von Postfix und weiteren Sicherheits-Tools.
6. Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und zieht ein Fazit zur Effektivität der eingesetzten Open-Source-Methoden.
Spam, Mail-Gateway, Postfix, Greylisting, E-Mail-Sicherheit, Open-Source, SpamAssassin, ClamAV, Mail Transfer Agent, MTA, DNSBL, Netzwerksicherheit, IT-Infrastruktur, Spam-Filter, Mailscanner
Die Arbeit befasst sich mit der effizienten Abwehr von unerwünschten Spam-Mails in Klein- und Mittelunternehmen durch den Einsatz von Open-Source-Softwarelösungen.
Zentrale Themen sind die wirtschaftlichen Kosten von Spam, der Vergleich von Mail-Server-Systemen und die technische Implementierung von Schutzmaßnahmen wie Greylisting und Virenscannern.
Die Arbeit untersucht, welche Maßnahmen einem KMU bei der Spambekämpfung zur Verfügung stehen und wie die Konfiguration eines Mail-Gateways in der Praxis erfolgreich durchgeführt werden kann.
Neben der literarischen Aufarbeitung wissenschaftlich anerkannter Quellen wurde ein Experteninterview mit einem IT-Verantwortlichen geführt, um praxisnahe Einblicke in die Administration zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Spam-Problematik, den Vergleich verschiedener MTA-Systeme und eine ausführliche, praktische Konfigurationsanleitung für einen Postfix-Server.
Wichtige Schlüsselwörter sind Spam, Postfix, Mail-Gateway, Greylisting, Open-Source, IT-Sicherheit und Mail-Transfer-Agent.
Der Autor wählte Postfix aufgrund seiner hohen Sicherheit, der robusten Architektur und der im Vergleich zu Alternativen wie Sendmail einfacheren Konfigurierbarkeit.
Greylisting wird als eine der wirkungsvollsten Methoden zur Spam-Abwehr identifiziert, da es den zeitkritischen Versandprozess von Spam-Bots gezielt aushebelt.
Mailscanner fungiert als zentrales Sicherheits-Framework, das verschiedene Anti-Spam- und Viren-Technologien unter einem Dach vereint und die verschiedenen Filterprozesse koordiniert.
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