Bachelorarbeit, 2010
50 Seiten, Note: 2,9
I. Einleitung
1. Fragestellung und Eingrenzung des Forschungsgegenstandes
2. Forschungsstand
3. Methodik
4. Theoretischer Hintergrund
4.1 Neoinstitutionalismus
4.2 Sozialkonstruktivismus
II. Empirische Betrachtung
1. Veränderung des Weltklimas und dessen Folgen
2. Entwicklung der Klimapolitik seit 1992
3. Das Agieren der klimapolitischen Akteure
3.1 Deutschland
3.1.1 Entwicklung Deutschlands seit 1992
3.1.2 Entwicklung der Klimapolitischen Position
3.1.3 Überprüfung der theoretischen Ansätze am Beispiel Deutschland
3.2 Brasilien
3.2.1 Entwicklung Brasiliens seit 1992
3.2.2 Entwicklung der Klimapolitischen Position
3.2.3 Überprüfung der theoretischen Ansätze am Beispiel Brasilien
3.3 China
3.3.1 Entwicklung Chinas seit 1992
3.3.2 Entwicklung der Klimapolitischen Position
3.3.3 Überprüfung der theoretischen Ansätze am Beispiel China
III. Fazit
1. Ergebnis der Betrachtung
2. Ausblick auf die weitere Entwicklung der internationalen Klimapolitik
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der klimapolitischen Entwicklung von Deutschland, Brasilien und China seit 1992, um anhand dieser Fallstudien die Theorien der internationalen Beziehungen (Neoinstitutionalismus und Sozialkonstruktivismus) zu hinterfragen und deren Gültigkeit zu prüfen.
4.1 Neoinstitutionalismus
Der neoinstitutionalistische Ansatz entwickelte sich zur Zeit des Kalten Krieges aus den realistischen Theorien. Wie auch diese Theorien geht der Neoinstitutionalismus von einem anarchischen Mächteverhältnis zwischen den staatlichen Akteuren aus. Die schwankende Vormachtstellung der USA in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts führte jedoch dazu, dass bei dieser neuen Theorie internationale Kooperation auch möglich ist, ohne dass es eine Hegemonialmacht gibt, welche diese durchsetzt.
Beim Realismus steht das Sicherheitsdilemma im Vordergrund. Der Neoinstitutionalismus sieht andere wesentliche Punkte wie die Wirtschaft ganz oben auf der politischen Agenda. Es wird nicht davon ausgegangen, dass, wie beim Realismus, Machtgewinne für den einen Akteur automatisch Verluste für den Kooperationspartner bedeuten. Das Gegenteil ist hier der Fall, denn laut neoinstitutionalistischer Ansicht ist eine Kooperation möglich, welche alle Akteure in ihrer Position besser stellt, als wenn Sie der Kooperation fern bleiben. Es ist also möglich die Ergebnisse zu teilen. Jedoch ist auch dieser theoretische Ansatz davon geprägt, dass ein gegenseitiges Misstrauen vorliegt, so dass jeder Akteur davon ausgeht, dass der Kooperationspartner aufgrund eigener Vorteile die Zusammenarbeit beendet.
Diese Sicherheit wird beim Neoinstitutionalismus durch die Bildung so genannter internationaler Regime gewährleistet, welche definiert werden als: „freiwillige internationale Zusammenarbeit, bei der sich Prinzipien, Normen, Regeln und Entscheidungsverfahren herausbilden, an denen sich die Erwartungen internationaler Akteure auf einem bestimmten Gebiet der internationalen Beziehungen ausrichten.“
I. Einleitung: Diese Einleitung stellt das globale Problem des Klimawandels dar, definiert die Fragestellung zur Untersuchung des Verhaltens dreier ausgewählter Staaten und legt den theoretischen sowie methodischen Rahmen der Arbeit fest.
II. Empirische Betrachtung: In diesem Kapitel werden die Veränderungen des Weltklimas und die Entwicklung der internationalen Klimapolitik seit 1992 dargelegt sowie das klimapolitische Agieren von Deutschland, Brasilien und China mittels der gewählten theoretischen Ansätze untersucht.
III. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, bewertet die Anwendbarkeit der betrachteten Theorien auf die Fallstudien und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der internationalen Klimapolitik.
Internationale Klimapolitik, Deutschland, Brasilien, China, Klimawandel, Treibhauseffekt, Neoinstitutionalismus, Sozialkonstruktivismus, Wirtschaftswachstum, CO2-Emissionen, Kyoto-Protokoll, Internationale Beziehungen, Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Fallstudien.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem Verhalten von Deutschland, Brasilien und China als zentrale Akteure in der internationalen Klimapolitik.
Die zentralen Felder sind die Wechselwirkungen zwischen wirtschaftlichem Wachstum, staatlicher Souveränität und der notwendigen internationalen Kooperation zum Klimaschutz.
Ziel ist es, anhand der drei Fallstudien zu überprüfen, ob sich die Theorien der internationalen Beziehungen, speziell Neoinstitutionalismus und Sozialkonstruktivismus, durch das tatsächliche Verhalten der Akteure bestätigen oder widerlegen lassen.
Die Arbeit nutzt die Methode der vergleichenden Fallstudien, gestützt auf ökonomische und ökologische Indikatoren (wie BIP, Arbeitslosenquote und CO2-Emissionen) im Zeitraum von 1992 bis 2009.
Der Hauptteil analysiert die historischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der drei Staaten seit 1992, deren klimapolitische Positionen und die jeweilige Überprüfung der theoretischen Ansätze anhand dieses Verhaltens.
Zu den prägenden Begriffen gehören Klimapolitik, internationale Beziehungen, Neoinstitutionalismus, Sozialkonstruktivismus und die spezifischen nationalen Entwicklungen der drei Fallstudienländer.
Das Jahr 1992 gilt durch die Umweltkonferenz in Rio de Janeiro als der maßgebliche Grundstein und Beginn der strukturierten internationalen Klimapolitik.
Das Amazonasgebiet fungiert als weltweit größte Klimasenke, was Brasilien eine strategische Bedeutung verleiht, aber gleichzeitig nationale Konflikte zwischen Entwicklungszielen und Naturschutzinteressen provoziert.
Chinas Fokus auf absolutes Wirtschaftswachstum führt dazu, dass die Regierung sich gegen verbindliche Emissionsreduktionen sperrt, da sie Wachstumseinbußen fürchtet und sich weiterhin als Entwicklungsland definiert.
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