Diplomarbeit, 2008
155 Seiten, Note: 1,3
I Einleitung
1.1 Themenstellung
1.2 Ziele der Arbeit
1.3 Material und Methoden
1.4 Aufbau der Arbeit
II Die Millennium Erklärung und die Millennium Development Goals (MDG)
2.1 Das MDG 1| Beseitigung der extremen Armut und des Hungers
2.2 Sambia als Beispiel für die Umsetzung der MDG
2.3 Das MDG 8| Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft
2.3.1 MDG 8| Zielvorgabe 12
2.3.2 MDG 8| Zielvorgaben 13 und 14
2.3.3 MDG 8| Zielvorgabe 15
2.3.4 MDG 8| Zielvorgaben 16, 17 und 18
2.4 Kritische Betrachtung der Millennium Development Goals
2.5 Zwischenfazit Millennium Development Goals
III Die Wirksamkeit der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit
3.1 Wirksamkeit & Entwicklung
3.1.1 Entwicklung
3.1.2 Wirksamkeit
3.1.3 Evaluierung
3.1.4 Macht und Hierarchien in Wirksamkeit & Entwicklung
3.2 Die Debatte um die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit
3.2.1 Hauptkritikpunkte
3.2.2 Die Debatte um den „Sachs-Bericht“ als Beispiel
3.2.3 Zwischenfazit Debatte um die Wirksamkeit
3.2.4 Wege zur Reform
IV Die Paris Declaration on Aid Effectiveness
4.1 Zieldefinition und Entschlossenheitserklärung
4.2 Partnerschaftsverpflichtungen und Fortschrittsindikatoren
4.2.1 Eigenverantwortung / ownership
4.2.2 Alignment / Partnerausrichtung
4.2.3 Harmonisation / Harmonisierung
4.2.4 Managing for Development Results / Ergebnisorientiertes Management
4.2.5 Mutual Accountability / Gegenseitige Rechenschaftspflicht
4.2.6 Die Umsetzung der Paris Declaration in fragilen Staaten
4.2.7 Die Rolle der NGO im Paris-Prozess
4.3 Kritische Betrachtung
4.4 Zusammenfassung Paris Declaration
4.5 „Old habits die hard“ - Die Umsetzung der Paris Declaration
4.6 Accra Agenda for Action – “We are making Progress, but not enough”
V Die Deutsche Entwicklungszusammenarbeit und die Umsetzung der Paris Declaration
5.1 Das System der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
5.1.1 Die Ziele und Grundlagen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
5.1.2 Regionale Schwerpunktsetzung und Länderkonzentration
5.1.3 Das Ankerlandkonzept des BMZ
5.1.4 Zusammenfassung: System der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
5.2 Die Umsetzung und Auswirkungen der Paris Declaration in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
5.3 Vorschläge der OECD zur Reform der Entwicklungszusammenarbeit Deutschlands
5.3.1 Reform der institutionellen Strukturen
5.3.2 Dezentralisierung
5.3.3 Capacity Development
5.4 Die Umsetzung der Paris Declaration in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
5.4.1 Die OECD Evaluierungen zur Umsetzung der Paris Declaration 2006 und 2008
5.4.2 Die Voraussetzungen und das Engagement der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zur Umsetzung der Paris Declaration
5.5 Auswirkungen der Paris Declaration auf die deutsche Entwicklungszusammenarbeit
VI Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der "Paris Declaration on Aid Effectiveness" auf das System der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern die Reformvorgaben der OECD zu einer Steigerung der Wirksamkeit und Effizienz der deutschen Entwicklungsleistungen beitragen und welche systemischen Voraussetzungen und Hemmnisse dabei bestehen.
3.2.1 Hauptkritikpunkte
Die Hauptkritikpunkte an den Methoden, Umsetzung und Zielsetzung der internationalen EZ sind unter anderem (vgl. MAHBUBANI 2008, S. 69ff.; GRILL 2007, S. 8ff.; NUSCHELER 2008a, 2007a, S. 3ff, 2007b; RADELET 2006; SIX ET. AL. 2007, S. 6ff.; FAUST / MESSNER 2007, S. 5ff.):
EZ-Gelder würden für unnütze Programmen und Projekten verschwendet, die nur den Eliten „helfen“, oder etwa in Form von Präsidentenpalästen oder Limousinen durch korrupte Regimes „zweckentfremdet“ werden (RADELET 2006, S. 9). So soll beispielsweise Simbabwes Regierung US$ 7,3 Mio. aus dem Global Fund to fight Aids, Tuberculosis and Malaria zweckentfremdet haben (vgl. SWP 2008). GRILL (2007, S. 13f.) beobachtet auch Zweckentfremdungen durch lokale NGO oder Initiativen.
Der internationalen EZ wird auch vorgeworfen, hauptsächlich die Elite der EL durch die Entwicklungszusammenarbeit zu unterstützen. Zu den Ärmsten würde nur sehr wenig Hilfe durchsickern.
