Masterarbeit, 2025
130 Seiten, Note: 1,0
Diese Masterarbeit untersucht die verschiedenen Perspektiven auf die Elektromobilität, insbesondere auf dem deutschen PKW-Markt und unter Berücksichtigung des Einflusses asiatischer OEMs. Das Hauptziel ist es, die vielfältigen Herausforderungen der Elektromobilität zu analysieren und die Strategien der OEMs sowie der Regierungen zur Überwindung technischer und politischer Hürden zu identifizieren und zu vergleichen.
3 Die Herausforderungen in der Elektromobilität
Die Elektromobilität steht vor verschiedenen technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. In diesem Kapitel soll eine Übersicht dieser dargestellt werden. Eine graphische Darstellung dieser Herausforderungen findet sich in Abbildung 14. Diese Herausforderungen werden im nächsten Kapitel mit den Strategien der OEMs verglichen. Des Weiteren werden die Daten, welche durch die quantitative Umfrage erhoben wurden, miteinbezogen. Herausforderungen, die aus der Marktakzeptanz in der Bevölkerung resultieren, werden jedoch erst in Kapitel 4 genauer analysiert.
Gerade technische Herausforderungen stellen die deutschen OEM vor erhebliche Probleme. Die Automobilhersteller investieren seit Jahren in die Elektromobilität, jedoch gibt es weiterhin einige Schwierigkeiten, insbesondere in Bezug auf die Batterietechnologie und Ladeinfrastruktur. Darüber hinaus werden auch die Normen und Umweltauflagen aufgezeigt.
Die meisten Herausforderungen bei Elektrofahrzeugen werden derzeit noch der Batterie zugeschrieben, da diese den elementaren Unterschied zu anderen Antriebsarten darstellt. Der aktuelle Stand der Technik umfasst Lithium-Ionen-Systeme, wobei bereits an besseren Alternativen geforscht wird. Hervorzuheben sind hier die Feststoffbatterien. Die Batterie als bedeutender und auch kostspieligster Bestandteil im BEV bringt jedoch noch zahlreiche Herausforderungen, welche bewältigt werden müssen.
Die Ladegeschwindigkeit und Reichweite zählen zu den bekanntesten Herausforderungen der Elektromobilität. Die aktuelle Ladezeit an Schnellladestationen, die im Durchschnitt bei 20 bis 40 Minuten liegt, ist deutlich länger als die Zeiten, welche bei der Betankung eines Verbrennungsmotors (ICE) benötigt werden. Diese Ladezeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Temperatur und dem Zustand der Batterie sowie der verfügbaren Ladeleistung an der Ladestation. Es wird jedoch nicht empfohlen, Schnelllader zu häufig zu benutzen, da dies die Batterietemperatur während des Ladevorgangs stark erhöht und somit zu einer höheren Abnutzung führt [77].
Auch die Reichweiten, die mit Elektrofahrzeugen zum aktuellen Stand erreicht werden können, sind geringer als die durch Verbrennungsmotoren. Verschiedene Faktoren beeinflussen diesen Punkt. Die vom Hersteller angegebene Reichweite basiert auf der Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure (WLTP). Diese wird unter standardisierten Testbedingungen ermittelt, was zu Abweichungen im Alltagsbetrieb führen kann. Zu den beeinflussenden Faktoren zählen Umweltbedingungen, Fahrverhalten und die Nutzung von Funktionen im Fahrzeug. Die Reichweite wird vor allem durch die Energiedichte (Wattstunden pro Kilogramm) bestimmt. Je höher die Energiedichte, desto mehr Energie kann die Batterie speichern. Die Energiedichte ist im Vergleich zu Verbrennermotoren jedoch deutlich geringer. Dies stellt eine Herausforderung dar, da eine größere Reichweite nur durch eine Erhöhung des Batteriegewichtes möglich ist, sofern die Energiedichte nicht verbessert wird. Ein höheres Gewicht führt wiederum zu einem höheren Energieverbrauch. Die Herausforderung besteht somit darin, das Batteriegewicht zu reduzieren und gleichzeitig die Energiekapazität zu erhöhen [78].
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf die Automobilbranche ein, beleuchtet den Druck auf OEMs durch politische Vorgaben und stellt die Forschungsfragen sowie die Methodik der Arbeit vor.
2 Die aktuelle Situation und Entwicklungen: Hier werden der technische Stand der verschiedenen Antriebsarten, die marktführenden OEMs mit ihren Absatzzahlen sowie die politische und ökonomische Lage in Deutschland und der EU im Kontext der Elektromobilität analysiert.
3 Die Herausforderungen in der Elektromobilität: Das Kapitel identifiziert und strukturiert die technischen (Batterietechnologie, Ladeinfrastruktur, Normen) und wirtschaftlichen (Produktionskosten, Wettbewerb, Lieferketten) Hürden der Elektromobilität sowie die wahrgenommenen Herausforderungen der Bevölkerung.
