Fachbuch, 2010
119 Seiten
1 Einleitung
1.1 Darstellung der Problematik
1.2 Darlegung des Handlungsbedarfes
1.3 Entwicklung der Fragestellung
1.4 Ziel und Aufbau der Arbeit
1.5 Stand der Forschung
2 Begriffliche und theoretische Grundlagen des Berufssportlers
2.1 Begriffsdefinition Berufssportler
2.2 Besonderheiten des Berufes
2.3 Die nachsportliche Karriere
2.4 Das vertragsrechtliche Einkommensverhältnis am Beispiel des Berufsfußballers
2.5 Relevanz des Arbeitsverhältnisses
3 Grundlagen individueller Finanzplanung
3.1 Auswahl der Bezugsplattform
3.1.1 Gebundene und ungebundene Berater
3.1.2 Aspekte der monetären Honorierung des Beraters
3.2 Zielsetzung und Bedeutung der Rendite
3.2.1 Verdeutlichung des Bedarfs einer hohen Verzinsung
3.3 Rahmenbedingungen
3.4 Produktauswahl
3.4.1 Was ist Sicherheit?
3.4.2 Grundlagen der Auswahl und Bewertung von Finanzprodukten
3.4.3 Bedeutung für festverzinsliche Anlagen
3.4.4 Klassische kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen
3.4.5 Investmentprodukte
3.4.6 Fondsgebundene Rentenversicherungen
4 Fremdbestimmung - Einfluss des Sportlermanagements
5 Methode
5.1 Beschreibung und Gegenüberstellung der Methoden
5.2 Zielsetzung und Vorüberlegungen
5.3 Schlussfolgerung der Vorüberlegungen
5.4 Die qualitative Befragung mittels Experteninterviews
5.4.1 Expertenauswahl und Durchführung
5.4.2 Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse
5.5 Untersuchungsdesign der quantitativen Sportlerberaterbefragung
5.5.1 Die Untersuchungsgruppe
5.5.2 Kontaktaufnahme und Distribution
5.5.3 Art und Aufbau des Fragebogens
5.5.4 Fragebogenrücklauf
5.5.5 Auswertung
6 Ergebnisse
6.1 Auswertung der qualitativen Expertenbefragung
6.2 Ergebnisse der quantitativen Sportlerberaterbefragung
6.2.1 Fragenbereich A - Allgemeine Daten und Einschätzung
6.2.2 Fragenbereich B - Einfluss des Beraters
6.2.3 Fragenbereich C - Umsetzung des Teilbereichs Finanzplanung
6.2.4 Fragenbereich D - Einstellung zum Themengebiet und Einschätzung
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie Berufssportler durch eine individuelle Finanzplanung finanzielle Einbußen nach ihrer aktiven Karriere minimieren können, unter besonderer Berücksichtigung der Rolle und Handhabung durch Sportlerberater.
1.1 Darstellung der Problematik
Erst in den letzten Jahrzehnten hat es sich als Profisportler etabliert, ausschließlich durch die Bezüge aus dem Sport den eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Dabei erstreckt sich dieser Standard heutzutage sogar auf semi-professionelle Ligen und hat zu einer Bildung einer neuen Art der Arbeitnehmergruppen geführt (Jaeger, 2000). Alleine im Bereich des Berufsfußballs existieren rund 800 Profis in den vier höchsten Spielklassen, bei denen viele als „gut verdienend“ angesehen werden. (Lepold, 2009).
Aktive Berufssportler leben von ihrem Einkommen als Sportler und sind von früh auf mit dem Sport verwachsen. Sie üben in diesem Zeitraum auch auf beruflicher Ebene aus, was sie talentbedingt am besten können. Als limitierender Faktor fungiert dabei jedoch meist die Dauer dieser beruflichen Tätigkeit; altersbedingte Gründe lassen den Leistungssport meist zu einer eher begrenzten beruflichen Tätigkeit werden. Demnach beschränkt sich parallel zum Alterungsprozess auch das mit dem Sport erwirtschaftete Einkommen in der Realität auf einen Zeitraum von 15, 10 und teilweise sogar nur 5 Jahren; ein Neuanfang inkl. beruflicher Neuorientierung wird nach Karriereende erforderlich (Hackfort, 1997).
