Diplomarbeit, 2006
108 Seiten, Note: Gut
4 Abstract
5 Einleitung
5.1 Themenstellung und Relevanz der Themenstellung
5.2 Forschungsfrage
5.3 Methodische Vorgangsweise
5.4 Inhaltlicher Aufbau der Arbeit
6 Chinas Weg aus der Tradition
6.1 Ein allgemeiner Rückblick auf Chinas Tradition
6.2 Die wirtschaftliche Entwicklung
7 Die Globalisierung und Ihre Auswirkungen auf China
7.1 Was ist „Globalisierung“?
7.2 Die Auswirkungen der Globalisierung auf Chinas Automobilindustrie
8 Internationalisierung
8.1 Was ist Internationalisierung?
8.2 Die Ausprägungen der Internationalisierung
8.3 Die Ausprägungsformen in der chinesischen Automobilindustrie
9 Die chinesische Automobilindustrie – eine strategische Analyse
9.1 Die PEST – Analyse
9.1.1 Political:
9.1.2 Economic:
9.1.3 Social:
9.1.4 Technology:
9.2 Die SWOT – Analyse
9.3 Porter’s „Model of Industry Attractiveness“
9.4 Generic Strategies
10 Das „moderne“ Chinesische Management
10.1 Der Strategic Intent
10.1.1 Wie wirkt sich der Strategic Intent auf das strategische Management aus?
10.1.1.1 Die Strategie als „Dehnung“
10.2 Der SAPE-Cycle
10.3 „Guanxi“– Geschäftsbeziehungen in China
11 Comparative Case Study
12 Conclusio/Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die strategischen Managementprozesse der chinesischen Automobilindustrie vor dem Hintergrund des Spannungsfeldes zwischen einer 5000-jährigen Tradition und den Anforderungen der fortschreitenden Globalisierung. Dabei wird analysiert, ob und inwieweit ein eigenständiger moderner chinesischer Managementstil existiert, der Wettbewerbsvorteile gegenüber westlichen Modellen bietet.
9.1.1 Political:
Im vorliegenden Fall der chinesischen Automobilindustrie gilt es nun, China als Marktplatz in Bezug auf politische und rechtliche Sachverhalte zu prüfen und strukturiert zu untersuchen.
Im Zuge der Formulierung einer Internationalisierungsstrategie mit Zielmarkt China darf man auf keinen Fall den generell großen politischen Einfluss auf die gesamte chinesische Wirtschaft, und die dadurch entstehenden Markteintrittsbarrieren außer Acht lassen. Die wirtschaftliche Öffnung Chinas ist noch nicht so weit vorangeschritten, als dass der Einfluss der politischen Institutionen der Volksrepublik China auf die lokale Ökonomie nicht mehr spürbar wäre. Chinas wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen sind nach wie vor stark von den zentralplanwirtschaftlichen Strukturen aus der Zeit Mao Zedongs beeinflusst. Daraus folgt, dass der chinesische Staat die lokale Wirtschaft an sich bindet und im hohen Maße kontrolliert. Um die Affinität der Arbeit zum Thema zu gewährleisten, sei an dieser Stelle vor allem die „Automobile Industry Policy“ von Juli 1994 der chinesischen Regierung erwähnt, in welcher detailliert die Bedingungen erklärt werden, unter welchen ein chinesischer Autohersteller seinen ausländischen Geschäftspartner auszuwählen hat. Die Richtlinie umfasst 13 Kapitel und 61 Klauseln, wobei die Bestimmungen zu Auslandsfinanzierungen für chinesische Unternehmen im Kapitel 6 zu finden sind. Unter anderem enthält das Kapitel sechs der „Automobile Industry Policy“ die Klausel Nummer 32, in welcher gleich im ersten Absatz festgehalten wird, dass im Zuge eines Sino Foreign Joint Venture die chinesische Beteiligung nicht weniger als 50 Prozent sein darf.
