Diplomarbeit, 2010
80 Seiten, Note: 1,6
I Anliegen und Methoden der Arbeit
1 Freizeitgestaltung Jugendlicher im Wandel seit 1998
1.1 Non-mediale Aktivitäten
1.1.1 Freizeitbeschäftigungen
1.1.2 Ideale und Werte
1.2 Mediale Aktivitäten und Geräteausstattung
1.2.1 Fernsehen
1.2.2 Computer und Internet
1.2.3 Mobiltelefone
1.2.4 Radio und MP3-Player
2 Inhalte, Funktionen und Motivationen der Mediennutzung
2.1 Fernsehen
2.1.1 Dauerbrenner „Daily Soap“
2.1.2 Der Weg zur Serie
2.2 Computer und Internet
2.2.1 Social Web - Internet als Lebenswelt
2.2.2 PC- und Videospiele
2.3 Mobiltelefone
2.4 Radio, MP3-Player und Musiknutzung
3 Sozialisation Jugendlicher in der Medienwelt
3.1 Identitätsbildung im Multimedia-Zeitalter
3.2 Jugendsubkulturen im Wandel
3.3 Konzept der Bricolage
4 Der Weg zum neuen Trend in den Medien
4.1 Entstehung von Trends
4.2 Vom „Core“ zum „Mainstream“
4.3 Beispiele für die Trendentwicklung
5 Schlussfolgerungen
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht den Wandel der Mediennutzung von Jugendlichen seit 1998 und analysiert, wie diese veränderte Nutzung die Sozialisation und Individualisierung junger Menschen beeinflusst. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie Jugendliche die Vielzahl verfügbarer Medien in ihren Alltag integrieren, welche Motivationen ihr Handeln leiten und inwiefern traditionelle Lebensbereiche durch mediale Welten transformiert oder ergänzt werden.
1.1.1 Freizeitbeschäftigungen
„Gute Freunde kann niemand trennen“ – das stellte Sportler und Medienfigur Franz Beckenbauer schon vor über vierzig Jahren fest. Ob Freundschaften wirklich so lange halten, kann zwar durch diese Arbeit nicht verifiziert werden, sehr wohl aber, dass Freunde für die Multimedia-Generation den allerhöchsten Stellenwert haben.
Im Jahr 1998 geben im Rahmen der JIM-Jugendstudie 84 Prozent aller befragten Mädchen und 86 Prozent aller befragten Jungen an, dass das Treffen mit Gleichaltrigen die wichtigste non-mediale Freizeitaktivität ist. Ohne nennenswerte Schwankungen in den darauffolgenden Jahren ist in der aktuellsten Studie aus dem Jahr 2009 festzustellen, dass sich an diesem Ergebnis kaum etwas geändert hat: 87 Prozent aller befragten Mädchen geben an, dass sie sich am liebsten mit Freunden treffen. Bei den männlichen Befragten steigt dieser Wert im Jahr 2008 sogar auf bis zu 90 Prozent an.
Auch bezüglich der weiteren Freizeitaktivitäten hat sich scheinbar nichts geändert: Sport ist und bleibt die zweitliebste Freizeitaktivität der 12- bis 19-Jährigen. Vor 12 Jahren betätigen sich 74 Prozent aller Jungen täglich beziehungsweise mehrmals pro Woche, sportlich; bei den Mädchen sind es 57 Prozent. Dieser Wert steigt im Laufe der Zeit bis zum Jahr 2009 auf 64 Prozent bei den Mädchen und 76 Prozent bei den Jungen an.
Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass diese sportlichen Aktivitäten allein ausgeübt werden. Da in der JIM-Studie aber leider nicht zwischen Aktivitäten in Vereinen und Aktivitäten im engeren Freundeskreis unterschieden wird, kann es durchaus sein, dass junge Menschen ihre Freizeit in unterschiedlichen Communities verbringen.
Anliegen und Methoden der Arbeit: Diese Einleitung führt in die Problematik des Medienwandels ein und erläutert die methodische Vorgehensweise anhand der JIM- und KIM-Studien.
Freizeitgestaltung Jugendlicher im Wandel seit 1998: Das Kapitel beleuchtet non-mediale Interessen sowie die Entwicklung der Geräteausstattung im Haushalt und bei den Jugendlichen selbst.
Inhalte, Funktionen und Motivationen der Mediennutzung: Hier werden die spezifischen Nutzungsgewohnheiten von Fernsehen, Computer, Internet und Mobiltelefonen detailliert analysiert.
Sozialisation Jugendlicher in der Medienwelt: Dieser Abschnitt erörtert die Auswirkungen der Medienwelt auf die Identitätsbildung, die Rolle von Subkulturen und das Konzept der Bricolage.
Der Weg zum neuen Trend in den Medien: Dieses Kapitel beschreibt die Entstehung von Trends und wie Marketingstrategien jugendliche Lebensstile beeinflussen.
Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Mediennutzung der heutigen Generation und deren Einfluss auf die Sozialisation zusammen.
Mediennutzung, Jugendliche, Sozialisation, Identitätsbildung, JIM-Studie, KIM-Studie, Freizeitverhalten, Internet, Mobiltelefone, Daily Soap, Social Web, Bricolage, Jugendsubkulturen, Trendforschung, Multitasking.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Veränderung der Mediennutzung von Jugendlichen im Zeitraum von 1998 bis 2010 und untersucht deren Auswirkungen auf das Freizeitverhalten und die Sozialisation.
Die zentralen Themen umfassen den Wandel von Medienpräferenzen, die Bedeutung digitaler Kommunikation, die Rolle von Social Media, Trends in Jugendsubkulturen sowie die Frage der Identitätsbildung in einer medial geprägten Umwelt.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche die zunehmende Multimedialität in ihren Alltag integrieren, welche sozialen Funktionen diese Medien erfüllen und inwiefern traditionelle Werte trotz der technisierten Umwelt bestehen bleiben.
Die Arbeit basiert auf einer Sekundäranalyse umfassender Studien, insbesondere der JIM- und KIM-Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbandes Südwest (MPFS) sowie ergänzender Trendanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Medienausstattung und -nutzung (Fernsehen, Computer, Internet, Mobilfunk), die damit verbundene Sozialisation und Identitätsbildung sowie die mechanismenbasierte Entstehung von Trends.
Die wichtigsten Schlagworte sind Mediennutzung, Sozialisation, Identitätsbildung, Jugend, Trendforschung, Social Web und Multimedialität.
Daily Soaps dienen als täglicher Gesprächsstoff innerhalb von Peergroups und fungieren oft als „Ratgeber“ für alltägliche soziale Herausforderungen, ohne dabei die Realitätswahrnehmung der Jugendlichen zu zerstören.
Unter Bricolage wird die Fähigkeit Jugendlicher verstanden, aus vorhandenen kulturellen Fragmenten und Stilelementen eigene, neue Lebensstile zusammenzusetzen, um ihre Identität individuell auszudrücken.
Ja, die Arbeit zeigt, dass während Jungen tendenziell eher technisch-praktische Aspekte oder Gaming bevorzugen, Mädchen Medien häufiger zur Kommunikation, Kontaktpflege (Social Media) und als Identifikationsraum für zwischenmenschliche Themen nutzen.
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