Bachelorarbeit, 2022
85 Seiten, Note: 2,3
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Wandel in Unternehmen und kommunikationsbasierte Lösungsansätze zur Reduzierung von Widerständen in Veränderungsprozessen. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kommunikation im Change-Management dazu genutzt werden kann, Widerstände auf Mitarbeiterebene zu minimieren und ein effizientes Change-Management zu ermöglichen.
Definition Change-Management
“Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber so viel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es besser werden soll!” Wie eingehend in der Einleitung beschrieben, leben wir in einer Welt, deren Veränderungsdynamik stetig zunimmt. Change-Management beschreibt im Allgemeinen einen übergreifenden Prozess zum professionellen Umgang mit Veränderungsprozessen im organisationalen Umfeld. Dieser sehr allgemeine Ansatz wird von Vahs weitaus differenzierter betrachtet. Er stellt sich heraus, dass Veränderungsmaßnahmen gezielt sowie ganzheitlich geplant werden müssen, bevor sie zur Umsetzung gelangen. Die anschließende Evaluierung zählt ebenso zu einem wichtigen Aspekt, da somit die stetige Weiterentwicklung von Veränderungsmaßnahmen ermöglicht wird. Kostka und Mönch führen diese Theorie weiter aus, dass Change-Management die planmäßige mittel- und langfristige Veränderung von Fähigkeiten und Verhaltensmustern fokussiert, um eine zielgerichtete Optimierung von Prozessen und Kommunikationsstrukturen in Unternehmen zu erwirken. Diese aktive Beeinflussung verfolgt oftmals eine strategische Ausrichtung. Sie betonen in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Perspektive dieses Managements. Vahs versteht unter „Ganzheitlichkeit“ die Einbeziehung der Kultur, Strategie, Organisation als auch die Technologie eines Unternehmens. Diese Bereiche sind so gut wie möglich untereinander abzustimmen. Folglich sind seine Ausführungen nach ein erfolgreicher Veränderungsprozess nur dann möglich, wenn neben den strategisch, analytischen Aspekten auch der Faktor „Mensch“ Berücksichtigung findet. Somit wird die Umsetzung des Change-Managements nicht als mechanischer Prozess angesehen.
Vor diesem Hintergrund wird besonders in Veränderungsprozessen an Führungskräfte appelliert, ihre Einstellung zu verändern. Demnach bedeutet Change-Management für Mitarbeiter und Führungskräfte, bzw. für alle betroffenen Akteure lebenslanges Lernen. Ziel ist es, die Veränderungsbereitschaft durch Einbeziehen aller Beteiligten, zu erhöhen. Wandel wird hierbei auch als eigendynamisch beschrieben, denn er kann eine andere Richtung als ursprünglich geplant einnehmen. So wird Veränderungsmanagement als ganzheitlicher Themenkomplex in Unternehmen angesehen. Dabei gilt es hinderliche Haltungen und erstarrte Strukturen durch Symptombehandlung zur Auflösung zu bringen. Die Implementierung neuer Managementkonzepte, wie z. B. der „Lean-Management-Ansatz“ unterstreicht die Notwendigkeit von organisatorischen Veränderungsprozessen. Derartige Ansätze haben zur Aufgabe, Schwachpunkte zu identifizierten, anschließend zu eliminieren und tragen somit entscheidend zu Veränderungen in Unternehmen bei.
Kapitel 1: Einleitung: Stellt die Notwendigkeit von Change-Management in einer sich schnell wandelnden Wirtschaft dar, definiert die Forschungsfrage und die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
Kapitel 2: Grundlagen Change-Management: Erklärt den Begriff Change-Management, seine Ursachen, Ziele und die Rolle verschiedener Akteure. Es werden außerdem klassische Modelle wie das Drei-Phasen-Modell nach Lewin und das Acht-Stufen-Modell nach Kotter vorgestellt.
Kapitel 3: Widerstände und Kommunikation im Wandel: Beleuchtet die verschiedenen Arten und Ursachen von Widerständen in Veränderungsprozessen sowie deren Einordnung in Phasen. Darüber hinaus werden Kommunikationsmodelle und die Bedeutung der internen Kommunikation im Change-Management behandelt.
Kapitel 4: Empirischer Teil: Präsentiert die Daten und Fakten einer quantitativen Umfrage zur innerbetrieblichen Kommunikation in der Kanzlei X, wertet die Ergebnisse aus und beantwortet die Forschungsfrage auf Basis der empirischen Daten.
Kapitel 5: Implementierung von Lösungsansätzen zur Reduzierung von Widerständen: Leitet aus der Umfrage und der theoretischen Grundlage konkrete Lösungsansätze ab, wie vertrauensvolle Gespräche, die Förderung der Unternehmenskommunikation und die Führungskräfteentwicklung, um Widerstände zu reduzieren.
Kapitel 6: Kritische Reflektion: Fasst die Erkenntnisse zusammen und reflektiert kritisch die Rolle von Kommunikation und Führungskräften bei der erfolgreichen Umsetzung von Change-Prozessen, wobei auch auf zukünftige Entwicklungen eingegangen wird.
Change-Management, Widerstände, Kommunikation, Veränderungsprozesse, Führungskräfte, interne Kommunikation, Mitarbeiter, Unternehmenskultur, digitale Kommunikation, Lewin-Modell, Kotter-Modell, empirische Untersuchung, Lösungsansätze, Vertrauen
Diese Arbeit befasst sich mit dem Management von Veränderungen in Unternehmen, insbesondere der Identifizierung und Reduzierung von Widerständen durch kommunikationsbasierte Lösungsansätze.
Die zentralen Themenfelder sind Change-Management, die verschiedenen Arten von Widerständen in Veränderungsprozessen, interne und externe Kommunikation sowie die Entwicklung und Implementierung kommunikationsbasierter Lösungsansätze.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Kommunikation im Change-Management nutzen lässt, um Widerstände auf Mitarbeiterebene zu reduzieren und emotionale Hemmnisse zu minimieren. Die Forschungsfrage lautet: „Welche kommunikationsbasierten Lösungsansätze können zur Vermeidung von Widerständen beitragen?“
Die Arbeit verwendet eine quantitative Untersuchungsmethode in Form eines standardisierten Fragebogens (Umfrage) in einer anonymen Kanzlei, um empirische Daten zu erheben und auszuwerten.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Change-Managements, Ursachen und Ziele von Veränderungen, die Akteure im Change-Management, ausgewählte Modelle (Lewin, Kotter), die Arten von Widerständen, Kommunikationsmodelle (Shannon und Weaver, Schulz von Thun) sowie die interne Kommunikation im Change-Management.
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Change-Management, Widerstände, Kommunikation, Veränderungsprozesse, Führungskräfte, interne Kommunikation, Mitarbeiter, Unternehmenskultur, digitale Kommunikation, Lewin-Modell, Kotter-Modell, empirische Untersuchung, Lösungsansätze, Vertrauen.
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass der "Flurfunk" in der Kanzlei X existiert und oft als eine Art der Sozialisierung genutzt wird, um Informationen und Neuigkeiten inoffiziell weiterzugeben, besonders wenn vorgegebene Systeme nicht optimal funktionieren.
Die Mehrheit der befragten Mitarbeiter (56%) wünscht sich eine Mitarbeiter-App als zukünftiges Kommunikationsmittel, gefolgt von Newslettern (24%) und Skype (20%).
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