Besonders zu unterstreichen ist die Tatsache, dass zwischen Beginn der wirtschaftlichen Öffnung Chinas gegenüber dem Westen und dem WTO-Beitritt Chinas das Modell des „Joint Ventures“ beinahe die einzige Möglichkeit für ein ausländisches Unternehmen war, um auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen.
5. Einleitung: Definiert den Rahmen der Arbeit und begründet die Relevanz der strategischen Analyse der chinesischen Automobilindustrie.
6. Chinas Weg aus der Tradition: Beleuchtet die historischen Wurzeln und den wirtschaftlichen Transformationsprozess Chinas seit 1979.
7. Die Globalisierung und Ihre Auswirkungen auf China: Analysiert den Globalisierungsdruck und dessen spezifische Auswirkungen auf die Importsubstitutionspolitik in China.
8. Internationalisierung: Definiert Internationalisierung und erörtert die verschiedenen Markteintrittsformen sowie deren Anwendung durch ausländische Konzerne in China.
9. Die chinesische Automobilindustrie – eine strategische Analyse: Führt eine fundierte Analyse mittels PEST-, SWOT- und Porters "Model of Industry Attractiveness" durch.
10. Das „moderne“ Chinesische Management: Untersucht das Zusammenspiel zwischen konfuzianischen Werten und modernen Managementkonzepten wie Strategic Intent und dem SAPE-Cycle.
11. Comparative Case Study: Vergleicht die Entwicklungen der chinesischen und südkoreanischen Automobilbranche, um strategische Lehren abzuleiten.
12. Conclusio/Ausblick: Führt die Erkenntnisse zusammen und wagt einen kritischen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des chinesischen Managements.
Chinesische Automobilindustrie, Globalisierung, Strategisches Management, Internationalisierung, PEST-Analyse, SWOT-Analyse, Porters Fünf-Kräfte-Modell, Konfuzianismus, Strategic Intent, SAPE-Cycle, Guanxi, Joint Venture, Transformation, Automobilmarkt, Wirtschaftswachstum.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den strategischen Managementprozessen der chinesischen Automobilindustrie unter dem Einfluss der Globalisierung und der chinesischen Tradition.
Zentrale Themen sind die wirtschaftliche Transformation Chinas, die Rolle der Regierung, die Anwendung westlicher Strategieinstrumente und die Bedeutung kultureller Werte für das moderne Management.
Das Ziel ist es, den Weg der chinesischen Automobilindustrie aus einer strategischen Managementperspektive aufzuzeigen und zu untersuchen, ob ein spezifisch "chinesischer" Managementstil entsteht.
Die Arbeit basiert auf einem umfassenden Literaturstudium und einer vergleichenden Fallstudie der Automobilbranchen Chinas und Südkoreas.
Der Hauptteil umfasst Analysen mittels PEST, SWOT, Porters Strategiemodellen sowie die theoretische Aufarbeitung von "Strategic Intent", dem "SAPE-Cycle" und dem Konzept des "Guanxi".
Chinesische Automobilindustrie, Globalisierung, Strategisches Management, Konfuzianismus und Strategische Transformation.
Der Konfuzianismus prägt Werte wie Hierarchiebewusstsein, Familiensinn und langfristiges Denken, was wiederum die Art und Weise der strategischen Zielverfolgung beeinflusst.
Das Joint-Venture-Modell ermöglichte es China, gezielt Technologie- und Know-how-Transfer von ausländischen Unternehmen zu erzwingen und gleichzeitig die lokale Industrie zu steuern.
"Active Waiting" beschreibt eine Strategie, in unsicheren Märkten wie China nicht auf detaillierte Langzeitpläne zu setzen, sondern flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren.
Der "Strategic Intent" ist als emotionaler und intellektueller "Traum" oder "Vision" definiert, der Mitarbeitern Sinn vermittelt und ein Unternehmen über seine derzeitigen Ressourcen hinaus zu Höchstleistungen anspornt.
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