Dabei scheint die Vorbereitung auf diese Zeit nach der aktiven Sportlerkarriere nahezu unmöglich: Tagesumfassende Trainingseinheiten, Wettkämpfe und das öffentliche Leben lassen wenig Raum für einen vorausschauend eingeleiteten „zweiten Bildungsweg“ offen (ebd.), Gehaltseinbußen gegenüber der sportlich aktiven Zeit sind meist umgänglich (Benner, 1992).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die finanzielle Problematik nach der aktiven Sportlerkarriere ein und entwickelt die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2 Begriffliche und theoretische Grundlagen des Berufssportlers: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Berufssportlers, analysiert die Besonderheiten dieses Berufsbildes und untersucht das arbeitsrechtliche Einkommensverhältnis.
3 Grundlagen individueller Finanzplanung: Hier werden die Kernelemente einer Finanzplanung, wie die Auswahl von Beratern, Renditebetrachtungen und gesetzliche Rahmenbedingungen, detailliert erörtert.
4 Fremdbestimmung - Einfluss des Sportlermanagements: Das Kapitel beleuchtet, wie Sportlermanager und -berater die Finanzentscheidungen der Sportler beeinflussen und in die Beratung eingreifen.
5 Methode: Hier wird der empirische Forschungsansatz dargelegt, der durch eine Kombination aus qualitativen Experteninterviews und einer quantitativen Sportlerberaterbefragung gekennzeichnet ist.
6 Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die aus der Befragung gewonnenen Erkenntnisse präsentiert und kritisch diskutiert.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Faktoren für eine erfolgreiche Finanzplanung zusammen und bietet einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Finanzplanung, Berufssportler, Sportlerberater, Vermögensaufbau, Altersvorsorge, Rendite, Investmentfonds, Risikominimierung, Karriereende, Sportlermanagement, Versicherungen, Finanzberatung, Kapitalanlage, Altersvorsorgekonzepte.
Die Arbeit analysiert die finanzielle Situation von Berufssportlern nach ihrem Karriereende und untersucht, wie eine professionelle Finanzplanung helfen kann, erhebliche Einkommenseinbußen zu vermeiden.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Besonderheiten des Berufssportlers, die Rolle von Sportlerberatern, die Grundlagen der Finanzplanung sowie die Evaluierung von Finanzprodukten für diese spezielle Zielgruppe.
Ziel ist es zu ermitteln, welche Aspekte der Finanzplanung finanzielle Einbußen minimieren und welche Verbesserungsmöglichkeiten es seitens der Sportlerberater gibt.
Die Untersuchung nutzt einen methodischen Mix (Triangulation), bestehend aus einer qualitativen Expertenbefragung sowie einer quantitativen Befragung von Sportlerberatern.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Finanzplanung, die Bedeutung von Rendite und Sicherheit, verschiedene Produktklassen und der Einfluss von Sportlermanagern auf die persönliche Finanzvorsorge diskutiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Finanzplanung, Berufssportler, Sportlerberater, Vermögensaufbau, Altersvorsorge, Rendite, Risikominimierung und Sportlermanagement.
Die Arbeit zeigt auf, dass Banken oft dazu neigen, hauseigene Produkte zu vertreiben, während unabhängige Berater eine breitere Produktpalette für eine individuellere und potenziell qualitativ hochwertigere Auswahl nutzen können.
Die nachsportliche Karriere ist ein kritischer Faktor, da der Haupteinkommenszeitraum als Sportler oft nur 10-12 Jahre umfasst, was eine vorausschauende Vorsorge unabdingbar macht, um den Lebensstandard langfristig zu halten.
Sportler sind durch ihr intensives Training oft stark ausgelastet, was den Aufbau zusätzlicher Qualifikationen für eine berufliche Zukunft erschwert; die Finanzplanung fungiert hier als notwendige Kompensation für fehlende berufliche Vorsorge.
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