4 Öffentliche Wahrnehmung und Akzeptanz der Elektromobilität: Es werden die Ergebnisse einer quantitativen Umfrage zur Akzeptanz von Elektrofahrzeugen und zur Bewertung der Ladeinfrastruktur präsentiert und mit externen Studien verglichen, um das Meinungsbild der Bevölkerung darzustellen.
5 Analyse der Strategien der OEMs: Dieses Kapitel beleuchtet die strategischen Anpassungen deutscher, asiatischer und amerikanischer OEMs an die Elektromobilität, einschließlich ihrer Modellpolitik, Produktionsstätten und der Bedeutung von Kooperationen zur Bewältigung von Herausforderungen.
6 Die Strategien der deutschen Regierung und der EU: Die politischen Herausforderungen, denen die deutsche Regierung und die EU gegenüberstehen, werden dargestellt, und ihre strategischen Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität, wie Förderprogramme, Infrastrukturausbau und Gesetzesinitiativen, werden analysiert und deren Erfolg bewertet.
7 Prognosen für die Zukunft: Das Kapitel bietet einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen und Herausforderungen der Elektromobilität, insbesondere im Hinblick auf die Erreichbarkeit der politischen Zulassungsziele und mögliche Auswirkungen von Handelskonflikten.
8 Diskussion: Die Diskussion fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, vergleicht die Ansätze von OEMs und Politik und reflektiert über die Limitationen der Untersuchung, wie die Stichprobengröße der Umfrage und die Verfügbarkeit von Daten.
9 Zusammenfassung der Ergebnisse: Dieses abschließende Kapitel beantwortet die Forschungsfragen, indem es die wichtigsten Erkenntnisse zu den Herausforderungen und Strategien der Elektromobilität aus Sicht der OEMs und der Politik zusammenführt und Handlungsempfehlungen ableitet.
Elektromobilität, Automobilindustrie, Herausforderungen, Unternehmensstrategien, Politische Mobilitätsstrategien, Ladeinfrastruktur, Batterietechnologie, CO2-Emissionen, Marktanteile, Asiatische OEMs, Öffentliche Akzeptanz, Regulatorische Vorgaben, Kaufprämien, Handelskonflikte, Nachhaltigkeit
Diese Arbeit analysiert die Herausforderungen und Strategien der Automobilhersteller (OEMs) und Regierungen, um die nachhaltige Mobilitätswende im Bereich der Elektromobilität zu beschleunigen.
Die zentralen Themenfelder sind technische, ökonomische und gesellschaftliche Herausforderungen der Elektromobilität, die strategischen Ansätze deutscher, asiatischer und amerikanischer OEMs, sowie die politischen Maßnahmen der deutschen Regierung und der EU.
Das primäre Ziel ist es, effektive und erfolgreiche Strategien zu identifizieren, um technische und politische Hürden in der Elektromobilität zu überwinden und die gesellschaftliche Akzeptanz von Elektrofahrzeugen zu erhöhen.
Die Arbeit kombiniert eine umfassende Literaturrecherche mit einer quantitativen Online-Umfrage (311 Teilnehmer), um Daten zur öffentlichen Meinung und den Strategien zu sammeln und zu analysieren.
Der Hauptteil behandelt den Stand der Technik von Antriebsarten, eine Übersicht marktführender OEMs, die Entwicklung von Absatzzahlen, die politische und ökonomische Situation, sowie detaillierte technische, wirtschaftliche und wahrgenommene Herausforderungen der Elektromobilität.
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Elektromobilität, Automobilindustrie, Herausforderungen, Unternehmensstrategien, Politische Mobilitätsstrategien, Ladeinfrastruktur, Batterietechnologie, CO2-Emissionen, Marktanteile und Öffentliche Akzeptanz.
Asiatische OEMs üben einen erheblichen Einfluss auf den europäischen Markt aus, indem sie kostengünstige und technologisch fortschrittliche Elektrofahrzeuge anbieten und zunehmend Produktionswerke in Europa errichten, um Zölle und Lieferwege zu optimieren.
Plug-in-Hybride (PHEV) dienen einigen OEMs, wie Mercedes und Opel, als Übergangslösung, um die Bevölkerung schrittweise an die Elektromobilität heranzuführen, Vorurteile abzubauen, CO2-Flottengrenzwerte einzuhalten und gleichzeitig die Profitabilität zu sichern.
Die größten Bedenken der Bevölkerung sind die hohen Anschaffungskosten, die unzureichende Ladeinfrastruktur, die geringere Reichweite und längere Ladezeiten, sowie Unsicherheiten bezüglich Strompreisen, Wertstabilität und Recycling der Fahrzeuge.
Der Wegfall des Umweltbonus im Jahr 2023 korrelierte mit einem deutlichen Rückgang der Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge in Deutschland, was auf eine erhebliche Abhängigkeit zwischen staatlichen Förderungen und der Kaufbereitschaft hindeutet.
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