Diplomarbeit, 2002
100 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Interplanetarer Staub
1.2 Über diese Arbeit
1.2.1 Zielsetzung
1.2.2 Aufbau
2 Die Cassini-Huygens-Mission und der Cosmic-Dust-Analyzer
2.1 Beschreibung der Cassini-Huygens-Mission
2.2 Der Cosmic-Dust-Analyzer (CDA)
2.2.1 Aufgaben des CDAs
2.2.2 Aufbau und Funktionsweise des CDA
2.2.3 Der High-Rate-Detector
3 Beschreibung des Web-Interface
3.1 Beschreibung der Datenbank
3.2 Web-Interface zur Auswertung der CDA-Daten
3.2.1 Leistungen des Web-Interface
3.2.2 Aufbau und Motivation
3.2.3 Beschreibung des GUI
4 Übersicht über den Datenbestand
4.1 Definition der Drehachsen der Raumsonde
4.2 Übersicht über die Bewegung Cassinis im interplanetaren Raum
4.3 Die Aufnahme eines Videos von Jupiter
4.4 Gesamtrate der vom CDA registrierten Ereignisse
5 Störungen und Testpulse
5.1 Störungen
5.2 Testpulse
5.3 Störung durch den RPWS-Sounder
5.4 Bow-Shock-Crossings
6 Einschläge von Staubteilchen
6.1 Jupiter-Staubstromteilchen
6.2 Gemeinsame Messung der Sonden Cassini und Galileo
6.3 Interplanetarer Staub
7 Zusammenfassung der Datenklassen
A Aufbau und Installation des Web-Interface
A.1 Funktionsweise des GUI
A.2 Funktionsweise der Servlets
A.2.1 Die textbasierte Auslese: DataServlet.java
A.2.2 Die Auslese der Signale: TesinaServlet.java
A.2.3 Die Histogramm-Funktion: HistoryServlet.java
A.3 Einrichtung des Web-Servers
A.4 Installation des Datenbanktreibers
A.5 Persönliche Empfehlungen zum Thema Java
B Beschreibung der Tabellen der Datenbank
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Präsentation eines webbasierten Programms zur Visualisierung und wissenschaftlichen Analyse von Daten, die vom Cosmic-Dust-Analyzer (CDA) an Bord der Raumsonde Cassini erhoben wurden. Ziel ist es, diese komplexen Datensätze weltweit für Forscher zugänglich zu machen, indem verschiedene grafische und textbasierte Auswertungsmethoden implementiert und durch exemplarische Analysen von Staubphänomenen validiert werden.
3.1 Beschreibung der Datenbank
Die in der Datenbank gespeicherten Ereignisse werden in zwei Klassen eingeteilt, es liegen L0-Daten und L1a-Daten vor. Die Bezeichnungen L0 und L1a entstammen einem Klassifizierungsschema der NASA um Datenprodukte zu beschreiben. Demnach sind L0-Daten Rohdaten, aus denen redundante Ereignisse und Übertragungsfehler entfernt worden sind. Als L1a werden solche Daten bezeichnet, die prozessiert wurden. Beispielsweise sind die Amplituden der L0-Signale in dn (digital number) angegeben, da die durch den Detektor gemessenen Signale in diese digitalen Werte konvertiert werden. Betrachtet man dagegen L1a-Signale, sind diese Werte in Coulomb bzw. Volt umgerechnet worden.
Abbildung 3.1 zeigt das Signal eines Staubteilchens in zwei verschiedenen Darstellungen. Links im Bild ist das Signal zu sehen, wie es in der Tabelle L0_event gespeichert ist, in der rechten Bildhälfte ist das gleiche Signal dargestellt, wie es aus den L1a-Daten rekonstruiert wird. Während das L0-Signal noch das Umschalten des Detektors in einen anderen Meßbereich wiedergibt (zu sehen am plötzlichen Abfallen der QI- und QT-Amplituden nach ca. 15 bzw. 3 µs), zeigt das L1a-Signal den tatsächlichen Signalverlauf an.
