Bachelorarbeit, 2010
53 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Derzeitige Kennzahlen und Orientierungsgößen von Sparkassen
2.1 Cost-Income-Ratio (CIR)
2.2 Eigenkapitalrentabilität (EKR)
2.3 Risikodeckungspotenzial
3. Untersuchung der Kennzahl Free Cash-Flow (FCF)
3.1 Definition und Entwicklung
3.2 Verschiedene Arten zur Bestimmung der Kennzahl FCF
3.2.1 Free Cash-Flow-Ermittlung nach Rappaport
3.2.2 Free Cash Flow-Ermittlung nach Copeland/Koller/Murrin
3.3 Projekt Free Cash-Flow der Kreissparkasse Tübingen
3.3.1 Ausgangsbasis der Untersuchung
3.3.2 Erläuterung der Bestandteile des Berechnungsschemas
4. Direkter Vergleich und Bewertung der Kennzahlen
4.1 Ergebnisse der PIMS-Studie
4.2 Free Cash-Flow vs. Cost-Income-Ratio
4.3 Free Cash-Flow vs. Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity)
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung der Finanzkennzahl Free Cash-Flow im Vergleich zu etablierten Kennzahlen wie der Cost-Income-Ratio und der Eigenkapitalrentabilität für die Bewertung des unternehmerischen Erfolgs von Sparkassen. Ziel ist es, auf Basis einer theoretischen Analyse und einer praktischen Studie der Kreissparkasse Tübingen eine fundierte Empfehlung für eine risikogerechte und von Bilanzpolitik weitgehend unabhängige Erfolgsmessung im Bankensektor zu geben.
3.1 Definition und Entwicklung
Cash-Flow übersetzt sich aus dem englischen als „Geldfluss“ oder aber auch als „Bruttoertragslage“. Die Literatur stellt für diesen Begriff ein breites Spektrum an Definitionen vor, welche sich in der Art der Detaillierung stark voneinander unterscheiden.
Der Cash-Flow ist demnach die Messzahl für die Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens. Sie gibt an, welche im Geschäftsjahr selbst erwirtschafteten Mittel dem Unternehmen für die Finanzierung von Investitionen, Schuldentilgung und Gewinnausschüttung zur Verfügung stehen. Der Free Cash-Flow errechnet sich aus dem operativen Cash-Flow minus Cash-Flow aus Investitionstätigkeit. Mit den Mitteln aus dem freien Cash-Flow können Unternehmen Dividenden zahlen oder Aktien zurück kaufen. Der freie Cash-Flow verdeutlicht, wie viel Geld für die Aktionäre eines Unternehmens tatsächlich übrig bleibt. Diese Kennzahl kann durch Bilanztricks praktisch nicht manipuliert werden.
Es ist allerdings zu beachten das der Cash-Flow nicht gleich zu setzten ist mit dem originären Gewinn eines Unternehmens. Bei der Berechnung des Cash-Flows werden buchungstechnische Transaktionen ignoriert (z.B. Wertberichtigungen bei ausgegeben Darlehen). Der Cash-Flow gibt ausschließlich an, welche Geldströme in das Unternehmen herein- und aus dem Unternehmen hinaus fließen. Der Cash-Flow aus dem laufenden Geschäft (das Cash-Flow-Pendant zum Betriebsgewinn) lässt Abschreibungen, auch solche auf den immateriellen Geschäftswert, einbehaltene Gewinne von Minderheitsbeteiligungen, kapitalisierte Zinsen und andere Dinge, die lediglich das Ergebnis buchhalterischer Konventionen sind, außer Acht.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der Erfolgsmessung bei Sparkassen ein und diskutiert die Relevanz alternativer, cashflowbasierter Kennzahlen.
2. Derzeitige Kennzahlen und Orientierungsgößen von Sparkassen: Hier werden die klassischen Instrumente wie die Cost-Income-Ratio und die Eigenkapitalrentabilität vorgestellt, die in der Sparkassenorganisation als Orientierungsgrößen dienen.
3. Untersuchung der Kennzahl Free Cash-Flow (FCF): Dieses Kapitel analysiert das Konzept des Free Cash-Flow, verschiedene Berechnungsmethoden nach Rappaport und Copeland/Koller/Murrin sowie ein spezifisches Umsetzungsprojekt der Kreissparkasse Tübingen.
4. Direkter Vergleich und Bewertung der Kennzahlen: Es findet ein Vergleich der untersuchten Kennzahlen statt, wobei zusätzlich die Ergebnisse der PIMS-Studie herangezogen werden, um die Vorteilhaftigkeit der Methoden zu bewerten.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und empfiehlt eine Gesamtbetrachtung der Kennzahlen für ein fundiertes Bewertungsergebnis.
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Die Arbeit analysiert, wie der unternehmerische Erfolg von Sparkassen mittels verschiedener Finanzkennzahlen gemessen und bewertet werden kann.
Zentral sind die Themenbereiche Cost-Income-Ratio, Eigenkapitalrentabilität und insbesondere die Implementierung der Free Cash-Flow-Methode in Sparkassen.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob eine cashflowbasierte Erfolgsmessung gegenüber periodenbezogenen Kennzahlen bei der Bewertung von Sparkassen vorteilhafter ist.
Die Arbeit verwendet eine Kombination aus theoretischer Analyse bestehender Kennzahlensysteme und der Auswertung eines Praxisprojekts der Kreissparkasse Tübingen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Free Cash-Flows, den Berechnungsmethoden nach Rappaport und Copeland/Koller/Murrin sowie einem kritischen Vergleich dieser mit klassischen Bankkennzahlen.
Wichtige Begriffe sind Free Cash-Flow, Cost-Income-Ratio, Eigenkapitalrentabilität, Banksteuerung und Erfolgsmessung.
Die Kreissparkasse Tübingen dient als konkretes Praxisbeispiel für die Implementierung einer eigenen Free Cash-Flow-Berechnungsmethode, um den Erfolg jenseits der traditionellen GuV-Analyse darzustellen.
Der Free Cash-Flow gilt als weitgehend immun gegenüber bilanzpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten und bildet die tatsächliche Selbstfinanzierungskraft sowie die Zahlungsströme eines Instituts transparenter ab.
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