Die EZ erhöhe die Abhängigkeit von Staaten und Regierungen von externer Seite. Somit wird die Möglichkeit und Motivation zur Selbsthilfe und Eigeninitiative nicht mehr wahrgenommen, denn die EZ finanziert Maßnahmen in großem Umfang. In vielen Staaten sind Entwicklungsgelder die einzig verfügbare externe Finanzierungsquelle. In den SSA-Staaten ist die ODA-Abhängigkeit beispielsweise sehr hoch. Im Falle der SSA bestehen diese aus 55 % ODA, 25 % FDI, 15 % finanzieller Zuwendungen von Emigrierten sowie 5 % weiteren privaten Zuflüssen. Der Anteil der ODA an den öffentlichen Budgets beträgt teilweise mehr als 50 %. Diese hohe Abhängigkeit kann nationale Aktivitäten und Initiativen abschwächen, denn es kann u. U. einfacher sein, ODA-Mittel anzuwerben als nationale Strategien in Eigenregie voranzutreiben und deren Umsetzung und Nachhaltigkeit zu sichern (vgl. KLINGEBIEL 2006, S. 200ff.). Somit können Hilfsleistungen die Anstrengungen der privatwirtschaftlichen Investitionen oder Initiativen der Produktivitätssteigerung unterminieren. Des Weiteren kann die private und staatliche Sparrate mit erheblichen Folgen für die so genannte Armutsfalle reduziert werden (vgl. RADELET 2006, S. 9).
I Einleitung: Stellt das Thema, die Forschungsziele und die methodische Vorgehensweise der Arbeit vor.
II Die Millennium Erklärung und die Millennium Development Goals (MDG): Diskutiert die Entstehung und Bedeutung der MDGs, illustriert am Beispiel Sambia und der globalen Entwicklungspartnerschaft.
III Die Wirksamkeit der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit: Analysiert theoretische Grundlagen, Machtstrukturen und die aktuelle Wirksamkeitsdebatte in der Entwicklungszusammenarbeit.
IV Die Paris Declaration on Aid Effectiveness: Detaillierte Betrachtung der Kernprinzipien und der Reformagenda der Pariser Erklärung zur Effektivitätssteigerung der Hilfe.
V Die Deutsche Entwicklungszusammenarbeit und die Umsetzung der Paris Declaration: Untersucht die institutionelle Struktur der deutschen EZ und die spezifischen Reformschritte zur Implementierung der Paris Declaration.
VI Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen der internationalen Hilfe.
Entwicklungszusammenarbeit, Paris Declaration, ODA, Wirksamkeit, Ownership, Alignment, Harmonisierung, BMZ, Millennium Development Goals, Armutsbekämpfung, Good Governance, Evaluierung, Kapazitätenentwicklung, Geber-Empfänger-Beziehung, EZ-System
Die Arbeit untersucht, wie sich die im Jahr 2005 verabschiedete "Paris Declaration on Aid Effectiveness" auf die deutsche Entwicklungszusammenarbeit auswirkt und welche strukturellen Herausforderungen dabei im deutschen System bestehen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Effektivitätssteigerung in der Entwicklungszusammenarbeit, der Machtasymmetrie zwischen Gebern und Empfängern, dem System der deutschen EZ sowie den Prinzipien der Pariser Erklärung wie Ownership, Alignment und Harmonisierung.
Ziel ist es, die Auswirkungen der Paris Declaration auf die deutsche Entwicklungszusammenarbeit darzustellen, systemische Hemmnisse bei der Umsetzung zu identifizieren und Reformvorschläge auf Basis von Prüfberichten und Expertenmeinungen zu evaluieren.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie einer qualitativen, nicht-repräsentativen Befragung von OECD-Koordinatoren in verschiedenen Partnerländern Deutschlands, um eine Außenansicht auf die Reformprozesse zu erhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Diskussion über Entwicklungswirksamkeit, die detaillierte Vorstellung der Prinzipien der Paris Declaration sowie eine tiefgehende Untersuchung der deutschen EZ-Landschaft und deren Anpassungsfähigkeit an diese neuen Anforderungen.
Wesentliche Begriffe sind die Paris Declaration, ODA (Official Development Assistance), das Ownership-Prinzip, die institutionelle Fragmentierung der deutschen EZ sowie die Frage der Wirksamkeit und Evaluierung entwicklungspolitischer Maßnahmen.
Die Arbeit zeigt auf, dass die deutsche EZ-Landschaft durch eine starke Fragmentierung und Arbeitsteilung zwischen verschiedenen Institutionen (BMZ, KfW, GTZ etc.) geprägt ist, was die Koordination und die Umsetzung der Prinzipien der Pariser Erklärung erschwert.
Die Arbeit kritisiert, dass das Ownership-Konzept oft zu regierungszentriert ist und lokale Akteure oder die Zivilgesellschaft teilweise ausschließt, wodurch die demokratische Eigenverantwortung und das lokale Wissen nicht voll genutzt werden.
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