Zu jeder Datenklasse gibt es eine mit „event“ bezeichnete Tabelle. Diese Tabellen beinhalten Informationen die die Ereignisse beschreiben. Beispielsweise werden diese Tabellen für die Rekonstruktion der Signalkurven oder das Auslesen von Amplituden benötigt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Staubforschung ein und erläutert die wissenschaftliche Relevanz der Untersuchung von Mikrometeoriten sowie die Zielsetzung dieser Arbeit.
2 Die Cassini-Huygens-Mission und der Cosmic-Dust-Analyzer: Das Kapitel bietet einen Überblick über die Missionsziele und beschreibt den Aufbau sowie die Funktionsweise des Staubdetektors CDA.
3 Beschreibung des Web-Interface: Hier wird das entwickelte Web-Interface detailliert vorgestellt, inklusive der Datenbankanbindung und der architektonischen Umsetzung.
4 Übersicht über den Datenbestand: Es wird analysiert, wie sich die Ausrichtung der Raumsonde auf die Ereignisraten auswirkt und wie die Beobachtungen der Sonde interpretiert werden können.
5 Störungen und Testpulse: Dieses Kapitel widmet sich der Identifikation und Analyse von Rauschsignalen, Testpulsen sowie Einflüssen externer Instrumente auf den CDA.
6 Einschläge von Staubteilchen: Der Fokus liegt auf der physikalischen Interpretation echter Staubereignisse wie Jupiter-Staubströmen und der interplanetaren Materie.
7 Zusammenfassung der Datenklassen: Abschließend werden die identifizierten Ereignisklassen tabellarisch zusammengeführt und bewertet.
A Aufbau und Installation des Web-Interface: Ein technischer Anhang, der die Implementierung des GUIs und die Konfiguration der Software-Komponenten beschreibt.
B Beschreibung der Tabellen der Datenbank: Dieser Anhang dient als Referenz für die Datenbankstruktur und die darin enthaltenen Parameter.
Cosmic-Dust-Analyzer, CDA, Cassini-Huygens-Mission, Web-Interface, Staubforschung, Teilcheneinschlag, Jupiter-Staubströme, Datenvisualisierung, Java-Applet, SQL, Datenbankmanagement, interplanetarer Staub, Servlets, Signalanalyse, Weltraumforschung.
Die Arbeit dokumentiert die Entwicklung eines webbasierten Interfaces, das es Forschern ermöglicht, Daten des Cosmic-Dust-Analyzers an Bord der Cassini-Sonde zu visualisieren und zu analysieren.
Im Zentrum stehen die Cassini-Huygens-Mission, die technische Beschreibung des Staubdetektors CDA, die Software-Architektur des Web-Interfaces sowie die wissenschaftliche Klassifizierung und Interpretation der gemessenen Staubereignisse.
Das Ziel ist die Bereitstellung eines effizienten Werkzeugs für Wissenschaftler, um weltweit auf die CDA-Daten zuzugreifen und diese durch grafische Aufbereitung besser klassifizieren zu können.
Es werden SQL-basierte Datenbankabfragen genutzt, um Ereignisse zu filtern, die mittels Java-Applets grafisch visualisiert, nach Signalcharakteristika klassifiziert und auf externe Einflüsse untersucht werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Datenbankinhalte, die detaillierte Beschreibung des Web-Interfaces, die Analyse der Sonden-Ausrichtung sowie die Untersuchung von Störsignalen und Teilchenereignissen.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Cosmic-Dust-Analyzer, Cassini-Sonde, Datenvisualisierung, Staubströme und webbasierte Analysewerkzeuge.
Da nicht alle Daten übertragen werden können, werden Ereignisse in 20 Klassen eingeteilt und die Zählerstände dieser Klassen übertragen, um Informationsverluste statistisch zu erfassen.
Die Ereignisrate des Detektors hängt direkt von seinem Blickfeld ab; Drehungen der Raumsonde verändern die Detektionsrate, was für die korrekte Rekonstruktion der Messergebnisse berücksichtigt werden muss.
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